Aux Brûlées ist eine Lage ziemlich weit oben am Hang. oberhalb der berühmten Grands Crus von Vosne, erstreckt sie sich relativ zerklüftet bis an den Waldrand. Aux Brûlées hat dadurch viele Expositionen, von Nord-Ost bis nach Süden. Grivots Parzelle hier ist eine reine Südlage. Etienne Grivot fand seine Rebzeilen hier lange Zeit zu exponiert und warm, deshalb hat er weinbauliche Maßnahmen ergriffen, die dagegen arbeiten als der Klimawandel immer intensiver wurde. In den letzten Jahren ist er ausgesprochen zufrieden damit, wie sich die Weinbergsarbeit im fertigen Wein auszahlt. Wir haben in Aux Brûlées aber immer dieses Spannungsfeld aus Hochlage und relativ warmer Exposition mit hoher Sonneneinstrahlung. Man muss hier eher spät ernten laut Etienne Grivot, sonst gerät Brulees zwar sehr straight und mineralisch, aber es fehlt die Tiefe, die er sucht. Noch nie wurde Aux Brulees so schnell gelesen wie in 2021 allerdings, normal zieht es sich immer. Sehr intensive nase, ganz zarte holzunterlegung, Sehr viel Cassis, Unterholz, schwarzer und weißer Pfeffer, ziemlich spicy. Aux brulees ist wie immer einer der verschlosseneren, etwas kargeren Weine. Er läuft mehr auf Feuerstein und Graphit, ist keine Fruchtbombe wie Aux Boudots. Die Säure ist supersalzig unterlegt. Ein sehr, sehr feiner Brûlées, er hat zwar klar mehr Struktur als die meisten anderen Cuvées, Es gibt hier dennoch keine Wucht oder Hitze, aber in 2021 hat selbst brulees eine wunderbare gourmandise, eine charmante fruchtsüße im Kern. Immer einer meiner Liebsten, aber dieses Jahr besonders. diese Präzision und mundwässernde Frische machen den wein trotz südexposition zu einem echten hochlagen-burgunder. Das ist es wohl, was Etienne mit seinen Vorschritten meinte. Ein perfektes Spannungsfeld aus Reichhaltigkeit, Delikatesse und mineralgetriebenem Zug. 94-96/100