Dieser Nuits Blanches verkörpert den »Big entry and persistent finish« im Weißwein-Sortiment von Au Bon Climat und ist immer reichhaltiger und dichter. Die Trauben sind ein Blend aus dem Bien Nacido K Block (90 Prozent) und dem Le Bon Climat Vineyard aus dem Santa Maria Valley. Die Trauben werden noch strenger selektiert als für alle anderen Weine, denn mit diesem Wein wollte Jim Clendenen das volle Potenzial des Bien Nacido Vineyards bereits 1996 zur Schau stellen. 18 Monate in neuen Fässern von François Frères ausgebaut und anschließend ungefiltert in Flaschen abgefüllt. Der Wein steht in tiefem Strohgelb in deutlich dichterer Farbe im Glas als der daneben probierte Bien Nacido Chardonnay. Die Nase verkörpert die perfekte Kombination aus druckvoller Würze und perfekt ausgereifter, wollüstiger gelber Frucht. Cremige Aromen von Zedernholz, Vanille, Zimt, einem Hauch Brioche, weißem Nougat und Aprikosen Frangipane – komplett ohne jegliche Süße. Eine verführerisch lockende Lorelei im Glas. Mmmh! Schon die Aromatik des Weins ist höchst genussvoll. Die salzige Mineralität und Struktur, die von dieser Würze umspült wird, erfrischt den Mund. Gelbes Steinobst, sogar Mirabellen und gelbe Pflaumen mit Zimt, Muskatnuss, Nelken, ein Hauch Lavendel und fein verwobene brauner Würze. Druckvoll, schiebend und zugleich von großartiger Harmonie und Frische gezeichnet – der Nuits Blanches ist ein Meisterstück und Zeugnis von der Liebe zum Burgund, die Jim Clendenen so sehr geprägt hat. Gemeinsam mit seinem Sohn Knocks, der mittlerweile in Jims großen Fußstapfen treten musste, reiste er regelmäßig in die Region und diese Seelenverwandtschaft ist in diesem Wein klar schmeckbar. Sehr schick und ein Wein, der ohne Bedenken noch mehrere Jahre im Keller reifen kann und sogar sollte – nach 5 bis 10 Jahren Flaschenreife singt der Stoff dann so richtig!
Nach drei trockenen Jahrgängen (2020, 2021 und 2022) startete das Jahr 2023 in Kalifornien für die Reben endlich wieder mit ausreichend viel Niederschlag während der Wintermonate, durch den die Wasserreserven der Weinberge größtenteils wieder aufgefüllt werden konnten. Die Temperaturen blieben im Frühjahr lange kühl, was den Austrieb der Reben extrem verzögerte. Zudem beeinträchtigten diese kühlen Frühlingstemperaturen den Fruchtansatz, was je nach Weinberg auf natürliche Art und Weise zu einer niedrigen Erntemenge und somit zu einer größeren Konzentration führte. Durch die Wachstumsperiode hinweg fielen 2023 in guten Abständen Niederschläge, und es gab keinerlei Trockenstress. Der Sommer verlief im Gegensatz zum heißen Vorjahr 2022 mild und die Trauben konnten langsam und gleichmäßig ausreifen. Zugleich konnten sie eine optimale Balance aus Tanninreife, Frucht und Säure erreichen. Im Herbst wurden die angenehmen Tagestemperaturen durch kühle Nächte ausgeglichen – dies bot nahezu perfekte Bedingungen für die Ausbildung eines komplexen Aromenspektrums. Die Weinlese verlief relativ entspannt und konnte ohne Zeitdruck bei idealer Reife durchgeführt werden. Bereits bei der Gärung legten viele Weine eine beeindruckende Intensität an den Tag, wie man sie nur ganz selten erleben kann. 2023 gilt nach 2021 und 2019 wieder als herausragender, großer Jahrgang.