Louis Barruol will aus seinen Condrieu keine »fat bastards« machen, wie er viele Condrieu gerne nennt, sondern einen geschliffenen, straighten, fast schlanken Ausdruck von Viognier. Man möchte meinen, dass das in einem Jahr wie 2023 schwer möglich wäre, aber Louis hat das mehr als gut hinbekommen. Wenn man es nicht wüsste, könnte man vom Geschmack ausgehend kaum annehmen wie heiß und trocken der Sommer an der Nordrhône war. Wir haben deutlich herbale, balsamische Noten, Salbei, grüner und weißer Tee, Anis und Anemone. Schöner Grünstich von Limette und grüner Aprikose im weißen Pfirsich. Lang und aromatisch, ohne jemals den Eindruck von Schwere zu entwickeln. Das ist großer Condrieu wie ich ihn gerne trinke, schnörkellos gut.