Markus Molitor: Pinot Blanc Haus Klosterberg 2024

Markus Molitor: Pinot Blanc Haus Klosterberg 2024

Pinot Blanc 100%
weiß, trocken
12,0% Vol.
Trinkreife: 2026–2034
fruchtbetont
Lobenberg: 92/100
Parker: 89/100
Deutschland, Mosel Saar Ruwer
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Pinot Blanc Haus Klosterberg 2024

92
/100

Wer hätte vor 10 bis 15 Jahren gedacht, dass die Mosel zum Eldorado der Burgundersorten werden könnte? Auch bei den Einstiegsweinen mit so einer verblüffenden Frische und Aromatik, sowie gleichzeitig eine Hohe Reife. Man sagt zwar, dass die Burgundersorten besonders kalkaffin sind, aber der Schiefer gibt ihnen einen richtig spannenden Kick, eine gewisse Salzigkeit. Der Oszillograph zwischen Reife und Frische ist hier wirklich famos an der Mosel mittlerweile und so ist das auch bei diesem Einstiegs-Pinot-Blanc von Molitor. Der Wein wird aus eigenen Rebbeständen geerntet und ist eine Gutsabfüllung. Der Pinot Blanc wird zu rund 20 Prozent im Holz ausgebaut, was der charmanten Cremigkeit absolut zuträglich ist. In 2024 hat es generell an der Mosel und vor allem auch am Haus Klosterberg leider deutliche Frostschäden gegeben, sodass die Ernte bei den Pinot Blancs sehr klein ausgefallen ist. Der kühlere und nasse Witterungsverlauf hat das natürlich noch weiter dezimiert, da musste schon ordentlich selektiert werden, selbst im Einstiegsbereich. Zugleich zeigt so ein kühleres Jahr die Eigenständigkeit der Mosel mit dieser Rebsorte, denn es ist eben keine fette Wuchtbrumme in Gelbfrucht und Opulenz, sondern ein sehr geschliffener, saftig-kühler Weißburgunder mit Cool Climate-Charakter. Schon der Duft ist bezaubernd, changiert zwischen weißem Pfirsich, Quittenschale und gelbem Apfel, mit etwas Brioche und gelben Blüten als Überbau. Im Mund wird es dann mehr zur Mirabelle, aber schön knackig unter der cremigen Textur. Sehr lang anhaltend, steht richtig satt im Mund. Molitors extrem guter Holzeinsatz und das lange Hefelager tragen den Wein. Das passt schon wie die Faust aufs Auge, weil es in der Nase nahezu nicht spürbar ist, aber im Mund nochmal eine ganz neue Dimension und Länge eröffnet. Für einen Einstiegswein ist das große Klasse, wow!

Jahrgangsbericht

Der athletische Jahrgang 2024 begeistert in Deutschland als absolut authentisches Finessewunder. Die Weine bestechen durch kühle, nordisch-straffe Säure, die von reichlich Extrakt ummantelt wird. Das sorgt für einen animierenden, geschmeidigen Trinkfluss voller nuancierter Tiefe bei herrlich moderatem Alkohol.

89
/100

Parker über: Pinot Blanc Haus Klosterberg

Molitor's 2024 Pinot Blanc Haus Klosterberg is precise, clear and fresh on the nose that shows ripe white apple and pear aromas intertwined with lemony, leafy and slaty notes that give a cool-climate character. The wine is round and charming on the palate, with a mouth-filling texture due to sur lie aging but remains fine, elegant, fruity and stimulatingly fresh. 12% stated alcohol. Screw cap. Tasted at the domaine from AP 25 in January 2026.

Mein Winzer

Markus Molitor

Als der blutjunge Markus Molitor 1984 mit 20 Jahren das Weingut an der Mosel vom Vater übernahm, fing er praktisch bei Null an; ohne jede eigene Anbaufläche. Also harte Maloche auf gepachtetem Rebland.

Pinot Blanc Haus Klosterberg 2024