Die Parzelle von 1,3 Hektar im Clos de Vougeot von d’Eugenie liegt auf dem oberen Teil des Hügels, links vom Château. Der Boden im oberen Teil der Parzelle ist Tonkalk, und der untere Teil ist geprägt von Tonschluff. Ersteres bringt mehr Tannin und Länge, und der lehmigere Part sorgt für eine rundere Frucht. Auch der Clos de Vougeot bekommt dieselbe Behandlung wie alle Grands Crus bei Eugenie. Das heißt vier bis fünf Tage Kaltmazeration, dann sogar zu 70% unentrappt im offenen Holzgärständer spontanvergoren und zu 80 Prozent im neuen Barrique ausgebaut. Clos de Vougeot ist ein hochumstrittener Grand Cru. Die besten Winzer machen hier Weine, die zur absoluten Spitze des Burgunds zählen. Je nach Lage der Parzelle und der Fähigkeit des Winzers kann es aber auch nur Mittelfeld ergeben. Bei Eugenie bekommt man den Clos Vougeot stets zuletzt zum Probieren, denn er ist in der Regel der am festesten verwobene, engmaschigste und reduktivste Wein in der Range. Er hat eine geradezu mysteriöse Spannkraft, die ihn zusammenhält wie ein Expander. Es ist kein fetter, opulenter Clos de Vougeot, die es ja durchaus auch gibt – nein, ganz im Gegenteil. Doch aromatisch ist er, eine ganz wunderbare, verführerische Frucht hat er sogar. Satte blaue Frucht, wilde Waldbeeren, frischer Tabak, frisch geteerte Straße. Die hohe Spannung und geniale Frische sprungen schon im Bouquet aus dem Glas. Darunter eine glockenklare, sehr transparente Schattenmorelle mit nur ganz feinen dunklen Einflüssen. Alles ist fein verwoben und engmaschig, aber hat eine wunderbare Extraktsüße im Kern. Wie ein Sprinter im Startblock, der nur darauf wartet loszuschießen. Im Mund schießt er dann auch los, denn hier kommt überraschenderweise etwas mehr Charme als erwartet. Wahnsinn. Wo kommt diese Finesse denn her? Die Tannine sind butterzart, das ist äußerst ungewöhnlich für diese Lage. Dennoch sitzt hier eine gewaltige Struktur im Untergrund. Ich bin sicher, dass eine Dekade der Reife hier den Funken nochmal ordentlich zünden lassen wird.