Chateau La Confession Grand Cru Classe 2025
- Merlot 63%, Cabernet Franc 33%, Malbec 4%
- rot, trocken
- 14,0% Vol.
- Trinkreife: 2032–2060
- Verpackt in: 12er OHK
- seidig & aromatisch
- strukturiert
- voluminös & kräftig
- Lobenberg: 97–98/100
- Alexandre Ma: 94–95/100
- Jeff Leve: 93–95/100
- Colin Hay: 92–94/100
- Gerstl: 19+/20
- Frankreich, Bordeaux, Saint Emilion
- Allergene: Sulfite,
Abfüller / Importeur:
La Confession Janoueix, , 33330 Saint-Emilion, FRANKREICHZutaten:
Trauben Konservierungsstoffe / Antioxidantien: Sulfite (E220–E224)100ml enthalten durchschnittlich Brennwert 81 kcal / 337 kJ Kohlenhydrate 1,1 g Zucker 0,1 g Enthält geringfügige Mengen von Fett, Fettsäuren, Eiweiß, Salz
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Heiner Lobenberg über:
Chateau La Confession Grand Cru Classe 2025
/100
63 Prozent Merlot, 33 Prozent Cabernet Franc und vier Prozent Malbec. Der Ertrag lag 2025 bei 29 Hektolitern pro Hektar. Die Merlot wurde vom 10. bis 12. September gelesen, die Cabernet Franc am 19. September. Die Nase des direkten Nachbarn von Château Fonroque ist diesem logischerweise nicht unähnlich. Ein ähnliches Terroir mit Molasse du Fronsadais, Kalk und Lehm. Es wird insgesamt nur 20.000 Flaschen vom 2025er geben. La Confession hat 2025 eine dichte Schwarzkirschnase mit Brombeere und Cassis. Hier ist es so, wie wir uns eigentlich Saint-Émilion vorstellen – allerdings mit weniger Holz. Satt in der schwarzen Frucht, mit hoher Intensität und viel schwarzer Lakritze. Aber nichts ist rau, alles ist fein verwoben, schwingend und schwebend, so wie der Jahrgang eben ist! Ein dichter Samtteppich mit Veilchen und schwarzer Frucht. Hohe Intensität! Der Mund ist dann deutlich feiner. Schwarzkirsche ganz vorne. Fein verwoben mit Veilchen und samtig-seidigen Tanninen. Sehr spielerisch! Die ganze Wucht der Nase mündet in einen sehr energetisch-dichten, vibrierenden Wein. Der aber nicht ansatzweise die Wucht und das Fett zeigt, wie die Nase vermuten ließ. Es ist vielmehr eine ganz große Feinheit und schwebende Erhabenheit in schwarzer Frucht. Sehr lecker, sehr fein und lang mit einem pikanten, salzigen Schwänzchen am Ende. Wieder mit viel Pikanz und einem genialen Säure-Süße-Spiel, da ziehen sich die Augen zusammen! Ein toller, archetypischer Saint-Émilion, durchaus vergleichbar in der Stilistik mit dem Nachbarn Fonroque oder Clos Saint-Julien. Das ist echt ein wunderbarer Wein! *** La Confession ist ein weiteres Weingut von Jean-Philippe Janoueix, dem auch La Croix, Monbadon und Saint-Georges gehören. Nur 4,8 Hektar mit 6.666 Stöcken pro Hektar in Dichtpflanzung. Hier stehen 68 Prozent Merlot, 29 Prozent Cabernet Franc und drei Prozent Malbec. Der Ertrag liegt im Durchschnitt bei 46 Hektolitern pro Hektar. Die Trauben werden während der Lese und dann auf dem Rütteltisch im Weingut sortiert. Fermentiert wird in Holzbottichen, sehr softes Pump Over alle acht Stunden. Die Fermentation läuft für 30 Tage bei maximal 24 bis 26 Grad Celsius. Der Ausbau dann zu 50 Prozent in einjährigem Holz, zu 30 Prozent in neuen Barriques und zu 20 Prozent in Amphoren. Der beratende Önologe ist Thomas Duclos – das Genie des rechten Ufers.
Jahrgangsbericht
Was für ein Jahrgang! Perfektes Wetter und Klima von Beginn an, reichlich Wasser im Winter und Frühjahr, gute Blüte, sich langsam steigernder Sommer inklusive, wie so oft, etwas zu viel Trockenheit und Hitze, zum Glück dann gerade noch rechtzeitig reanimierende Schauer Ende August und Anfang September. Etwas extrem nur, am linken Ufer nicht so brutal wie 2022, und doch intensiver und perfekter und etwas massiver und druckvoller als 2023 und 2024, sehr 2016er Stil! Viel besser geht es nicht. /// Auf dem rechten Ufer eher eine Wiederholung von 2022. Nach den bis dahin größten, massiven Jahrgängen 2005, 2009 und 2010, den elegant archetypischen, perfekte balancierten konzentrierten 2016 und feinerem 2020, dem spannend aufregenden Unikats-Jahrgang 2019, dem »best ever« 2022, dem umarmenden Supercharmeur 2023 und dem schlanken, reifen und zarten 2024, kommt 2025 wie bestellt und auf Samtpfoten mit einem eigenen Charakter daher. Die konzentrierte Eleganz und große Harmonie und Frische aus 2016 kommt auf dem linken Ufer dazu, ergänzt um die, sich nach der Gärung schon zeigende, erstaunlich frühe Zugänglichkeit und seidige Eleganz mit fruchtig, charmant saftigem Trinkfluss. /// Er scheint auf dem rechten Ufer den ewig lagerfähigen Tannin-Blockbuster (bei sehr moderater Säure) des Hyper-Jahrgangs 2022 (die Reinkarnation von 1982 und 1961 und 1945) zu kopieren, auf dem linken Ufer den 2016er, aber doch auch mit dem viel saftigeren und charmant umarmenden 2023er vereint. 2025 scheint dazu die Spannung und Frische bei sehr moderatem Alkohol (13 Grad) aus 2019 zu ergänzen, und dieser erstaunlich geringe Alkohol ist schon ein Merkmal der Perfektion. Die konzentrierte Eleganz und große Harmonie und Frische aus 2016 kommt auf dem linken Ufer dazu, ergänzt um die, sich nach der Gärung schon zeigende, erstaunlich frühe Zugänglichkeit und seidige Eleganz mit fruchtig, charmant saftigem Trinkfluss. /// Am linken Ufer gibt es ein Drittel weniger Menge als im Durchschnitt, kleinste Beeren, viel Struktur in den Cabernets, aber dank des späten Regens und einiger segensreicher Regensommerstürme auch eine gewisse Frische und Saftigkeit bei toller Reife und Frucht mit perfekter, mittlerer Säure und nur 13 Grad Alkohol. Jean Marc Quarin, Frankreichs Verkostungs-Star: »... eher dem Jahr 2016 ähnlich als 2022 – mit vergleichbaren Alkoholgraden zwischen 13,0 und 14,0 % und ähnlich niedrigen pH-Werten, gleicht 2025 einem 2016(+) mit mehr Präsenz schon beim ersten Eindruck, einem volleren, breiteren Mittelgaumen, einem ansteigenden Verlauf und längeren Abgängen.« Die Werte und Geschmackseindrücke der telefonischen Reports der »Superseconds« von Montrose und Pichon Lalande sowie Pontet Canet erinnert an 2020 und 2016. /// Meine allerersten Eindrücke Ende Januar bestätigen die große Ähnlichkeit mehr zu 2016, etwas konzentrierter und dichter als 2020. Ein perfektes Jahr und ein einfach superber Jahrgang 2025, allerdings mit sehr geringen Mengen. Reife, extrem fruchtige Merlots mit spät voll reifender, pikanter Cabernet und winzigen Erträgen. /// Im Süden, in Pessac, klingt es sogar euphorisch. Der biodynamische Régisseur von Château Carmes Haut Brion, Guillaume Pouthier, schrieb mir im Oktober: »2025 is a very very great vintage because the wine (after 30 days in the vat) comes with a perfect balance, huge and very fine structure, a lot perfume and already an amazing drinkability. It’s a PARADOX vintage because all the people think we find a lot of alcohol in the wine but the average for Carmes is only 13°. It’s a WOW vintage. Come on Heiner, taste it !!!« /// Auf dem rechten Ufer haben die besten Kalksteinterroirs Saint Emilions und die Feuchtigkeit speichernden kühleren Lehmböden des Pomerol grandiose Ergebnisse eingefahren. Die Merlot war mehr als superb in Pomerol, vielleicht ein »best ever«, weil 2025 trotz der Mini-Erträge doch saftiger ist als 2022. Dafür litt Cabernet in Pomerol auf sandigen Böden unter der Trockenheit, auf feuchtem Lehm und Ton und auf Kiesböden war alles fein, allerdings auch hier sehr kleine Erträge. Auf Kalkstein war die Cabernet Franc der großartigen Merlot sogar überlegen, so gut war das Ergebnis dieser Rebsorte noch nie sagt der Castillon-Biodynamiker Clos Louie und Adrien Beaulieu vom Bio-Weingut Château Coutet. DAS "Cabernet-Franc Jahr" 2025 sagen sie. Chateau Coutet und das ebenfalls biologisch arbeitende Jean Faure vergleichen 2025 sogar mit einem etwas balancierteren und konzentrierteren 2019 und setzen den Jahrgang 2025 ob seiner fruchtigen Saftigkeit und Frische mit geringem Alkohol sogar über 2022. Alles bei moderaten 13,5 Alkohol auf Kalkstein und moderaten 14 Grad Alkohol auf Lehm und Sand und Kies in Pomerol. Auf Kalkstein in Saint Emilion und Castillon, dem in 2025 wohl perfekten Terroir, gab es sogar halbwegs normale Mengen. In Pomerol hat die Trockenheit ihren Tribut in Form von 30% Ernteeinbußen gefordert. Reif, saftig, fruchtig, elegant, sehr balanciert trotz hoher Konzentration, aber eben sehr wenig. /// 2025 reiht sich ganz sicher ein bei den besten Bordeaux-Jahrgängen ever aus 2009, 2016 und 2022, und ist dabei einer der balanciertesten und ausgewogendsten Jahrgänge überhaupt. UND sehr früh zugänglich und charmant. So soll es sein! /// Aber die Winzer sagen auch, dass sie mit solch extremen Klimabedingungen und geringsten Erträgen, auf Dauer am Rande der Überlebensfähigkeit sind.
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Alexandre Ma über: Chateau La Confession Grand Cru Classe
As the glass is lifted, a trace of limestone seems to rise quietly within; draw closer, cherry and raspberry reveal themselves with striking clarity and freshness. For a wine of such concentration, the ability to retain a bright, upright acidity is particularly remarkable. A gentle “sweetness” spreads across the palate, wrapping it in a soft, rounded texture. Château La Confession 2025 sees Cabernet Franc increased to 33%, bringing a more radiant peony-like floral note. In a wine like this, we can directly experience the most pure and immediate expression of great terroir in a fine vintage.
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Jeff Leve über: Chateau La Confession Grand Cru Classe
Cinnamon, smoke, flowers, licorice, and dark-pit fruits blend together to create the aromatics. The palate is fresh and fleshy, allowing you to enjoy all the layers of sweet cherries, plums, and spice that fill your palate, along with the touch of minerality that you discover at the end of the finish. The wine blends 75% Merlot, 22% Cabernet Franc, and 3% Malbec. Drink from 2028-2047.
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Colin Hay über: Chateau La Confession Grand Cru Classe
(Saint-Émilion; 63% Merlot, 33% Cabernet Franc, 4% Malbec; a final yield of 29 hl/ha; pH 3.60; 13.75% ABV; tasted at the Association des Grands Crus Classés de Saint-Émilion tasting at Dassault). Appropriately ecclesiastical, with all that candlesmoke, incense and myrrh gently enrobing the dark berry and damson fruit! I love the hint of wild herbs – thyme, perhaps a little sage and rosemary – and the clarity of the mid-palate. The frame is quite narrow and the oak that used to dominate here but a distant memory.
/20
Gerstl über: Chateau La Confession Grand Cru Classe
Diesen Wein hatte ich schon im November probiert, noch bevor er überhaupt fertig vergoren war, das war damals schon unglaublich gut. Jetzt dieser Duft, ich bin hin und weg, es ist eine wahre Fruchtbombe, dennoch keineswegs aufdringlich, es bleibt ein feines Parfüm, das ist pure Eleganz, atemberaubend frisch. Verführerische Süsse in Verbindung mit der sagenhaft frischen, schwarzbeerigen Frucht, der Wein ist enorm konzentriert, dicht, komplex, tiefgründig, puristisch transparent und spielerisch und da ist vibrierende mineralische Tiefe und eine unfassbare aromatische Vielfalt, ein komplexer Terroirwein. (mg)
La Confession Janoueix
Der 1867 geborene Jean Janoueix kam 1898 nach Bordeaux und gründete ein Weinhandelshaus. Sein Sohn ist der legendäre Joseph Janoueix, der die meisten Chateaux in der Großregion um Pomerol ab 1930 kaufte. […]