Moric: Hausmarke rot SOLERA

Moric: Hausmarke rot SOLERA

Zum Winzer

Blaufränkisch, Pinot Noir, Zweigelt
rot, trocken
13,0% Vol.
seidig & aromatisch
strukturiert
saftig
Lobenberg: 92–93/100
Suckling: 93/100
Falstaff: 93/100
Österreich, Burgenland
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Hausmarke rot SOLERA

92–93
/100

Lobenberg: Die rote Hausmarke bei Moric ist mittlerweile eine jahrgangslose Solera. Basis ist aktuell der Jahrgang 2021, aber enthalten sind kleine Teile aus dem Jahrgang 2022 und zurück bis 2012. Die Nase hält, was die Rebsortenzusammensetzung verspricht. Wie auch beim weißen Hausmarke lassen sich die drei Rebsorten genügend Raum. Die Kraft des Blaufränkisch kommt durch, die Frische des Zweigelts und die Feinheit des Pinots. Roland Velich ist ein perfekter Regisseur, der seinen Reben den nötigen Freiraum lässt, damit sie ihre beste Performance abliefern können. Die Nase ist traumhaft mit roten Beeren durchsetzt, dazu kommen feine Schokolade und minimalst geröstete Mandelkerne. Im zweiten Ansatz dann deutlich rote Kirsche, fast mit einer leichten Likörnote dahinter. Aber selbstredend nichts Kitschiges, alles elegant und feingeistig. Kitsch ist das Gegenteil von Moric. Im Mund ausgesprochen saftig und mit hohem Trinkfluss. Hier dominiert die Kirsche. An deren Seite finden sich rote Johannisbeere und vielleicht noch ein Hauch säuerliche Himbeere. Die Säure hat einen guten Zug und alles bleibt dauerhaft saftig. Nichts Schweres oder Kantiges und doch mit einer tollen, hohen Spannung. Es vibriert auf der Zunge und der Saft läuft die Kehle hinunter. Man möchte unweigerlich mehr. Wenn Sie das nächste Mal in einem Restaurant das Wort Hausmarke lesen, sollten Sie sich zumindest die Mühe machen, herauszufinden, ob der Wein nicht aus dem Hause von Roland Velich kommt. Mit seinen beiden Basisweinen ist das fast als Kampfansage zu verstehen. Wenn vermeintlich einfach »Hausmarken« immer so schmecken würden, wäre die Weinwelt ein besserer Ort. 92-93/100

93
/100

Suckling über: Hausmarke rot SOLERA

-- Suckling: Absurdly concentrated for an entry-level wine. Deep blueberry and black-cherry fruit fills out the compact and structured medium-bodied palate. Generous fine tannins and notes of licorice and baking-spice aromas. Long, powdery and fresh finish. This is a unique solera-type blend of several vintages from 2022 to 2012. Blaufrankisch plus pinot noir, merlot and zweigelt. Drink or hold.

93
/100

Falstaff über: Hausmarke rot SOLERA

-- Falstaff: Kräftiges Rubingranat, violette Reflexe, dezente Randaufhellung. Zarte Kräuterwürze, reife Zwetschken, Nuancen von Cassis, etwas Nougat, kandierte Orangenzesten. Straff, rote Beerenfrucht, feine Tannine, frisch strukturiert, mineralisch, zitronig, bleibt haften, ein animierender Speisenbegleiter. 93/100

Mein Winzer

Moric

Je mehr sich Moric Weine von der internationalen Massenkompatibilität entfernen, desto mehr sind sie geprägt von regionalen Eigenschaften des Burgenlands.

Hausmarke rot SOLERA