Der Wein wurde schon 1870 gepflanzt, aber es ist dennoch keine Originalrebe, sondern eine gepfropfte Unterlagsrebe. Es ist der erste Weinberg an der südlichen Rhône, der so veredelt wurde. Der älteste Weinberg der Domäne, direkt vor dem Haus, 1,5 ha. Hier ist Kalkstein als Untergrund. Exposition ist Südwest. Muschelkalk aus 10 Millionen Jahre alten Kalksteinformationen, auf denen diese uralten Reben stehen. Der Wein besteht zu 100 % aus Grenache, die über 100 Jahre alt sind. Der Le Claux (oder auch Clos = ummauerter Weinberg) liegt 270 Meter hoch. Diese Hochlage, zusammen mit dem kühlen Mikroklima der Lagen von Saint Cosme, gibt eine ganz andere Expressivität der Grenache als bspw. in Châteauneuf-du-Pape. Deshalb sind wir hier in einer Fruchtstilistik, die weitaus mehr an Burgund, und auch ein wenig an die Loire und uralte Cabernet Franc erinnert. Als Ganztraube inklusive Rappen spontan im Zement vergoren. Ausbau in neuen und gebrauchten Barriques. Le Claux hat, wie so häufig, die eleganteste Nase der drei Einzellagenweine aus Gigondas. Die Frucht ist hypnotisierend, dunkel, hat auch ein bisschen etwas von einem großen Cote-Rotie in dieser floralen Finesse. Wenn man diesen Wein im Mund hat, wird die Differenz zwischen Gigondas und Châteauneuf schnell klar. Es sind eben nicht die kleineren Weine aus, sondern es sind Berg-Weine im Gegensatz zu den Tal-Weinen aus Châteauneuf. Unglaublich schwebend im Fruchtausdruck, auch viel blaue Frucht, was etwas ungewohnt ist für Grenache und immer wieder so viel Veilchen und Menthol, Blaubeere, Brombeerstrauch, Garrigues, tänzelnd und sooo saftig, dass man reinspringen möchte. Was für eine berauschende Balance, alles spielt und tanzt, greift perfekt ineinander, makellos samtige Tanninqualität. Das reichliche Tannin ist total poliert und geschliffen, sehr fein. Immer einer der größten Gigondas überhaupt von einem der ikonischsten Weinberge der Domaine und der gesamten Appellation