63 Prozent Merlot, 33 Prozent Cabernet Franc und vier Prozent Malbec. Der Ertrag lag 2025 bei 29 Hektolitern pro Hektar. Die Merlot wurde vom 10. bis 12. September gelesen, die Cabernet Franc am 19. September. Die Nase des direkten Nachbarn von Château Fonroque ist diesem logischerweise nicht unähnlich. Ein ähnliches Terroir mit Molasse du Fronsadais, Kalk und Lehm. Es wird insgesamt nur 20.000 Flaschen vom 2025er geben. La Confession hat 2025 eine dichte Schwarzkirschnase mit Brombeere und Cassis. Hier ist es so, wie wir uns eigentlich Saint-Émilion vorstellen – allerdings mit weniger Holz. Satt in der schwarzen Frucht, mit hoher Intensität und viel schwarzer Lakritze. Aber nichts ist rau, alles ist fein verwoben, schwingend und schwebend, so wie der Jahrgang eben ist! Ein dichter Samtteppich mit Veilchen und schwarzer Frucht. Hohe Intensität! Der Mund ist dann deutlich feiner. Schwarzkirsche ganz vorne. Fein verwoben mit Veilchen und samtig-seidigen Tanninen. Sehr spielerisch! Die ganze Wucht der Nase mündet in einen sehr energetisch-dichten, vibrierenden Wein. Der aber nicht ansatzweise die Wucht und das Fett zeigt, wie die Nase vermuten ließ. Es ist vielmehr eine ganz große Feinheit und schwebende Erhabenheit in schwarzer Frucht. Sehr lecker, sehr fein und lang mit einem pikanten, salzigen Schwänzchen am Ende. Wieder mit viel Pikanz und einem genialen Säure-Süße-Spiel, da ziehen sich die Augen zusammen! Ein toller, archetypischer Saint-Émilion, durchaus vergleichbar in der Stilistik mit dem Nachbarn Fonroque oder Clos Saint-Julien. Das ist echt ein wunderbarer Wein! *** La Confession ist ein weiteres Weingut von Jean-Philippe Janoueix, dem auch La Croix, Monbadon und Saint-Georges gehören. Nur 4,8 Hektar mit 6.666 Stöcken pro Hektar in Dichtpflanzung. Hier stehen 68 Prozent Merlot, 29 Prozent Cabernet Franc und drei Prozent Malbec. Der Ertrag liegt im Durchschnitt bei 46 Hektolitern pro Hektar. Die Trauben werden während der Lese und dann auf dem Rütteltisch im Weingut sortiert. Fermentiert wird in Holzbottichen, sehr softes Pump Over alle acht Stunden. Die Fermentation läuft für 30 Tage bei maximal 24 bis 26 Grad Celsius. Der Ausbau dann zu 50 Prozent in einjährigem Holz, zu 30 Prozent in neuen Barriques und zu 20 Prozent in Amphoren. Der beratende Önologe ist Thomas Duclos – das Genie des rechten Ufers.