95 Prozent Merlot und fünf Prozent Cabernet Franc. Die Nase dieses Zweitweins – der eigentlich kein Zweitwein ist, weil er aus gesonderten Parzellen mit mehr Sand und Lehm direkt unterhalb des Kalksteinplateaus kommt und damit mehr dem Terroir von Beausejour Becot und Coutet entspricht – ist satt, reich und voll. Charme zum Reinspringen, erotisch, süßer Saft. Lakritze, Veilchen, viel Druck mit Brombeere und Cassis. Fein mit Druck darunter. Das ist eben der Lehmboden – weniger fein, aber dafür mit unglaublich Power aus diesen alten Reben. Darunter viel Veilchen. Der Mund ist extrem delikat. Blaubeere, Blaubeerschalen mit Brombeere und Maulbeere, dazu Lakritze und viel Veilchen. Aber auch eine tolle Säure aus Orangenschale, Sauerkirsche und Schlehe. Viel Spannung ausstrahlend. Wow, was für ein schicker Mund mit seidig-samtigen Tanninen und hoher Intensität! Satter rote Kirsche. Viele Château wären sehr glücklich, wenn sie so etwas als Erstwein hätten. Der Wein rollt immer wieder hoch mit unglaublichen Salzmassen, mit dieser rotfruchtigen Säure. So viel Druck, so hohe Intensität und Spannung ausstrahlend! Was für ein superber, einfach sauleckerer Wein! Der Zweitwein von Eglise Clinet und der Zweitwein von Figeac sind neben dem Zweitwein von Beausejour die unbedingten MUSS-KÄUFE aller Zweitweine! *** Es gibt nur 5.000 Flaschen von diesem Wein. Er wächst nicht auf dem Kalksteinplateau wie Beauséjour Duffau, sondern an den Hängen auf Lehmböden über Kalksteinfels. Die Reben sind im Durchschnitt 45 Jahre alt. Die Trauben werden komplett entrappt und im Beton spontan vergoren. Ausgebaut wird zu 50 Prozent im neuen Barrique ausgebaut, zur Hälfte in gebrauchten Fässern.