Gemischter Satz aus sieben Rebsorten und verschiedenen, uralten winzigen Plots. Per Hand sorgfältig entrappt, die beste und dramatisch aufwändige Methode. Ein Teil der reifen Rappen und einige sehr reife Ganztrauben werden wieder zugegeben. Spontan vergoren in offenen Tonneaus. Schwarzblau mit Rot-Grau in der Farbe, das kommt von den Rappen. Die erste Nase ist süße, dichte Maulbeere mit Blaubeerschalen, Veilchen und süßem Holz, süßes Moschus, schwarze Erde, Lakritze. Holunder, unsüße, herbe Schwarzkirsche und schwarze, leicht unreife schwarze Johannisbeere, dazu ein Hauch Bourbon-Vanille, hochcharmant trotz der immensen Würzigkeit. Der Mund kommt mit deutlich mehr Grip, Salz und Chili. Krautwürzige rote und schwarze Johannisbeere (die Rappen!) nebst Waldhimbeere, Bitterorangenzesten, Eisen und etwas Blut. Unendlich fein und doch viel krautwürzig scharfer, mineralisch salziger Grip! Die süßliche Holunder-Säure (gibts das?) aus einer etwas heben Bitterorange kommt mit Charme, Frucht und Finesse, eine tänzelnde Schönheit mit total durchtrainierter Athletik und mineralischem, salzigen Unterbau. Der Wein steht in dieser steinig salzigen Mineralik für Minuten. Bei allem Druck und salziger Länge bleibt der Wein unendlich fein, eine verspielte Schönheit mit seidigen Tanninen, dazu ein genialer Essensbegleiter zu Geschmortem oder intensiven Kasserollen bzw. Gemüseaufläufen mit Einlage. Kaninchen oder Zicklein wäre für Nicht-Vegetarier auch ideal! In jedem Fall ein Essensbegleiter der in seiner fruchtig-mineralisch-salzigen Chillyschärfe als unbegleiteter Genuss alle Geschmacksknospeb belegt. Very unique.