Die Cuvée besteht aus 70% Grenache, 15% Syrah und 15% Mourvèdre. Nach der Verkostung des regulären, einfach Côtes du Rhône des Erzeugers, probiert. Clos Caillou arbeitet komplett biodynamisch. Circa 20 Prozent Rappenanteil in der Gärung. Vergärung im Betontank, Ausbau im alten Fuderfass, ganz klassisch. Nur in einige ungeschwefelte Weine, wie der Bouquet des Garrigues und auch in die Châteauneufs, gehen die Rappen mit rein. Bekanntermaßen ist dieser Côtes du Rhône Village ursprünglich ein Châteauneuf du Pape gewesen. Ein geiziger Vorfahre hat aus steuerlichen Gründen für die Abwertung gesorgt. Das ist leider nicht mehr reversibel. Aber im Grunde ist dies ein Châteauneuf du Pape. Auch die anderen CdR Quartz und Reserve von Caillou liegen alle auf Gemeindegrund von Châteauneuf. Der 2021er ist wunderbar frisch, leichtfüßig, saftig schon im Duft, sehr elegant, nicht so sehr Blockbuster wie 2019, viel zugänglicher. Die Lagen von Clos du Caillou sind alle eines Châteauneufs würdig. Dieser Bouquet des Garrigues ist in der Nase unglaublich fein, reiche, tiefe, rote Pflaume, Schlehe, viel Himbeere, die eine Signatur von 2021 ist. Auch Pfirsich, Grapefruit und Papaya darunter, viel Kirsche, schöne würze, aromatische Dichte und Intensität. Voluminös, aber auch hier weniger tanninreich und drückend als 2019 und 2020. Feiner, geschliffener. Dennoch druckvoller Antritt im Mund, wow, hat dieser Wein für einen Côtes du Rhône einen Druck, spicy bis zum Abwinken. Der Mourvèdre Anteil steigt von Jahr zu Jahr in allen Weinen von Caillou. Die Rebsorte scheint am besten adaptiert zu sein an die Klimaveränderung, alle Topweingüter pflanzen jetzt Mourvèdre und verändern ihre Cepage. Ich bin seit Jahren ein Fan dieses Weines und werde ihm immer folgen. Ich weiß gar nicht ob es viele Côtes du Rhône gibt, die auf dieses Level kommen, weil er eigentlich eine ganze Stufe darüber ist. Phänomenaler Stoff.