Ein ganz leichter Hang unterhalb der Route des Grands Crus. 50 Jahre alte Reben, 0.5 Hektar. Rund 35 Prozent Neuholz. Der Weinberg liegt unterhalb der 1er Crus im Norden der Gemeinde. Es ist tatsächlich Fixin und nicht Brochon, was früher Cote de Nuits Villages war, Saftige rote Frucht, Himbeere, Brombeere, roter Pfirsich, Orangenschale, Grapefruit. Der Mund ist sehr spannungsgeladen, energetisch. Dichte, sehr reife Tannine, die schon eher an Gevrey erinnern in ihrer Eleganz. Wir sind schon im Norden angekommen jetzt, er hat schon etwas mehr Konzentration als der Cote-de-Nuits-Villages und diese etwas straffere Tanninstruktur von hier oben. Fixin ist für Fortgeschrittene, ein Gevrey-Charakter für kleineres Geld. Dennoch ein sehr charmanter, feiner Wein.
Der Jahrgang 2023 präsentiert sich als eine perfekte Symbiose aus Klassik und Moderne. Nach den extremen Hitzejahren der Vergangenheit wirken die 2023er wie ein »tiefes Ausatmen«. Sie sind geprägt von seidiger Textur, cremiger Zugänglichkeit und einer hellen, strahlenden Frucht. Besonders beeindruckend ist die Kombination aus Transparenz für das jeweilige Terroir und einer verführerischen Extraktsüße. 2023 war für die Winzer im Burgund ein Befreiungsschlag in Sachen Quantität. Trotz der großzügigen Erträge fehlt es den Weinen nicht an Konzentration, da hohe Extraktwerte einer Verwässerung entgegenwirkten. Das Wetter war über den Sommer moderat mit ausreichend Niederschlag, bis eine extreme Hitzewelle kurz vor der Lese im September für den finalen Schub an Reife und Dichte sorgte. Während die Weißweine an die Reichhaltigkeit von 2018 erinnern, bewahren sie durch eine feine Säurefrische ihre klassische Brillanz. Es ist ein Jahrgang des puren Genusses, der bereits in seiner Jugend viel Freude bereiten wird und bei den Rotweinen an die reiche Eleganz von 2019 erinnert.