Der Wein stammt zu 80 Prozent aus Pierrene und 20 Prozent Mâcon-Pierreclos, wird komplett im Holz ausgebaut, keinerlei Neuholz. Dieser Bourgogne stammt aus dem frei ablaufenden Saft der Presse, also kein Presswein, dieser wird im Tank wegverkauft von Guffens. Der Grand Elevage hat dadurch eine viel höhere Präzision und mehr Fokus als der fruchtigere Terre de Pierres, der in Edelstahl ausgebaut wird und etwas Presswein enthält. Schöne Spannung in der Nase mit weißem Pfirsich, etwas Schießpulver, schwarzer und weißer Pfeffer, auch Anis und Zitronenabrieb. Der Mund ist straff und saftig, zieht schön salzig über die Zunge. Das ist ein wahnsinnig hohes Level für einen Bourgogne und hat schon sehr viel vom typischen Guffens-Charakter.
2024 markiert die Rückkehr zu einem sehr klassischen, fast schon nostalgischen Stil. Die Weine sind deutlich kühler, straffer und mineralischer als in den Vorjahren. Mit moderaten Alkoholgraden zwischen 12 % und 13 % vol. erinnert der Jahrgang an die »gute alte Zeit« des Burgunds. Besonders die Weißweine bestechen durch einen laserartigen Fokus und eine berstende, kristalline Mineralität, die an das exzellente Jahr 2014 erinnert. Ein Jahrgang für Puristen, die Struktur und Kante über cremigen Charme stellen. Der Jahrgang 2024 war ein hartes Stück Arbeit für die Winzer. Starke Frostschäden und ein sehr regenreiches Frühjahr und massiver Mehltaubefall führten zu drastischen Ertragseinbußen, besonders an der Côte de Nuits. Ein »goldener September« rettete zwar die Qualität der verbliebenen Trauben, doch die Mengen bleiben extrem klein. Die Qualität variiert stark je nach Lage und Geschick des Winzers. Wer jedoch bei den Top-Produzenten fündig wird, erhält tiefgründige, charakterstarke Weine von großer Eigenständigkeit und Raritätswert.