2023 startete nicht allzu kalt im Winter, dafür aber mit ausreichend Regenmengen ins Frühjahr gestartet. Ab Mai und Juni war es relativ trocken, es gab kaum Niederschlag. Der kam dann erst im Juli und August, aber da war man an der Saar noch weit genug von der Reife entfernt, somit war es weniger ein Problem als etwa an der Mittelmosel. Insgesamt war es das sonnenscheinreichste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen, dennoch waren die Mostgewichte erstaunlich moderat. Es musste aufgrund der warm-feuchten Witterung dann auch stark selektiert werden, dadurch ist der Ertrag etwas unterdurchschnittlich. Die Fässer sind 6 bis 7 Jahre alt, also nicht uralt, sodass sie noch etwas Holzstruktur abbekommen, aber auch keinen Holzgeschmack mehr ausgeben. Typisch Rausch ist der Jungwein kühl, steinig-rauchig und noch etwas verschlossen. Aber in diesem Aromenwunder-Jahr 2023 ist er nicht so zu wie in den Vorjahren, er ist schon als Fassprobe köstlich duftig unter seiner kühlen, mineralischen Spannung. Elegante, saartypische Nase mit weißen und gelben Blüten, nassem Stein. Vibration und Spannung, bürstet die Papillen einmal gegen den Strich, um dann wieder in dieser zilliken-typischen, leicht cremig-entspannten Frucht auszuklingen. 96-98/100