Philipp hatte die Chance an grandiose Lagen von Sankt Antony zu bekommen, Orbel und Ölberg. Also alles potenzielle GG-Trauben aus denen Philipp diesen Kracher-Ortswein macht. Unglaublich niedriger Ertrag, ein hochkonzentrierter Saft. Wir haben den rötlichen Einschlag von Nierstein vom Tonschiefer im Duft. Auch wenn das GG-Parzellen sind, sind sie Philipp nicht gut genug, um ein GG daraus zu machen. Er ist happy mit der Niersteiner Kategorie. Nach dem supertrockenen Jahr 2022, indem der Rote Hang schon gelitten hat, sind wir in 2023 wieder zurück bei der Power dieser Lage, denn der Hang hatte Wasser. Entsprechend wuchtig und kraftvoll schiebt es aus dem Glas, warme Zitrusfrucht, Orangenöl, gelber Pfirsich, Nektarine. Wow, das ist schon ein unglaublich stoffiges Teil. Warme Lage, Wasser im Boden, top Wetter, da geht die Post ab und das schmeckt man dann auch. Weniger karg als 2022, viel mehr saftigen Druck aus gelbem Steinobst, konzentriert ohne Ende. Irre viel PS unter der Haube! Das ist ganz klar GG-Material, das zieht nahezu jeden Ortswein in Rheinhessen die Butter vom Brot, da gibt es überhaupt keine Frage. Dichte, Elektrizität, würzige rote Frucht, alles verdichtet und kanalisiert ins Finale ziehend, das keine Gefangenen macht. Ein Wittmann eben!