Sehr helles Grüngelb im Glas. Ausbau im Edelstahl, komplette Malo. Ein volles Jahr im Tank auf der Hefe. Im Duft viel saftiger grüner Apfel, Kiwi, Apfelblüten, Zitrusschalen. Schnörkellos und zart. Am Gaumen ist dieser Petit Chablis geradlinig, glockenklar und frisch. Ein leicht strukturierter Chablis, der leichtfüßig über die Zunge tanzt wie ein trockener Riesling Kabinett. Seit dem Jahrgang 2016 trägt der Wein den Zusatz 'pas si petit', was so viel bedeutet wie 'gar nicht so klein' und eine Anspielung auf das Potenzial dieses Weines ist, der aus der Appellation Petit Chablis stammt. Petit Chablis stammt aus Lagen, die höher am oder im Wald liegen, es sind rund 1000 Hektar, und eine Vielzahl an Expositionen und Terroirs ist vertreten. Immer ein guter Weinwert bei La Chablisienne, der sogar ein, zwei Jahre im Keller verträgt. Ein schicker Chardonnay!
Der Jahrgang 2023 präsentiert sich als eine perfekte Symbiose aus Klassik und Moderne. Nach den extremen Hitzejahren der Vergangenheit wirken die 2023er wie ein »tiefes Ausatmen«. Sie sind geprägt von seidiger Textur, cremiger Zugänglichkeit und einer hellen, strahlenden Frucht. Besonders beeindruckend ist die Kombination aus Transparenz für das jeweilige Terroir und einer verführerischen Extraktsüße. 2023 war für die Winzer im Burgund ein Befreiungsschlag in Sachen Quantität. Trotz der großzügigen Erträge fehlt es den Weinen nicht an Konzentration, da hohe Extraktwerte einer Verwässerung entgegenwirkten. Das Wetter war über den Sommer moderat mit ausreichend Niederschlag, bis eine extreme Hitzewelle kurz vor der Lese im September für den finalen Schub an Reife und Dichte sorgte. Während die Weißweine an die Reichhaltigkeit von 2018 erinnern, bewahren sie durch eine feine Säurefrische ihre klassische Brillanz. Es ist ein Jahrgang des puren Genusses, der bereits in seiner Jugend viel Freude bereiten wird und bei den Rotweinen an die reiche Eleganz von 2019 erinnert.