60 Prozent Cabernet Sauvignon, 22 Prozent Merlot, 16 Prozent Cabernet Franc und zwei Prozent Petit Verdot. Der Alkoholgehalt liegt bei 14,5 Volumenprozent, der pH-Wert bei 3,83. Ausgebaut zu 50 Prozent in neuem Holz. Die Anteile an Cabernet sind etwas höher – es war einfach ein perfektes Jahr für diese Sorten im Médoc. Nach dem Clerc Milon probiert ist dieser Wein viel femininer. Viel geröstete schwarze Himbeere, darunter ganz feine helle Lakritze. Schwarze Kirsche dazu und reife Maulbeere. Weniger maskulin als Clerc Milon, charmanter, reicher und voluminöser. Sehr gefällig und trotzdem Pauillac bleibend mit einem leicht bissigen Tannin schon in der Nase. Dennoch haben wir die runde Weichheit satter Tannine in voller Reife. Toller Biss im Mund. Hier beides: Pauillac mit leicht maskulinem Approach, aber noch mehr die Weichheit aus 2022. Große Harmonie! Total runde, satte und intensive Tannine in großer Länge. In Lakritze, Schwarzbrot, Salz und Floralität endend. Viel Veilchen! Schicker d’Armailhac, wenn auch nicht ganz groß. *** Als eines von drei Weingütern im Pauillac, die dem verstorbene Baron Phillippe de Rothschild gehörten, wird d’Armailhac vom gleichen Team geleitet, das auch für Mouton-Rothschild und Clerc Milon zuständig ist. Entsprechend qualitätsbewusst wird hier gearbeitet. Es grenzt an Pontet-Canet im Westen und Süden und an Mouton im Norden und Osten. Mit über 80 Hektar ein Riese. D’Armailhac ist in der Regel das schwächste Gut in der Mouton-Gruppe, vor allen Dingen wegen dem höchsten Merlot-Anteil, dafür ist er häufig der offenste, fruchtigste, hedonistischste und leckerste Wein.