Eine ungemeine Komplexität durch 85% Mencia-Traube cuvétiert mit diversen autochthonen Rebsorten. Prägnant bleibt aber die Frische der Mencia. Fermentation in einer Kombi aus 500 Liter-Fässern und Fudern. Ausbau über 13 Monate in gebrauchten Barriques und weitere 10 im großen Holz, danach folgt eine 15-monatige Reifung auf der Flasche. Ein dichter, konzentrierter Rotwein, bei dem schon im Bouquet klar wird, was sich im Glas dann bestätigt. Der Wein ist grandios fruchtig und zugleich komplex. Kräuter, frische und getrocknete, Schlehe, Himbeere, Cranberry, duftige rote Johannisbeere, Cassis, etwas Sauerkirsche und Süßholz. Verführerisch und intensiv, dabei total verspielt. Im Mund ein noch multipleres Frucht-Kompott, eine leichte, aber intensive rote Fruchtigkeit in allen Schattierungen, einfach nur lecker und betörend. Mittelkräftige Tannine, gutes Volumen aber ohne jede Härte, samtig und seidig am Gaumen, dabei feine, unanstrengende Frucht-Säure und ein mineralischer Ausklang. Es beeindruckt die multiple Frucht und das tänzelnde Säure-Frucht-Spiel. Was für ein schicker Wein.