Wie immer ist der Pelican ein reiner Sauvignon Blanc. Es gibt nur 6.500 Flaschen von diesem Wein. Ausgebaut im großen zweijährigen Stockinger 2000-Liter Stückfass und in der Amphore. Der pH-Wert liegt bei lediglich 3,1 – also extreme Frische und Aromatik. Noch linearer, straighter geradeauslaufend in der Aromatik als der so erotische 2023er. 2024 ist unglaublich sauber definiert. Die Sauvignon schiebt ohne Grasigkeit, aber mit gelber und weißer Frucht total fokussiert mit mineralischen Kanten in die Nase. Das ist ein kleiner großer Wein, ein Wein, wie ich Sauvignon Blanc aus Bordeaux so schätze. Total erfrischend, aber in seiner mineralischen Definition und seiner fruchtigen Ausdruckskraft einfach ein Hammer! Mit dem zweijährigen Stockinger und der Amphore ergibt das einen fantastischen Rahmen. Das ist ein Sauvignon Blanc in einer Art, wie wir es in Deutschland von von Winning kennen. Der Pelican hat durchaus schon Hang zu Größe, das könnte auch aus der Südsteiermark von Tement kommen. Ein genialer Stoff mit einem wahnsinnig tollen Preispunkt. Ich probiere 2023 rückwärts. 2023 mit seiner überbordenden Aromatik und seiner erotischen Ausprägung. Dagegen 2024 mit diesem puristischen, hocharomatischen, mineralischen Geradeauslauf. Zwei fantastische, sehr unterschiedliche Jahrgänge direkt nacheinander. Noch einmal: für mich soll genau so weißer Einstiegs-Bordeaux für jeden Tag sein. Ich bin von beiden Jahrgängen sehr begeistert! *** Château Doyac ist ein ganz kleines biodynamisches Weingut mit wirklich extrem arbeitenden Besitzern, im Grund so eine Art zweites Clos Manou aber eben biodyn Demeter. Spezielles Terroir mit reinstem Kalkstein. Doyac liegt direkt neben der Appellation Saint-Estèphe, etwas im Süden davon.