Die beste Lage in Brauneberg und eine der besten Lagen an der Mosel überhaupt. Der leichteste Schieferboden und zugleich eine warme Exposition. Normalerweise ist die Juffer-Sonnenuhr immer etwas feiner statt kraftvoller. Ausbau zu 100 Prozent im traditionellen Holzfass. Es gab keine Maischestandzeit, alles in Direktpressung. Das hat Oliver in diesem Jahr etwas verstärkter eingesetzt, um die Säuren etwas abzurunden. Es ist schon erstaunlich, dass die Qualität der Lage sich im Grunde bei Fritz Haag nicht durch Lautstärke und krachende Kraft auszeichnet, sondern durch mehr Finesse. Man spürt den Umschwung auf die Sonnenuhr vom Juffer GG kommend ganz klar. Es wird noch feiner, subtiler, aber zugleich tiefer und saftiger. Es wird gelber und satter in der Frucht, ganz feine Mirabelle, ein Touch von Veilchen, Vulkanstein, frische Erde. Die Brauneberger Lagen haben es schon gut getroffen in 2024, weil wir da eben diese warme, gelbe Frucht haben, die sich mit schönem Schmelz auf der Zunge ausbreitet. Die Juffer-Sonnenuhr hat immer mehr Stoffigkeit als die schlankere Juffer, aber ich bin doch erstaunt wie transparent und klar die Terroirunterschiede in 2024 ausgeprägt sind. Zudem ist es eine nahtlose Verbindung aus diesen kühlen, rassigen Feuersteinnoten, die 2024 unverblümt und pur auf die Zunge kommen und dieser extraktreichen, satten Dichte. Ich bin erstaunt wie Oliver Haag den ungewöhnlichen Spagat schafft und aus schlankem Alkohol so viel Mineralpower und Schmelz herauskitzelt. Das ist berauschend gut.