Die Ried Rothenbart gehört zu den höchstgelegenen Lagen im Traisental, bis auf knapp 380 Meter Seehöhe. Eine karge, windoffene Terrassenlage in Inzersdorf, geprägt von sandig-steiniger Felsbraunerde auf kalkhaltigem Dolomit-Konglomerat mit hohem Eisenanteil – daher auch die rötliche Farbe des Bodens. Ein Terroir, das Frische, Spannung und eine sehr klare Stilistik hervorbringt. In der Nase direkt fein und kühl in der Frucht. Weißer Pfirsich, Limettenschale und etwas grüner Apfel, dazu ein Hauch Grapefruit und eine klare, steinige Mineralität. Alles wirkt sehr präzise, fast schwebend, eher zurückhaltend als opulent. Am Gaumen dann straff und sehr fokussiert. Zitrusfrische, etwas Pfirsich und grüner Apfel, dazu eine vibrierende, sehr lebendige Säure, die den Wein trägt. Trotz der Konzentration wirkt er fast leichtfüßig, mit einer seidigen Textur. Eine ganz dezente Fruchtsüße im Hintergrund rundet das Bild ab, ohne den trockenen Eindruck zu stören. Was besonders auffällt, ist diese Kombination aus Kompaktheit und scheinbarer Leichtigkeit. Der Wein hat Substanz, zeigt sie aber nur angedeutet, alles bleibt fein und kontrolliert. Im Finale lang, kühl und mineralisch, mit salzigem Nachhall und viel Frische. Definitiv großes Potenzial!