Aus Hochlagen der Rioja Alta beim Ort Najerilla. Lehmböden mit Eisen, Kalkeinsprengseln und etwas Steinen. Sehr alte Reben bis zu 100 Jahre alt. Gemischter Satz aus Grenache und Mouvedre mit weiteren Anteilen aus Alicante Bouchet, Tempranillo und weißen Sorten. Nur zum Teil entrappt. Spontan vergoren im Holz und Ausbau inclusive Malo im gebrauchten Demimuid 600 Liter Holzfassa. Die Farbe ist tiefe rotbraun-schwarze Zwetschge mit bläulichen Reflexen. Erdig-würzige Nase nach Lehm und Creme Brulee, Blaubeerschalen, Holunder, Mayoran und feinem Eichenholz. Ultrafeiner Mundeintritt mit total poliertem Tannin aber mit einer spürbaren Chilli-Schärefe und Salz und tiefem Pflaumen-Unterton. Ein Hauch Cranberry und würzige Schlehe mit eingekochter Himbeere und tiefwürziger Walderdbeere. Ein frischer Wein wie gerade im Wald gepflückt, auch etwas Pinienharz anbei. Trotz ultrfeinem Tannin eine lange würzige Spur voll roter Waldfrucht und erdiger Intensität auf Zunge und Gaumen hinterlassend. Wo ordne ich das denn ein? Mouvedre und Alicante Bouchet bringen den Extrakick zum Chateauneuf du Pape Feeling. Unique! Und auch mystisch verwoben wie das sehr traumbeladene Label von Oxer zeigt, König Artus nach der Befreiung des Excalibus-Schwertes? Abgehoben aus dem Wald? Schräg-gut das Genze! Es gibt nur 900 Flaschen weltweit. 97-100/100