Die mittlere Lage des Ortes Serralunga ist Luigi Piras Heimat und Aushängeschild. Seine Reben stehen direkt unterhalb des Weingutes, das sind die allerbesten Lagen von Serralunga. Die Böden sind stark eisen-geprägt und bringen kraftvolle Weine hervor. Das ist schon eine verrückte Situation: auf der einen Seite liegen die Weinberge von Angelo Gaja, auf der anderen Seite am Ortsausgang die Weinberge von Giacomo Conterno, und in der Mitte, im Filetstück, liegen die Weinberge von Luigi Pira. Bei Luigi Pira wird immer komplett entrappt. Keine Kaltmazeration, normale Vergärung für zweieinhalb Wochen, danach vier bis sechs Wochen natürlich abgesetzt im großen Stahltank. Vignarionda ist die teuerste und kleinste Lage von Luigi Pira. Es ist die einzige Lage, die er für 12 Monate in französischen Barriques ausbaut, ein Drittel davon Neuholz, der Rest ist in Zweit- und Drittbelegung. Anschließend geht der Wein für ein weiteres Jahr ins große, gebrauchte slawonische Holzfass. Dichte, süße Gewürze vom Holzausbau waben aus dem Glas. Vanille, Zimt, etwas Zedernholz mit duftendem aromatisch-erdigem Waldboden, getrockneten Gartenkräutern und würzigem blonden Tabak. Im Mund ist der Vignarionda in diesem großen Klassikjahrgang griffig und immens strukturiert. 100-prozentige Bitterschokolade, Lakritz, etwas Chili auf Kirsche und Brombeer-Coulis. Klassisch strukturierte Serralunga-Monster-Tannine trocknen den Mund momentan – der Wein braucht mindestens 10 Jahre, um sie zu integrieren. Vignarionda ist der Inbegriff des intensiven Serralunga Terroirs in Kombination mit modernem Holzausbau – der eindrucksvolle Monster-Truck der Piras!