Auf 350 Metern gewachsen und nach einem knappen Jahr im Fass im August 2024 abgefüllt. Mittleres, zart wolkiges Altgold mit dicken Tränen am Glasrand. Die Nase ist ein Sammelsurium aus reifem, angeschlagenem rotem Apfel, duftendem süßem Brioche-Teig und würzig-zarten Kräuteraromen als würziger Gegenspieler. Zitronenmelisse, Lindenblüte, eingelegte Orangenschalen, ein Hauch Ingwer, weißer Honig und eine sehr attraktive, zart rauchige, reduktive Mineralik, die an Granit oder roten Schiefer erinnert. Pranzegg ist erwachsen geworden! Dieser Stoff ist spannend, vielschichtig, aber nicht »off the charts« funky. Er wird deshalb den Nerv vieler verschiedener geschmacklicher Vorlieben auf den Punkt treffen – von Liebhabern des Schalenkontakts eines Orange Wine bis hin zu jenen, die die mineralische Reduktion eines Burgunders feiern. Auch kräuter- und zitruslastige italienische Weißwein-Ikonen wie Emidio Pepe haben etwas mit diesem Stoff gemeinsam. Das ist schon hochspannend! Im Mund trifft eine intensive, animierende Zitrusfrucht in Form von Orange und Kumquat saftig und mit harmonischer, ätherischer Bitterkeit auf die Zunge. Bitter Lemon und getrocknete Minze werden von einer mittleren, harmonischen Säure in den cremigen, zart rauchigen Nachhall getragen. Einziger Nachteil an diesem kleinen Weinwunder? Es gibt nur eine verrückte Minimenge von insgesamt 305 Flaschen. Zu schade. First come, first served!,