Die Cuvée besteht aus rund 50 Prozent Grenache, 30 Prozent Syrah und 20 Prozent Mourvèdre. Aus 20 bis 30 Jahre alten Reben auf reinem Kalkstein hier am Ventoux gewachsen, einige sind auch deutlich älter, es gibt auch einige Neupflanzungen. Es ist Sebastien Vincentis großes Augenmerk, die Weine zwar gehaltvoll, aber auch frisch zu halten. Die Weine werden zu 100 Prozent entrappt, dann zur Hälfte im rohen Beton und zur Hälfte im Stahl vergoren. Die Grenache wird nur in Fuderfässern von Stockinger und Betoneiern ausgebaut, Mourvèdre und Syrah bekommen gebrauchte Barriques. Dieser Wein ist dann heute nach so vielen Jahren größer als der frühere Topwein Nadal, der Domaine Fondreche ist inzwischen schon ein sehr erwachsener Wein. Man braucht nur völlig andere Konsumenten als für den Nature. Hier haben wir richtig Struktur, Balance und ganz viel Kraft, sehr viel Extraktkraft und extrem hohe Mineralität. Trotz des Cool Climate-Einflusses des Mont Ventoux sind wir schon mit der Nase im Süden angekommen. In diesem Wein dominiert, ganz anders als in der leichteren Version Nature, nicht so sehr eine Rebsorte. Die Kombination von Mourvèdre und Syrah nimmt die Grenache sogar aromatisch noch mit. Es ist der klassische Rhôneblend und es gibt viele Gründe, warum er so gut funktioniert. Einer ist, dass sich die Rebsorten perfekt ergänzen. Der Jahrgang 2023 ist wirklich schick! Es ist ein Traum aus Samt und Seide, die Kanten sind perfekt geschliffen, so fein und rund. Da passt einfach alles. Sofort zugänglich und leicht gekühlt hat das einen Trinkfluss für die Götter. Die 2022er waren konzentrierter und brauchen mehr Zeit, 2023 legt direkt alles auf den Tisch, ohne dass irgendetwas fehlen würde. Ein Wein für die Freude. Schicke Kirschfrucht, dunkelrot und sogar etwas Sauerkirsche, zerdrückte Erdbeere, Himbeere, Garrigues und schwarzer Tee. Das ist schon fast großer Wein, weil er sein Terroir ausdrückt, weil er eine grandiose Balance hat und weil er reifen kann. Fondreche ist schon zurecht herausragend in dieser Region.