Maison de la Chapelle: Irancy Les Beaux Monts 2023

Maison de la Chapelle: Irancy Les Beaux Monts 2023

Zum Winzer

Pinot Noir 100%
rot, trocken
13,5% Vol.
Trinkreife: 2026–2042
frische Säure
pikant & würzig
seidig & aromatisch
Lobenberg: 94–95+/100
Frankreich, Burgund, Irancy
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Irancy Les Beaux Monts 2023

94–95+
/100

Alle Weine bei Chapelle werden unfiltriert abgefüllt, es gibt keinerlei Schönung. Alles ist spontan vergoren. Die Weißen im Fass oder Edelstahl, die Roten in offenen Holzgärständern. Der Ganztraubenanteil variiert je nach Jahrgang. 2023 war der Jahrgang in dem Gregroy und Delphine ihre anderen Jobs aufgegeben haben, um sich 100 Prozent ihrem Maison zu widmen. Jetzt gibt es keine Kompromisse mehr! Der Lieu-dit Les Beaux Monts befindet sich im Norden Irancys. Südausrichtung, relativ steil. Der Plot liegt weit oben am Hang, nahe am Waldrand, zieht sich aber bis in die Mitte des Hanges. Man hat also einen sehr kompletten Ausdruck mit kargeren, steinigen Teilen und etwas lehmigerem Boden. Der Wein vereint große Reife und Spannung. Der Pinot Noir steht hier auf Lehm und Kalkstein, wie auch an de Côte d'Or. Das ist ein ungemein charmanter Irancy. 2023 hat diesen wahnsinnigen Charme, diese beerige Süße, dunkle Kirschen, sehr viel Menthol. Er hat einen sehr tonischen, prägnanten Kräuterabdruck, aber nicht so grünlich wie 2021 von niedriger Reife, sondern viel satter, ätherischer, fast ein bisschen an Sangiovese erinnernd. Das ist ein ganz neues Level für diesen Wein, wir sind zwar noch immer in der typischen frischen Auslegung von La Chapelle, aber das ist schon ein ziemlich dichter, tiefer und ernsthafter Pinot, der auch von der Côte d’Or kommen könnte. Der Wein hat eine warme und reiche Fülle und tanzt doch am Gaumen.

Jahrgangsbericht

Der Jahrgang 2023 präsentiert sich als eine perfekte Symbiose aus Klassik und Moderne. Nach den extremen Hitzejahren der Vergangenheit wirken die 2023er wie ein »tiefes Ausatmen«. Sie sind geprägt von seidiger Textur, cremiger Zugänglichkeit und einer hellen, strahlenden Frucht. Besonders beeindruckend ist die Kombination aus Transparenz für das jeweilige Terroir und einer verführerischen Extraktsüße. 2023 war für die Winzer im Burgund ein Befreiungsschlag in Sachen Quantität. Trotz der großzügigen Erträge fehlt es den Weinen nicht an Konzentration, da hohe Extraktwerte einer Verwässerung entgegenwirkten. Das Wetter war über den Sommer moderat mit ausreichend Niederschlag, bis eine extreme Hitzewelle kurz vor der Lese im September für den finalen Schub an Reife und Dichte sorgte. Während die Weißweine an die Reichhaltigkeit von 2018 erinnern, bewahren sie durch eine feine Säurefrische ihre klassische Brillanz. Es ist ein Jahrgang des puren Genusses, der bereits in seiner Jugend viel Freude bereiten wird und bei den Rotweinen an die reiche Eleganz von 2019 erinnert.

Mein Winzer

Maison de la Chapelle

Grégory Viennois startete mit dem Jahrgang 2014. Maison de la Chapelle ist sein eigenes Weingut. Grégory stammt aus dem Burgund, sammelte Erfahrungen bei Jacques Prieur und Domainde de l’Arlot. Dann begab er sich auf Reise ins Bordelais zu Smith-Haut-Lafitte, lernte Derenoncourt kennen und...

Irancy Les Beaux Monts 2023