Louis Jadot: Savigny Les Beaune Premier Cru Les Hauts Jarrons 2023

Louis Jadot: Savigny Les Beaune Premier Cru Les Hauts Jarrons 2023

Zum Winzer

Chardonnay 100%
weiß, trocken
13,5% Vol.
Trinkreife: 2026–2036
voll & rund
mineralisch
Lobenberg: 94+/100
Frankreich, Burgund, Cote de Beaune
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Savigny Les Beaune Premier Cru Les Hauts Jarrons 2023

94+
/100

Savigny-lès-Beaune wird oft unterschätzt, weil es im Schatten der großen Nachbarn und des Corton-Charlemagne liegt. Aber die Lage Hauts Jarrons ist ein echtes Juwel, sie ist im eigenen Besitz der Domaine Jadot, kein Zukauf. Sie liegt am Südhang des Tals, fast schon an der Grenze zur Appellation Beaune auf einem kalksteinreichen Boden mit kieseligem Ton. Da Hauts Jarrons näher an Beaune liegt, sind die Weine von hier oft kräftiger, strukturierter und kerniger als die Weine von der gegenüberliegenden Talseite, die eher floraler und leichter sind. Savigny ist weit überwiegend mit Pinot Noir bepflanzt, die Weißweine der kleinen Gemeinde sind eher ein Insider-Ding. Aber Simon Bize, Jadot, De Bellene, sie alle machen so geniale Chardonnays dort. Ausbau in Barriques, rund ein Drittel neues Holz. Er duftet nach reifer Quitte, weißem Pfirsich, weißer Schokolade und – typisch für den Ausbau bei Jadot – dezente Anklänge von Brioche, gerösteten Nüssen und einer dezenten Buttrigkeit. Mir schießen sofort Kalbsfleisch in Sahnesauce oder Zander in Butter gebraten dazu in den Kopf – ein perfect match! Schöne Salzigkeit im Mund, seidig, fein und doch mit dem Kalkstein-Kick dieser kalkigen Premier Cru-Lage. Weiße Savignys von diesem Kaliber sind keine Weine, die man sofort trinken muss. Sie entwickeln nach 3 bis 7 Jahren eine wunderbare, nussige Komplexität. Das ist Burgunder mit Druck und Intensität, Schmelz und Cremigkeit, quasi ein kleiner Meursault für die Hälfte des Preises.

Jahrgangsbericht

Der Jahrgang 2023 präsentiert sich als eine perfekte Symbiose aus Klassik und Moderne. Nach den extremen Hitzejahren der Vergangenheit wirken die 2023er wie ein »tiefes Ausatmen«. Sie sind geprägt von seidiger Textur, cremiger Zugänglichkeit und einer hellen, strahlenden Frucht. Besonders beeindruckend ist die Kombination aus Transparenz für das jeweilige Terroir und einer verführerischen Extraktsüße. 2023 war für die Winzer im Burgund ein Befreiungsschlag in Sachen Quantität. Trotz der großzügigen Erträge fehlt es den Weinen nicht an Konzentration, da hohe Extraktwerte einer Verwässerung entgegenwirkten. Das Wetter war über den Sommer moderat mit ausreichend Niederschlag, bis eine extreme Hitzewelle kurz vor der Lese im September für den finalen Schub an Reife und Dichte sorgte. Während die Weißweine an die Reichhaltigkeit von 2018 erinnern, bewahren sie durch eine feine Säurefrische ihre klassische Brillanz. Es ist ein Jahrgang des puren Genusses, der bereits in seiner Jugend viel Freude bereiten wird und bei den Rotweinen an die reiche Eleganz von 2019 erinnert.

Mein Winzer

Louis Jadot

Das Maison Louis Jadot wartet immer wieder mit eindrucksvollen Weinen auf und gehört beständig zu den allerbesten Häusern des Burgund. Der Anspruch geht jedoch noch weiter: In jedem Ort will man zu den drei besten Erzeugern gehören.

Savigny Les Beaune Premier Cru Les Hauts Jarrons 2023