Ein Mischsatz aus pinker und weißer Clairette in 1940 gepflanzt. Also uralte Reben, was gerade bei den Weißweinen sehr selten ist in Châteauneuf, da gehen viele auf jüngere Pflanzungen mit höheren Erträgen. Ausbau in Demi-muids, also 600-Liter-Fässern. Ungeheuerlich konzentrierte, hochverdichtete, aber schwebend feines Nasenbild mit Steinobst satt, Pfirsich und Litschi, Marille und Mango, dazu weißer Pfeffer und kandierter Ingwer. Wenn man die Nase hier ins Glas hält, spürt man sofort den speziellen Ansatz von Ferrando. Der Wein ist so voller Spannung, so kristallin und mit einer hochfeinen Reduktion, wie man sie eher aus dem Burgund kennt. Kein Wunder, denn Isabel Ferrandos Tochter Guillemette hat unter anderem bei Roulot in Meursault gearbeitet und einige seiner Techniken nach Châteauneuf mitgebracht. Immenser mineralischer Mund mit tollem Feinschliff und tollem Geradeauslauf. Wir haben eine berauschende Ansammlung frisch-fruchtiger Argumen von Quitte bis Grapefruit. Die Länge ist fast unglaublich, die Lippen werden salzig belegt, der Kalkstein liegt auf der Zunge. Es wird auch etwas blumig, dennoch tanninbeladen und intensiv, für ein sehr langes Leben gebaut. Vor allem aus der Magnum, denn der Wein wird in nichts anderes gefüllt. Gehört mit den Top-Weißen von Beaucastel und Clos des Papes, Pegau und Vaudieu zu den großen Weißweinen der Appellation.