Spontan im Beton vergoren und dann für rund drei Jahre in französischen Barriques ausgebaut. Ich habe den Wein im Sommer 2025 mit ein paar Jahren Flaschenreife probiert. Diese Mourvèdre zeigt von allen Rotweinen von Beaumont am meisten mediterrane Wärme. Der Wein liegt reich, dicht und kraftvoll in brillant leuchtendem Rubinrot im Glas. Die Nase ist unglaublich attraktiv. Samtig süße, konzentrierte Kirschen, Maulbeeren, Süßholz und blühender Thymian lassen unweigerlich Reminiszenzen an Châteauneuf-du-Pape aufkommen. Erdig dufteder Garrigue, kandierte Veilchen und zart verwobene Vanille, Lakritz und ein Hauch Nelke geben der Nase eine verführerische Süße. Der Mund ist gewissermaßen etwas überraschend, denn er ist agiler und saftiger als die Nase es erwarten ließ. Mit der für Mourvèdre typischen, reichhaltigen Tanninstruktur, die den Gaumen samtig und pudrig auskleidet. Expressiv voll roter und dunkler Waldbeeren, dezent bitteren mediterranen Kräutern, geflammter Salbei, Lavendel, Lakritz und erfrischende Blutorange. Die Aromen werden von einer strahlenden, vertikalen Säurespur durchzogen, die den Wein trotz seiner Intensität und Dichte leichtfüßiger erscheinen lässt, als er ist. Der Wein brummt mit intensiver Mineralität salzig und mineralisch im Mund. Mourvèdre ist einfach eine großartige Rebsorte für wärmere Klimazonen, denn sie hat immer einen Hauch von Eleganz, trotz ihres positiv rustikalen, kraftvollen Charakters. Viel herb-süßer Thymian im Nachhall. Ein hedonistischer, charaktervoller Wein, der nur wenig von dem zeigt, was man klischeehaft mit der neuen Welt und Südafrika verbindet. Extra schick!