Weißwein, Mosel Saar Ruwer, 2017 Deutschland Grans Fassian

Riesling Cuvee 9 feinherb

Lobenberg: Die Lese erfolgt Anfang Oktober. Verwendung finden nur eigene Trauben und die Trauben von befreundeten Winzern. Die Gärung wird nach 6 Wochen im Edelstahlfass bei 9,5% vol. gestoppt. Ein frischer Sommerwein mit erfreulich wenig Alkohol. Die Leichtigkeit überzeugt....

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0,75 l (11,33 €/l)

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Weißwein, Mosel Saar Ruwer, 2018 Deutschland Carl Loewen

Riesling Quant trocken

Lobenberg: Der Wein stammt aus besten Lagen in Leiwen, Detzem, Longuich und Lorch. Somit eigentlich schon fast an einen Ortswein heranreichend, obwohl er eigentlich den Gutswein darstellt, darüber kommt dann noch der Riesling Alte Reben, der der eigentliche Ortswein ist. 2018 passt zu...

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Weißwein, Mosel Saar Ruwer, 2016 Deutschland Thomas Haag / Schloss Lieser

Riesling SL QbA trocken

Lobenberg: Alkohol 11, Restzucker 8, Säure 8. Bei Thomas Haag gibt es keine Maischestandzeit. Alles wird als Ganztraube sofort gepresst und zu 100% im Edelstahl spontan vergoren. Auch der Ausbau aller Weine, inklusive der Großen Gewächse geschieht im Edelstahl. Der Gutswein von Lieser...

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Weißwein, Mosel Saar Ruwer, 2018 Deutschland Thomas Haag / Schloss Lieser

Riesling SL QbA trocken

Lieferbar ab KW 34 in 2019.

Lobenberg: Bei Thomas Haag gibt es keine Maischestandzeit. Alles wird als Ganztraube sofort gepresst und zu 100% im Edelstahl spontan vergoren. Auch der Ausbau aller Weine, inklusive der Großen Gewächse, geschieht im Edelstahl. Der Gutswein von Lieser ist nun seit vielen Jahren eines...

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Weißwein, Mosel Saar Ruwer, 2018 Deutschland Carl Loewen

Pinot Blanc trocken

Lobenberg: Die Reben stammen aus dem Elsass und haben schwachwüchsige Unterlagsreben, Anfang der 90er Jahre gepflanzt, auf Schieferverwitterung mit höherem Lehmanteil, deshalb für Riesling nicht so sehr geeignet. Da die Reben aus Frankreich stammen nennt Carl Loewen den Wein Pinot Blanc...

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Weißwein, Mosel Saar Ruwer, 2018 Deutschland Carl Loewen

Riesling Varidor trocken

Lobenberg: Der Varidor stammt aus einer vor 25 Jahren neugepflanzten Selektion Massale aus alten Reben der Laurentius Lay und den 1896 gepflanzten Reben im Herrenberg, selektiert wurde sehr penibel nach Reife, Vitalität und anderen qualitativen Merkmalen. Man verfeinert hier weiter den...

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Weißwein, Mosel Saar Ruwer, 2017 Deutschland Ansgar Clüsserath

Riesling Vom Schiefer trocken

Lobenberg: Dieser Wein kommt von Reben aus verschiedenen Lagen. U.a. aus dem Trittenheimer Altärchen und Mülheimer Sonnenlay, aber eben sehr gute und zertifizierte Einzellagen, die von der winzigen Größe her nicht reichen, um jeweils eine eigene Abfüllung zu machen. Das ist schon immer...

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Weißwein, Mosel Saar Ruwer, 2017 Deutschland Schloss Saarstein

Pinot Blanc

Lobenberg: Die Reben stehen fast direkt am Schloss. Sie wurden 1989 und in den frühen 90ern gepflanzt. Ganztraubenpressung und dann sofortige Vergärung im Edelstahl. Das Faszinierende an diesem Pinot Blanc ist seine Reintönigkeit, seine Klarheit, und vor allem sein wunderschöner...

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Weißwein, Mosel Saar Ruwer, 2017 Deutschland Fritz Haag

Riesling QbA trocken

Lobenberg: Der 2017er Gutswein passt wie die Faust aufs Auge in die Reihe der großartigen Gutsweine hier. Sogar eine Steigerung, die ich nicht für möglich hielt, ist hier beim 2017er möglich. Da kommt so viel mineralische Spannung aus dem Glas. So tolles Salz und Orangenzesten. Gleich...

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0,75 l (13,20 €/l)

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  • Lobenberg 93-94
    Pirmin Bilger 18
    Suckling 91
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Weißwein, Mosel Saar Ruwer, 2017 Deutschland Markus Molitor

Pinot Blanc Haus Klosterberg

Lobenberg: Ich erinnere mich, gerade erst schon einen genialen Einstiegs-Pinot Blanc von der Saar bei Schloss Saarstein eingekauft zu haben, weil 2017 eben so extrem pikant und gleichzeitig aromatisch ist. Wer hätte vor 10 bis 15 Jahren gedacht, dass die Mosel zum Eldorado der...

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Bismarkturm mit Weinberg im Hintergrund
Kuppe vom Bismarkturm

Die Erfolgsgeschichte der Mosel verläuft wellenförmig

Freilich war diese Welt nicht immer heil. Durch die von Napoleon verfügte Realteilung zersplitterte im 19. Jahrhundert der Besitz vieler Winzerfamilien. Zahlreiche Betriebe waren nicht mehr lebensfähig, obwohl die besten Moselweine zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf den internationalen Märkten Spitzenpreise erzielten. Viele Winzer hatten nur die Wahl zwischen Armut oder Wegzug. Von heiler Welt keine Spur. Die Lage verschärfte sich noch, als 1907 die Reblauskatastrophe über die Mosel hereinbrach. Der größte Teil der Rebberge wurde verwüstet. Nach dem Zweiten Weltkrieg, als Deutschland in Trümmern lag, waren die Rieslinge vom Bernkasteler Doctor und der Wehlener Sonnenuhr zwar international immer noch stark gefragt. Doch leider waren (und sind) nicht alle 4.000 Moselwinzer in diesen Lagen begütert. Die meisten waren froh, dass Grosskellereien und Genossenschaften ihnen die Trauben (beziehungsweise den Most oder den Jungwein) abnahmen. Doch was diese dann daraus machten, zerstörte auf Jahrzehnte die Lust der Deutschen auf einheimischen Wein. Bis in die 1980er Jahre hinein war die Mosel eher berüchtigt denn berühmt für ihre für lieblichen Spätlesen vom Typ „Kröver Nacktarsch": Weine, die mit Zuckerwasser aufgepäppelt und mit hoch geschwefeltem Most gesüßt wurden, um aus randvoll geschenkten Römergläsern mit grünem Fuss getrunken zu werden, nicht selten unter Absingen alberner Trinklieder. Die Römergläser gibt es auch heute noch, die lieblichen Spätlesen ebenfalls. Aber sie sind nicht mehr repräsentativ für das Bild von der Mosel.
Das heutige Profil besticht vor allem durch seine Einzigartigkeit. Zum Leichten, Spielerischen kommt das unverwechselbare Geschmacksprofil des Moselrieslings hinzu: hochmineralisch mit Apfel- und Grapefruitnoten im trockenen Bereich, in restsüßen mit zartfruchtigen Tönen, die an Pfirsich, Mandarine, Honigmelone, im gereiften Zustand auch an Quitte erinnern. Das Ganze durchzogen von einer frechen Säure. Mosel - das ist eine eigene Welt.

Das Prädikatsweinsystem dominiert die Weine von der Mosel: Kabinett, Spätlese, Auslese und edelsüße Prädikate

Wehlen, Graach, Ürzig,...

Alle diese Dörfer liegen im Bereich Mittelmosel. Er ist das Herzstück des Anbaugebiets. Dort findet man den berühmten grau-blau schimmernden Schiefer, der 400 Millionen Jahre alt ist und aus dem Devon stammt. Er gibt den Weinen ihren ausgeprägt „schiefrigen" Geschmack. Dort haben Winzer wie J. J. Prüm, Fritz Haag, Thomas Haag von Schloss Lieser und Ansgar Clüsserath ihre Reben stehen. 

Den kalkarmen Devonschiefer findet man auch an Ruwer und Saar, zwei Nebenflüssen der Mosel, an denen ebenfalls seit ältester Zeit Weinbau betrieben wird. Die beiden Gebiete sind geografisch höher gelegen und somit kühler als die Mittelmosel. Die Ruwer-Weine fallen oftmals noch rassiger aus, sind noch verspielter und können noch filigraner sein - Beispiel: der Karthäuserhof der Familie Tyrell. Auch die Saar-Weine prunken mit „strammer" Säure, wie die Winzer sagen. Aus dem Umstand, dass die Weinberge dort regelmäßig von Frühfrösten heimgesucht werden, haben die Winzer eine Tugend gemacht. Sie lassen einen Teil ihrer Trauben bis in den November oder Dezember hinein hängen und bekommen, wenn das Thermometer unter minus 7° Celsius fällt, grandiose Eisweine. Egon Müller und Geltz Zilliken haben dort ihre Weinberge. Übrigens sind die Namen Ruwer und Saar seit 2008 aus der offiziellen Bezeichnung des Anbaugebiets getilgt worden - zum Ärger der ortsansässigen Winzer.

Karte der Anbaugebiete im Moseltal
Anbaugebiete im Tal der Mosel
Stadt und Weinfelder im Moseltal
Das Moseltal bei Wehlen
Weinfelder an der Mosel
Das Moseltal
Menschen ernten zwischen Rebzeilen
J. J. Prüm: Lese im November
Rebstöcke vor Steilhang
Trittheimer Apotheke

Die kargen Schieferböden geben dem Riesling seinen Fußabdruck

Obermosel

Auch an der Obermosel (zwischen Trier und Wasserbillig an der Grenze zu Luxemburg) wird Wein angebaut, allerdings hauptsächlich Elbling. Die untere Mosel ist dagegen wieder Rieslingland. Dieser Bereich zwischen Zell und Koblenz ist in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus der Weintrinker geraten, nicht zuletzt durch die aussergewöhnlichen Rieslinge von Heymann-Löwenstein. Dort sind die Lagen nicht flurbereinigt, was dazu geführt hat, dass viele Winzer den Weinbau aus Rentabilitätsgründen aufgegeben haben. Die geblieben sind, erzeugen heute in heroischer Handarbeit auf abenteuerlich hohen, oft nur handtuchgrossen Terrassen einige der spannendsten Moselrieslinge überhaupt. Manche der Terrassen sind wie alpine Klettersteige mit Seilen gesichert und nur über Treppen oder Leiterchen erreichbar. Um schwere Lasten zu transportieren, mussten an vielen Stellen Mini-Zahnradbahnen (Monorack) in die Hänge montiert worden. Winningen, Hatzenport, Pommern, Bremm - so heissen dort die bekanntesten Weindörfer an der Terrassenmosel, wie dieser Abschnitt genannt wird. Dort findet sich mehr quarzitischer Sandstein als Schiefer, wodurch die Weine etwas kräftiger und körperreicher ausfallen als an der Mittelmosel. Sie schmecken besonders mineralisch, ja oft richtig salzig. Mit den „Kröver Nacktarsch"-Spätlesen von einst haben sie soviel zu tun wie ein Rainer Werner Fassbinder-Opus mit einem klebrigen Heimatfilm. 

Weinrebe mit Rieslingtrauben
Riesling Trauben

Natürliche Fruchtsüße dominiert

Insgesamt liegt der Anteil trockener Weine an der Mosel bei etwa 18 Prozent - so niedrig wie in keinem anderen deutschen Anbaugebiet. Die trockenen Qualitäten findet man am häufigsten im Bereich der einfachen Gutsweine. Spätlesen werden nur vereinzelt trocken ausgebaut, und selbst wenn „trocken" auf dem Etikett steht, kann die Restsüße durchaus 10 Gramm/Liter betragen. Einige der besten Winzer sind sogar der Überzeugung, dass der trockene Weintypus an der Mosel deplaziert ist. Egon Müller und J. J. Prüm verzichten beispielsweise auf trockene Weine und damit auch auf Große Gewächse. Diese sollen laut VDP auch an der Mosel 10 Gramm/Liter Restsüße nicht überschreiten, um das „trockene Erscheinungsbild" zu gewährleisten. Restsüße in dieser Grössenordnung ist bei Moselweinen kaum schmeckbar, da die Säuren allgemein hoch liegen. Dennoch passiert es immer wieder, dass Spitzenweine diese Grenze überschreiten (unter anderem weil spontan vergoren) und dann nicht als GG, sondern nur als Riesling „Erste Lage" auf den Markt kommen dürfen. 

Viele Moselwinzer sind der Meinung, dass der Charakter ihres Rieslings am besten bei Weinen zum Ausdruck kommt, die eine zarte, schmeckbare Restsüße aufweisen. Weinliebhaber schließen sich dieser Auffassung immer häufiger an. Sie ziehen halbtrockene Weine mit einem Restzucker-Anteil zwischen 12 und 18 Gramm/Liter den trockenen Exemplaren vor. „Feinherb" wird diese Geschmacksrichtung genannt. Oder sie gehen sogar auf die „fruchtigen" Weine mit einem Restzucker von über 18 Gramm/Liter. Bei diesen Weinen ist das Spiel zwischen Süße und Säure noch raffinierter. Ausserdem erweisen sich die fruchtigen und feinherben Weine als außerordentlich langlebig, während der Charme der trockenen Weine nach einigen Jahren langsam verblasst.

Edelsüße Formate, wie es sie andernorts nicht geben kann

Eine Spezialität, wie es sie sonst nirgendwo auf der Welt gibt, sind die edelsüßen Weine, die überall an der Mosel regelmäßig und in höchster Qualität geerntet werden: Auslesen, Beerenauslesen, Trockenbeerenauslesen und Eisweine. Sie werden aus extrem spät gelesenen Trauben oder Beeren erzeugt, die am Stock von der Edelfäule befallen wurden, sich bräunlich verfärben und von hässlichem Schimmel überzogen werden. Aber gerade diese Trauben ergeben Weine von schwerer Süße, die dennoch leicht und spielerisch über die Zunge laufen, weil sie von einer sehr hohen Säure geädert sind. Sie weisen nur 9 Vol.%, Trockenbeerenauslesen und hochgrädige Eisweine sogar nur 7,5 Vol.% Alkohol auf - im Gegensatz zu den Sauternes aus Frankreich, die doppelt so alkoholreich sind. Diese Weine, oft in mühsamer Handarbeit „gepiedelt" (wie die Moselaner das Herauszupfen edelfauler Beeren aus der Traube nennen), sind rar und entsprechend teuer, bieten aber unvergessliche Geschmackserlebnisse. „Schweiß der Engel" schwärmen die Kenner.

Trauben mit Edelfäule befallen
Von Botrytis befallene Rieslingtrauben