Die 2022er-Assemblage: 90 Prozent Sauvignon Blanc, fünf Prozent Semillon und fünf Prozent Sauvignon Gris. Ausbau zu 50 Prozent in neuem Holz. Obwohl nur jeweils fünf Prozent Semillon und Sauvignon Gris drin sind, steht für mich die Semillon im ersten Angang als Dominante über der Sauvignon. Reineclaude, süßer Akazienhonig, relativ dicht, dann Zitronengras und Süßholz – ein Ansatz von Lakritze, Marzipan und Mandeln, auch Feige. Dichter Mund mit süßen Feigen und Süßholz. Toller Bitterstoff, viel Grip, Gerbstoff und Phenolik. Das balanciert das zweifelsohne vorhandene Fett recht gut. Der Wein ist für Smith Haut Lafitte ziemlich üppig, ziemlich reich, voluminös und hochintensiv. Er drückt und braucht sicherlich eine paar Jahre, um das zu verdauen. Für Smith ein ungewöhnlicher Powerwein mit so viel Schub und so viel Süße. Trotzdem komplett durchgegoren, aber er schiebt schon gewaltig mit süßer Quitte, Mango und süßem weißem Pfirsich. Schon ein großes Teil, mit Pavillon Blanc der beste Weißwein des Jahrgangs in Bordeaux, grandios! 100/100 *** Die Besitzer dieses Weinguts sind Florence und Daniel Cathiard. Die Böden auf Smith Haut Lafitte bestehen aus Kies und Lehm, teilweise ist auch ein wenig Kalkstein dabei.