1990 entstand im Hause Bruno Paillard die Prestige-Cuvée NPU. Dreißig Jahre und viele Mikrovinifizierungen später wird nun mit dem Jahrgang 2009 sein Alter Ego, der Nec Plus Ultra Rosé, vorgestellt. Nur die Jahre, die wir als wirklich großartig erachten, sind würdig, den Namen N.P.U. zu tragen. Bis heute wurden nur neun NPU Blanc und ein einziger Rosé,kreiert: 1990, 1995, 1996, 1999, 2002, 2003, 2004, 2008 und 2009. Das Jahr 2009: Nach einem klaren und windigen Winter mit wechselnden Regen- und Schneefällen begannen der Frühling und der Frühsommer eher launisch mit Gewittern und Hagelstürmen. Glücklicherweise bewahrheitete sich wieder einmal das alte Sprichwort „August macht den Most“, denn das warme Wetter und die trockene Hitze kehrten zurück und sorgten für eine außergewöhnliche Reife, während die Frühlingsschauer die Wasserreserven bewahrten und so Wasserstress verhinderten. Die Ernte begann früh mit dem Chardonnay aus Oger und Mesnil am 10. September und dauerte 10 Tage, bis zuletzt der Pinot aus Mailly gelesen wurde. Der NPU wird nur in den besten Jahren erzeugt. Der Nec Plus Ultra Rosé 2009 wächst ausschließlich in Grands Crus: Oger, Le Mesnil-sur-Oger, Chouilly,,Verzenay, Mailly und Bouzy. Nach dem Prinzip, das mit dem allerersten Jahrgang eingeführt wurde, wird N.P.U. zu gleichen Teilen aus Chardonnay und Pinot Noir hergestellt. Eine kurze Mazeration ausgewählter Pinot Noir-Trauben verleiht ihm sein charakteristisches Altrosa. Die Weinbereitung erfolgte ausschließlich aus der ersten Pressung, dem reinsten Teil des Saftes. Die Gärung fand in kleinen, gebrauchten Eichenfässern statt, in denen der Grundwein zehn Monate ausgebaut wird. Danach verbleibt er 12 Jahre auf der Hefe bis zum Degorgement mit nur 3 g/l. In die Nase steigen Cranberries, mit Kumquats, ein Hauch von Zedernholz und frisch geschnittener Ingwer. Wenn sich der Wein öffnet, kommen Kakao, Buttercreme, getrocknete Feigen und weißer Pfeffer zum Vorschein. Der Auftakt ist lebhaft, und nach der aromatischen Fülle der Nase überrascht die Frische im Mund, darunter ein subtiler mineralischer Eindruck. Tief, geschmeidig und dennoch griffig. Aromen von leicht gepfefferten kandierten Früchten, diesmal mit einem Hauch von Sichuan. Eine rauchige Cremigkeit und Salzigkeit verleihen dem Wein einen wunderbaren Fluss. Sascha Speicher nennt ihn den besten Rosé der Champagne – das kann gut sein.