Laroque: Chateau Laroque Grand Cru Classe 2025

Chateau Laroque Grand Cru Classe 2025

Holzkiste

Zum Winzer

Merlot 99%, Cabernet Franc 1%
rot, trocken
14,0% Vol.
Trinkreife: 2031–2055
Verpackt in: 12er OHK
voluminös & kräftig
tanninreich
Lobenberg: 97–98+/100
Colin Hay: 96–98+/100
Yves Beck: 96–98/100
Lisa Perrotti Brown: 95–97/100
Decanter: 96/100
Vinum: 94–96/100
Alexandre Ma: 94–96/100
Jeff Leve: 94–96/100
Gerstl: 19/20
Frankreich, Bordeaux, Saint Emilion
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateau Laroque Grand Cru Classe 2025

97–98+
/100

99 Prozent Merlot und ein Prozent Cabernet Franc. Der Alkoholgehalt liegt bei 13,8 Volumenprozent, der pH-Wert bei 3,4. Der Ertrag lag bei 31 Hektolitern pro Hektar. Die Nase ist purer Merlot – also eher schwarze Frucht, schwarze Kirsche. Eine ätherische, leichte, beschwingte und samtige Nase! Etwas Cassis dahinter, dazu Graphit und Lakritze. Unglaublich fein verwoben, beschwingt und duftig! Im Mund reine schwarze Kirsche – köstlich! Dazu Veilchen, langsam kommt Waldhimbeere durch, auch Sauerkirsche. Die Tannine sind fein und zart, das ist mehr Seide als Samt… Harmonie pur! Ein extrem schicker Wein. So sehr 2025 in dieser Luftigkeit, Leichtigkeit und seidigen Beschwingtheit. Trotzdem mit einer guten Substanz. Seit Jahren ist Laroque ein Kleinod und vor allen Dingen ein Preis-Leistungs-Wunder. Der Wein kostet so wenig Geld und ist so unglaublich schön! Und sooo lecker! Das ist Saint-Émilion von seiner feinsten und beschwingtesten Seite. Und Laroque kostet erheblich weniger als seine fast gleichwertigen direkten Nachbarn auf dem identischen Kalksteinplateau, Chateau Barde Haut und Tour Saint Christophe. Laroque ist nun mit seiner atemberaubenden Qualität seit einigen Jahren eines der Superschnäppchen Saint Emilions, ein Musskauf! *** Château Laroque besteht aus 61 Hektar – das größte zusammenhängende Weingut mit einem richtigen, großen Traum-Schloss in Saint-Émilion. Reiner Kalkstein mit leichter Lehmauflage. Sicherlich die massivste Kalkstein-Kreide-Ansammlung überhaupt auf dem Plateau von Saint-Émilion. Dementsprechend sind die Weine immer sehr niedrig im pH. Also hohe Frische, Salzigkeit und Mineralität. Vinifiziert im Beton und ausgebaut für 18 Monate in 50 Prozent Neuholz. Insgesamt werden hier 300.000 Flaschen erzeugt, davon gehen aber weit weniger als die Hälfte in den Erstwein. Der Rest in einen Zweit- und einen Drittwein. Alle 61 Hektar sind mit einer Sélection Massale bepflanzt, es gibt also keine Klone. Das Durchschnittsalter der Reben für den Erstwein ist 45 Jahre. Der Regisseur ist wie auf Larcis Ducasse David Suire, die Önologen Derenoncourt Consultants.

Jahrgangsbericht

Was für ein Jahrgang! Perfektes Wetter und Klima von Beginn an, reichlich Wasser im Winter und Frühjahr, gute Blüte, sich langsam steigernder Sommer inklusive, wie so oft, etwas zu viel Trockenheit und Hitze, zum Glück dann gerade noch rechtzeitig reanimierende Schauer Ende August und Anfang September. Etwas extrem nur, am linken Ufer nicht so brutal wie 2022, und doch intensiver und perfekter und etwas massiver und druckvoller als 2023 und 2024, sehr 2016er Stil! Viel besser geht es nicht. /// Auf dem rechten Ufer eher eine Wiederholung von 2022. Nach den bis dahin größten, massiven Jahrgängen 2005, 2009 und 2010, den elegant archetypischen, perfekte balancierten konzentrierten 2016 und feinerem 2020, dem spannend aufregenden Unikats-Jahrgang 2019, dem »best ever« 2022, dem umarmenden Supercharmeur 2023 und dem schlanken, reifen und zarten 2024, kommt 2025 wie bestellt und auf Samtpfoten mit einem eigenen Charakter daher. Die konzentrierte Eleganz und große Harmonie und Frische aus 2016 kommt auf dem linken Ufer dazu, ergänzt um die, sich nach der Gärung schon zeigende, erstaunlich frühe Zugänglichkeit und seidige Eleganz mit fruchtig, charmant saftigem Trinkfluss. /// Er scheint auf dem rechten Ufer den ewig lagerfähigen Tannin-Blockbuster (bei sehr moderater Säure) des Hyper-Jahrgangs 2022 (die Reinkarnation von 1982 und 1961 und 1945) zu kopieren, auf dem linken Ufer den 2016er, aber doch auch mit dem viel saftigeren und charmant umarmenden 2023er vereint. 2025 scheint dazu die Spannung und Frische bei sehr moderatem Alkohol (13 Grad) aus 2019 zu ergänzen, und dieser erstaunlich geringe Alkohol ist schon ein Merkmal der Perfektion. Die konzentrierte Eleganz und große Harmonie und Frische aus 2016 kommt auf dem linken Ufer dazu, ergänzt um die, sich nach der Gärung schon zeigende, erstaunlich frühe Zugänglichkeit und seidige Eleganz mit fruchtig, charmant saftigem Trinkfluss. /// Am linken Ufer gibt es ein Drittel weniger Menge als im Durchschnitt, kleinste Beeren, viel Struktur in den Cabernets, aber dank des späten Regens und einiger segensreicher Regensommerstürme auch eine gewisse Frische und Saftigkeit bei toller Reife und Frucht mit perfekter, mittlerer Säure und nur 13 Grad Alkohol. Jean Marc Quarin, Frankreichs Verkostungs-Star: »... eher dem Jahr 2016 ähnlich als 2022 – mit vergleichbaren Alkoholgraden zwischen 13,0 und 14,0 % und ähnlich niedrigen pH-Werten, gleicht 2025 einem 2016(+) mit mehr Präsenz schon beim ersten Eindruck, einem volleren, breiteren Mittelgaumen, einem ansteigenden Verlauf und längeren Abgängen.« Die Werte und Geschmackseindrücke der telefonischen Reports der »Superseconds« von Montrose und Pichon Lalande sowie Pontet Canet erinnert an 2020 und 2016. /// Meine allerersten Eindrücke Ende Januar bestätigen die große Ähnlichkeit mehr zu 2016, etwas konzentrierter und dichter als 2020. Ein perfektes Jahr und ein einfach superber Jahrgang 2025, allerdings mit sehr geringen Mengen. Reife, extrem fruchtige Merlots mit spät voll reifender, pikanter Cabernet und winzigen Erträgen. /// Im Süden, in Pessac, klingt es sogar euphorisch. Der biodynamische Régisseur von Château Carmes Haut Brion, Guillaume Pouthier, schrieb mir im Oktober: »2025 is a very very great vintage because the wine (after 30 days in the vat) comes with a perfect balance, huge and very fine structure, a lot perfume and already an amazing drinkability. It’s a PARADOX vintage because all the people think we find a lot of alcohol in the wine but the average for Carmes is only 13°. It’s a WOW vintage. Come on Heiner, taste it !!!« /// Auf dem rechten Ufer haben die besten Kalksteinterroirs Saint Emilions und die Feuchtigkeit speichernden kühleren Lehmböden des Pomerol grandiose Ergebnisse eingefahren. Die Merlot war mehr als superb in Pomerol, vielleicht ein »best ever«, weil 2025 trotz der Mini-Erträge doch saftiger ist als 2022. Dafür litt Cabernet in Pomerol auf sandigen Böden unter der Trockenheit, auf feuchtem Lehm und Ton und auf Kiesböden war alles fein, allerdings auch hier sehr kleine Erträge. Auf Kalkstein war die Cabernet Franc der großartigen Merlot sogar überlegen, so gut war das Ergebnis dieser Rebsorte noch nie sagt der Castillon-Biodynamiker Clos Louie und Adrien Beaulieu vom Bio-Weingut Château Coutet. DAS "Cabernet-Franc Jahr" 2025 sagen sie. Chateau Coutet und das ebenfalls biologisch arbeitende Jean Faure vergleichen 2025 sogar mit einem etwas balancierteren und konzentrierteren 2019 und setzen den Jahrgang 2025 ob seiner fruchtigen Saftigkeit und Frische mit geringem Alkohol sogar über 2022. Alles bei moderaten 13,5 Alkohol auf Kalkstein und moderaten 14 Grad Alkohol auf Lehm und Sand und Kies in Pomerol. Auf Kalkstein in Saint Emilion und Castillon, dem in 2025 wohl perfekten Terroir, gab es sogar halbwegs normale Mengen. In Pomerol hat die Trockenheit ihren Tribut in Form von 30% Ernteeinbußen gefordert. Reif, saftig, fruchtig, elegant, sehr balanciert trotz hoher Konzentration, aber eben sehr wenig. /// 2025 reiht sich ganz sicher ein bei den besten Bordeaux-Jahrgängen ever aus 2009, 2016 und 2022, und ist dabei einer der balanciertesten und ausgewogendsten Jahrgänge überhaupt. UND sehr früh zugänglich und charmant. So soll es sein! /// Aber die Winzer sagen auch, dass sie mit solch extremen Klimabedingungen und geringsten Erträgen, auf Dauer am Rande der Überlebensfähigkeit sind.

Verkostungsnotiz
96–98+
/100

Colin Hay über: Chateau Laroque Grand Cru Classe

The old vine Merlot from the 1950s was crucial to the capacity to manage the stress of the vintage - and one can see that immediately in the clarity and limpidity of the wine in the glass. Staggering purity, staggering lift, staggering energy and staggering precision. The Merlot here is almost rather floral and in this vintage where the best Merlot has some Cabernet character, one might be mistaken into imagining that there is rather more Cabernet in the blend. The impression of harmony is amazing and total. Laroque is utterly gorgeous aromatically and, if anything even more so, on the palate in 2025. The transformation of what has been produced here - and with it the reputation of the wine - over the last decade is extraordinary. This is another vintage everyone will be talking about. I am struck by the gain in viscosity and volume in the mouth in comparison to even the greatest vintages of the past here, due to almost perfect integration of the ulta-fine grained tannins. We're clearly in 'best ever' territory and that's saying something

Verkostungsnotiz
96–98
/100

Yves Beck über: Chateau Laroque Grand Cru Classe

Laroque offenbart sich zurückhaltend, wie ein Künstler, der leise die Bühne betritt, um sich erst einmal umzuschauen! Dennoch sendet er präzise, klar definierte Signale aus und erinnert an Noten reifer Früchte – aber nicht zu reif! Gleichzeitig versäumt er es nicht, die Frische seines lehm-kalkhaltigen Terroirs hervorzuheben, das nicht nur kreidige Nuancen oder Feuersteinnoten begünstigt, sondern auch blumige Akzente. Samten und vollmundig im Auftakt zeigt sich der Wein gelassener als in der Nase. Er ist selbstbewusster geworden und zögert nicht mehr, sein kraftvolles und dennoch subtiles Wesen zu offenbaren. Die Tannine machen sich etwa in der Mitte des Gaumens bemerkbar. Ihre volle Entfaltung erreichen sie jedoch erst am Gaumenende, wo sie ihre beste Wirkung entfalten und gemeinsam mit einer prägnanten Säure, die als tonischer Träger fungiert, dafür sorgen, dass ein unerschütterliches Fundament geschaffen wird. Laroque hat nicht den einfachsten Weg gewählt, sondern den der Relevanz. Man muss es verstehen, Größe zu beanspruchen, wenn man sich in einem solchen Kontext bzw. In den Sphären der Exzellenz befindet. Im Laufe der Jahre haben die Weine von Château Laroque an Selbstbewusstsein und Tiefe gewonnen und sicherlich ein Niveau erreicht, das es ihnen erlaubt, ihre Ambitionen offen zu zeigen. Ein bemerkenswerter Wein, der von der Kombination aus langjähriger Arbeit, einem außergewöhnlichen Terroir und schließlich einem zwar besonderen, aber angesichts des Ergebnisses sehr erfolgreichen Weinbaujahr profitiert!

Verkostungsnotiz
95–97
/100

Lisa Perrotti Brown über: Chateau Laroque Grand Cru Classe

Intense, Bright, Blue Fruit, Cedar, Chalky, Violets, Medium bodied, Crisp Acidity, Subtle Oak, Grainy Texture, High Tannin, Needs Time

96
/100

Decanter über: Chateau Laroque Grand Cru Classe

Another great success and value pick for Laroque. Really aromatically complex. Ripe and pristine black bramble berries on the nose, perfumed and nicely fragrant. Lovely aromatic purity. Smooth and so silky, smooth, svelte as Laroque does so well. Mouthwatering with bright acidity but so juicy – strawberry and cherry with a hint of cranberry and soft accents of dried herbs liquorice and wet stones. Grippy but so charming even at this point. Tension with freshness, perfectly polished and friendly. A yield of 31hl/ha with varying yields depending on the terroir from 25-45hl/ha. 3.40pH.

94–96
/100

Vinum über: Chateau Laroque Grand Cru Classe

Reiffruchtiger und stärker von dunkler Frucht geprägt als auch schon, viel Komplexität und Tiefgang in diesem Bouquet; Brombeeren, Cassis, Veilchenblüten, nur ganz subtil Röstnoten; cremiger Auftakt, satte, reife Frucht, gekontert von pudrigen Kalktanninen und einer hervorragenden Säure, sehr energetisch, mit Druck und Länge, endet mit einem salzigen Touch auf Heidelbeeren. Auch dieses Jahr ist Laroque eine Bank! (Trinken von 2030 bis 2065)

Verkostungsnotiz
94–96
/100

Alexandre Ma über: Chateau Laroque Grand Cru Classe

Château Laroque 2025, long admired for its saline, savory character, does not reveal its full hand right away in the 2025 vintage. It begins with a layer of gentle “sweetness” that softly opens the palate, like a warm cat slowly pressing close, easing you into a state of calm. Then, as you lean in, that touch of sea-breeze salinity suddenly arrives, like waves striking the shore, bringing texture and layers fully into focus. The wine feels impossibly supple, as though half the body were immersed in milk foam, wrapped entirely in a tender, flowing softness. Violet weaves through the wine, lifted by a bright acidity that illuminates the palate. Long after the glass is lowered, fine, powdery traces of limestone continue to echo deep within, like a lover whispering softly by your ear.

Verkostungsnotiz
94–96
/100

Jeff Leve über: Chateau Laroque Grand Cru Classe

The estate's signature floral aromatics are on full display, followed by black raspberries, licorice, spice, espresso, and cherry nuances fill the perfume. Fresh, juicy, vibrant, creamy, and concentrated on the palate, the finish delivers its clean, lifted, salty-edged berries with precision from start to finish. Drink from 2030-2050

19
/20

Gerstl über: Chateau Laroque Grand Cru Classe

Wouw diese Tiefe, nachdem ich schon diverse Weine aus dem Weinhimmel verkostet habe, überrrascht mich dieser hier total, er ist als guter Wein bekannt, aber diese sagenhafte Duftschönheit hätte ich hier nicht erwartet, schwarze Trüffel sind beinahe das vorherrschende Element, dazu geniale Frucht. Am Gaumen zeigt er sich eine Spur leichter als der Duft vermuten lässt, aber sagenhaft elegant, verspielt leichtfüssig, delikat, auch mit hoher Konzentration, welch irre innere Kraft, betörende aromatischer Vielfalt, minutenlanger Nachhall. (mg)

Galloni über: Chateau Laroque Grand Cru Classe

The 2025 Laroque is a gorgeous, super-elegant wine. Vibrant, salivating acids and beams of tannin are the first signs we are on the clay/limestone plateau in Saint-Émilion's Saint-Christophe-des-Bardes sector. Blood orange, mint, chalk and white pepper bleed into a core of red-toned fruit. Medium in body, with striking energy and tension, Laroque is positively stellar in 2025. This is another superb showing from the team led by Technical Director David Suire. Tasted two times.

Mein Winzer

Chateau Laroque

Außerhalb Frankreichs noch ein Geheimtipp, avanciert Château Laroque gerade zu einem Big Player in Saint-Emilion. Bestes Terroir in Verbindung mit akribischer Arbeit in Weinberg und Keller bringen einen Top Wein hervor.

Chateau Laroque Grand Cru Classe 2025