Der Ertrag lag bei 40 Hektoliter pro Hektar. 84 Prozent Merlot, neun Prozent Cabernet Franc und sieben Prozent Cabernet Sauvignon. Reiche, aber gleichzeitig verspielte Nase. Schwarze Kirsche vornehmlich, dazu etwas süße Maulbeere. Sehr fein und spielerisch-leicht! Eine schöne Appellation. Überhaupt gelingen die Randappellationen von Saint-Émilion immer besser. Reich und dicht, trotzdem elegant. Hohe Intensität mit Veilchen, sehr schick! Der Mund ist so schön fein – ein Traum, ein Gedicht! Lecker und fein geschliffen mit seidigem Tannin. Der Mund springt hin und her. Wow, was ein Leckerli! 2022 ist noch feiner als 2020 und 2019, die ich daneben probiert habe. Unglaublich, das ist so schick, das macht so viel Freude! Zart und trotzdem aromatisch. Schwarze Frucht mit Flieder und Veilchen, dazu rote Kirsche. Alles ist spielerisch leicht und abgehoben ätherisch. Sehr schick! *** Le Sacre St. Georges stammt aus der Feder von Jean-Philippe Janoueix, der auch Château La Croix in Pomerol und Château La Confession in Saint-Émilion besitzt und betreut. 7.400 Pflanzen pro Hektar, durchschnittliches Alter 36 Jahre. Die 19 Hektar stehen in Süd- und Südostexposition. Die Weinberge sind rund 35 Jahre alt, die Böden bestehen aus Kreide, Kalk und Lehm. Der Wein wird im Stahltank fermentiert, die malolaktische Gärung und der Ausbau erfolgen im gebrauchten Barrique und inzwischen zu 35 Prozent im Stockinger-Halbstück. Rund 50.000 Flaschen werden produziert. Diese Menge an Wein stammt von insgesamt fast 20 Hektar Rebfläche. Für diesen kleinen Wein ist das ein sehr geringer Hektarertrag, pro Weinstock weniger als ein Kilo Traube.,