Zillikens haben den Löwenanteil ihres Betriebes im Rausch mit rund 11 Hektar, deshalb können sie dort viel spielen. Das GG stammt aus den ältesten und besten Parzellen mit 60 bis 130 Jahre alten, wurzelechten Reben in Einzelpfahl, die Reben gehören zu den ältesten an Mosel-Saar-Ruwer. In 2020 gab es kein Rausch GG, in 2021 dann erneut und in 2022 gibt es endlich auch wieder ein bisschen mehr Menge. Es gab 8 Fuder in diesem Jahr, die den strengen sensorischen Voraussetzungen der Familie Zilliken im Keller genügt haben und als GG den Markt erreichen werden. Die Fässer sind 6 bis 7 Jahre alt, also nicht uralt, sodass sie noch etwas Holzstruktur abbekommen, aber auch keinen Holzgeschmack mehr ausgeben. Typisch Rausch ist der Jungwein kühl, steinig-rauchig und noch etwas verschlossen. Rausch ist ein feiner Gesteinshammer, leise und in sich gekehrt in der Jugend, braucht er immer einige Jahre, um seine feine Frucht zu entblättern. Die etwas jüngeren Fässer bringen etwas mehr Struktur in die ansonsten recht feinen 2022er GGs, das war bewusst so gewählt. Nasser Stein und Geröllhalde in der Nase, grüne Aprikose und etwas Zitronenabrieb. Wieder viel kühler Rauch. Verspielt und feinsaftig im Mund, kühl und wunderbar steinig-herb, mit dieser leicht abweisendenden Art, die solch karge Steinweine von der Mosel haben können. Das ist die logische Fortsetzung des superfeinen 2021ers, mit einer ähnlichen Vibration und kühlen Kernigkeit. 96-97+/100,