Arborina ist die Lage im Herzen von Annunziata, zwischen La Morra und Barolo gelegen. Das ist eigentlich die Hauptlage von Elio Altare, dem besten Freund und Berater Corinos. Nominell ist es die stärkste und beste Lage bei Corino – ebenso bei Altare. In Süd-Ostausrichtung, daher trifft auf diese Lage eher die leichtere Morgensonne als die heiße Mittagssonne, mit sandigeren Kalkböden. Arborina hat eine positive Eigenschaft, die aber manchmal auch etwas langweilig ausfallen kann: Arborina ist vor allem in trockenen Jahren sehr reif. Die Trauben werden in Rotations-Stahltanks vergoren und anschließend weiterhin im Stahltank bis zur Malo ausgebaut. Während der Malo wird die knackige Äpfelsäure im Wein in die mildere Milchsäure umgewandelt. Anschließend wurde der Wein zwei Jahre lang im Barrique ausgebaut, davon waren 30-35 Prozent neu. Leuchtendes Rubinrot in einer etwas leichteren Konzentration als der Giachini. Das kommt von der sandigen Lage und der nicht ganz so warmen Lage. Reife, wilde Waldbeeren, auch duftende Walderdbeere mit schwebender Vanille. Dieses Jahr hat der Wein schon beim Riechen ultra viel Druck drauf. Betörende rote Kirsche mit zarter Kräuterwürze, ein Hauch Teer und tänzelnde Aromen von getrocknetem Potpourri. Hier ist die Nase beinahe unverschämt opulent und blumig. Im Mund liefert der Wein dann spannungsgeladener Frische und Präzision, die den Gaumen wachküsst und erfrischt. Sauerkirsche mit süßer Erdbeere, aber auch dezent saurer Granatapfel. Die feinen kalkigen Tannine gleiten saftig über die Zunge und hinterlassen verführerische Vanille-Aromen. Eigentlich ist der Arborina dieses Jahr ein Burgunder, der charmant und elegant um den Finger zu wickeln weiß.