Das Lesegut war perfekt reif dieses Jahr, aber von der Reife auch nicht wirklich hoch, der Alkohol ist moderat. Die Trauben stramm und knackig geerntet wie immer. Der Vulkangestein kommt immer rund 50/50 aus dem Stromberg und Felsenberg. Die Reben sind 25 bis 35 Jahre alt, eigentlich ein perfektes Rebalter, aber in letzter Konsequenz noch nicht alt genug für die GGs. Aber die Reben transportieren jetzt schon diesen dunklen Feuerstein, diese kühle Dramatik, die Fröhlichs Weine auszeichnet. Vulkangestein heißt dieser Wein natürlich, weil er von diesen extrem harten Vulkangesteinsmassen des Strombergs stammt. Feuersteinähnliche Gesteinsstrukturen und genau so riecht der Wein. Reduktion, Stein, dunkle Würze, dunkle Beeren. Ein bisschen grüne Birne und Apfelblüte, Grapefruit, aber Flintigkeit und der Rauch dominieren. Diese Reben sind für das Große Gewächs aus dem Stromberg noch etwas zu jung, deswegen kommen sie in den Vulkangestein, aber im Grunde sind das GG Parzellen. Das schmeckt man natürlich. Die mineralische Tiefe ist schon beachtlich für diese Kategorie. Kühl und dunkel, schlank und puristisch, das geht schon tief in den Feuerstein und Vulkanstein hinein in der Aromatik. Die feinziselierte Salzigkeit entlädt sich auf der Zunge. Dieser Gletscherwassercharakter von Tim Fröhlich ist schon da, aber es hat auch einen feinen Schmelz und eine Zugänglichkeit. Das ganz Klare, Kristalline, die innere Kraft ohne Fett, das ist die große Kunst von Tim Fröhlich. Das schmeckt absolut grandios. 94-95/100