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Alle Weine aus Frankreich

Rotwein, Languedoc - Coteaux du Languedoc, 2017 Frankreich Villa des Croix

Pinot Noir 2017

Lobenberg: Ähnlich wie beim Viognier bin ich auch beim Pinot erstaunt. Dieser Rebsorte im Pay d’Oc hätte ich nicht viel Chance eingeräumt. Und dann dieser Wein für kleines Geld. Betörend in seiner totalen Kirschigkeit. Da ist kaum Platz für anderes. Aber nicht plump. Kraftvoll ja, aber...

  • 6,95 €

0,75 l (9,27 €/l)

  • 39443H
  • Lobenberg 89/100
  • Trinkreife : 2019 - 2026

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Rosé, Loire, 2018 Frankreich Domaine des Corbillieres

Touraine Rose 2018

Lobenberg: Was für ein toller Rosé! Schon die Nase so wunderbar einladend. Aus dem Glas strömen Noten von frischen Rosen, roten Beerenfrüchten, reifen Kirschen und Erdbeeraromen, dazu feine, frische Kräuter. Am Gaumen perfekt ausgewogen, saftig und lebhaft mit einer tollen, erfrischenden...

  • 7,95 €

0,75 l (10,60 €/l)

  • 39422H
  • Lobenberg 89-90/100
  • Trinkreife : 2019 - 2022

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Rotwein, Loire, 2016 Frankreich Domaine des Huards

Cheverny Envol 2016

Lobenberg: Schon lange habe ich keinen so verblüffend guten, intensiv fruchtigen, so verblüffenden Wein in der 10-Euro-Region probiert. Ich kam an diesem Charmebolzen aus Pinot und Gamay einfach nicht vorbei. Und everybodys Darling, auf der Stelle, viel bessere Offenausschankweine kann man...

  • 11,00 €

0,75 l (14,67 €/l)

  • 35168H
  • Lobenberg 91+/100
  • Trinkreife : 2018 - 2040

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Rotwein, Languedoc - Herault, 2017 Frankreich Daumas Gassac / Aime Guibert

Pont de Gassac 2017

Lobenberg: Das ist die wirkliche Kopie, die Kleinausgabe bzw. Zweitwein des großen Klassikers Daumas Gassac. Feine rote Frucht, geschliffene, seidige Tannine, wunderschön samtige Cabernetfrucht. Johannisbeere, Cassis und süße Kirsche. Ein superfeiner Schmeichler voller Finesse, ganz anders...

  • 11,80 €

0,75 l (15,73 €/l)

  • 36262H
  • Lobenberg 90/100
  • Trinkreife : 2018 - 2024

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Rosé, Burgund - Chablis Frankreich La Chablisienne

Cremant de Bourgogne Rosé Brut Paul Delane Flaschengärung

Lobenberg: Aus den beiden traditionellen Rebsorten Pinot Noir und Gamay gekeltert, entsteht bei Paul Delane, einem Winzer der Cooperative "La Chablisienne", dieser ausgewogene Cremant Rose Brut. Die Reben wachsen in Auxerrois, dem nördlichen Burgund und verleihen dem Cremant Rose im Bouquet...

  • 12,50 €

0,75 l (16,67 €/l)

  • 17364H
  • Lobenberg 90/100

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Rosé, Loire, 2017 Frankreich Domaine des Huards

Cheverny Prose 2017

Lobenberg: Braucht man einen Rosé von der Loire? Unbedingt sogar! Und diesen erst recht, denn ihn nur als witzig zu bezeichnen reicht nicht aus. Würzig und süß-sauer-pikant, eigenwillig blumig und fast dropsig, und dabei fruchtstark und intensiv zugleich, die erstaunlich intensive Pinot...

  • 13,50 €

0,75 l (18,00 €/l)

  • 35165H
  • Lobenberg 92-93/100
  • Trinkreife : 2018 - 2024

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Rosé, Loire, 2018 Frankreich Domaine des Huards

Cheverny Prose 2018

Lobenberg: Braucht man einen Rosé von der Loire? Unbedingt sogar! Und diesen erst recht, denn ihn nur als witzig zu bezeichnen reicht nicht aus. Würzig und süß-sauer-pikant, eigenwillig blumig und fast dropsig, und dabei fruchtstark und intensiv zugleich, die erstaunlich intensive Pinot...

  • 13,95 €

0,75 l (18,60 €/l)

  • 36260H
  • Lobenberg 92-93/100
  • Trinkreife : 2019 - 2025

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Rotwein, Burgund - Cote d'Or, 2017 Frankreich Domaine Thierry Mortet

Bourgogne Passetoutgrain 2017

Lobenberg: Thierry Mortet ist der Bruder des bekannten Denis Mortet. Alle Weinberge waren früher im Besitz des Vaters, durch Erbteilung wurden die Weinberge aufgeteilt. Das heißt wir sind hier qualitativ auf dem selben Level wie beim legendären Weingut Denis Mortet, wo der Bruder von...

  • 14,40 €

0,75 l (19,20 €/l)

  • 35956H
  • Lobenberg 91-92+/100
  • Trinkreife : 2019 - 2029

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Rotwein, Burgund - Cote d'Or, 2016 Frankreich Domaine Faiveley

Bourgogne Rouge 2016

Lobenberg: Wunderschöne feine, schon in der Nase mit guter Säure behaftete komplexe Geruchswolke. Sehr feine rote Sauerkirsche, ein bisschen Cassis darunter, dann kommt auch ein Hauch schwarze Kirsche. Unglaublich zart, aber trotzdem Süße und Dichte ausstrahlend. Der Mund ist charmant, mit...

  • 14,40 €

0,75 l (19,20 €/l)

  • 35108H
  • Lobenberg 91+/100
  • Trinkreife : 2018 - 2028

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Rotwein, Loire, 2017 Frankreich Domaine Pelle

Les Bornes Rouge 2017

Lobenberg: Ausreichend positiv auf die hohe Qualität der Domaine eingestimmt von JeanDo Vacheron, war ich dann doch noch überrascht, dass die Pinot Noirs von Pellé den besten Pinots aus Sancerre in Nichts nachstehen, vielleicht sind sie noch geschmeidiger hier und vor allem fruchtiger, ein...

  • 14,50 €

0,75 l (19,33 €/l)

  • 35261H
  • Lobenberg 92/100
    Falstaff 92/100
  • Trinkreife : 2018 - 2028

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Weinland Frankreich

Wohl kein anderes Weinland der Welt hat einen solchen Nimbus wie Frankreich und liegt so stark im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne, bäuerlicher Wirtschaftsweise und Weinindustrie, Anspruch und Wirklichkeit. Die Weinkultur ist weit über 2.000 Jahre alt, Regionen wie Burgund, Bordeaux und Champagne sind weltberühmt, und doch hat ein Verharren in alten Mustern ziemlich am Lack gekratzt. In den letzten Jahren aber tut sich viel zum Guten.

Mit den Mönchen kommt der Qualitätsweinbau

Der Weinbau kam wohl mit den Griechen, die im heutigen Marseille eine Kolonie gründeten, nach Frankreich. Später weiteten die Römer und Kelten den Anbau massiv aus. Die Entwicklung des Qualitätsanbaus, so wie wir ihn heute kennen, kann man allerdings den burgundischen Mönchen des frühen Mittelalters zuschreiben. Tatsächlich war es kein Geringerer als Karl der Große (742–814), der entscheidende Impulse für den Weinbau gab, den die aufstrebenden Klöster des Burgund aufnahmen und umsetzten. Karl der Große hatte selbst Besitz in Burgund, mit ziemlicher Sicherheit sogar dort, wo schon lange eine Lage nach ihm benannt wird: Corton-Charlemagne.

Sowohl die Zisterzienser – das Stammkloster Cîteaux liegt nördlich von Beaune – als auch die Benediktiner haben sich europaweit um den Weinbau verdient gemacht, besonders aber zunächst in Burgund, wo sie die bis heute wichtigen Lagen erkannt und bepflanzt haben. Es waren auch die Mönche, die erstmals vom goût de terroir sprachen, vom Geschmack eines bestimmten Ortes, der einen besonderen Boden und ein besonderes Mikroklima aufweist und heute die Grundlage für die französische Idee des Weinmachens ist.


Elsass, Châteauneuf-du-Pape und die Entwicklung des Appellations-Systems

Neben Burgund entwickelten sich im Laufe der Jahrhunderte weitere wichtige Regionen. Das Elsass, immer im Spannungsfeld zwischen Frankreich und dem Heiligen Römischen Reich deutscher Nation, hatte bereits im 9. Jahrhundert 180 Weinbauorte. Im 16. Jahrhundert war die Anbaufläche doppelt so groß wie heute, und es gab Vorläufer eines Appellationssystems. Doch im 30-jährigen Krieg wurde ein Großteil davon zerstört. Sieben Jahrhunderte lang war das Elsass deutsch und hat entsprechend viel deutsche Weinkultur in sich aufgenommen. Im Elsass entstehen vor allem Weißweine, die mal trocken, mal süß ausfallen können und deren Rebsorten – allen voran Riesling, Pinot gris und Gewürztraminer – auf den Etiketten ausgewiesen werden. Das ist in Frankreich sonst eher unüblich, es sei denn, man erwirbt einen Landwein, einen vin de pays. Sind die Weine rebsortenrein wie zum Beispiel im Burgund oder Beaujolais, dürfen sowieso nur bestimmte Traubensorten Verwendung finden. Ansonsten sind die Weine meist Cuvées, wie zum Beispiel in Châteauneuf-du-Pape, wo Pierre Le Roy de Boiseaumarié in den 1920er Jahren den typischen Boden und die besten Rebsorten für den Châteauneuf festgeschrieben hat. Diese Abhandlung war die Grundlage für ein Qualitätssystem, dem sich jede Weinbauregion unterwirft. Die Appellation oder AOP legt bestimmte Standards fest, die eingehalten werden müssen.

Sagenhafter Ruf durch die Einzelregionen Bordeaux, Burgund und Rhone:

  • Gibt es bessere Schaum­weine als aus der Champagne? Nein!

  • Gibt es bessere Sauvignon Blanc als von der Loire? Viel­leicht aus Bordeaux, aber sonst nein!

  • Gibt es besseren Mourvedre als aus Bandol? Viel­leicht von der Rhone, aber sonst nein!

  • Gibt es ur­wüchsigere Weine als die wilden Weine aus Languedoc/Roussillon? Nein!

  • Gibt es tannin­reichere, maskulinere Unikate als die wilden Tannat­weine des Madiran? Nein!

  • Gibt es schwärzere, substanz­reichere Malbec als die Cahors-Weine? Viel­leicht Argentinien …


Bordeaux und die
Klassifizierung von 1855

Diesen Richtlinien unterliegt auch das große Weinbaugebiet Bordeaux im Südwesten. Vom einfachen Bordeaux AC bis zu den weltberühmten Premier Cru dürfen beispielsweise nur bestimmte Rebsorten Verwendung finden. Das sind vor allem Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc, in kleinen Mengen Petit Verdot und noch ganz selten Malbec und Carmenère. Für weiße Bordeaux sind es vor allem Sémillon und Sauvignon blanc. Vor allem unter der englischen Herrschaft in Bordeaux hatten sich der Handel mit Rotwein und der Export stark entwickelt. Weine von Gütern wie Haut-Brion waren sehr gefragt. Die Bewertung der Médoc-Weingüter fand ihren Niederschlag kurz vor der Weltausstellung 1855 in Paris.

Frankreich im
GUTE WEINE Blog

Rohne 2018

Rhonetour Mai 2018 – Probe Jahrgang 2017

Die Rhone 2017 wurde im Vorfeld hochgepusht, dementsprechend groß war die Neugier. Nun muss sie sich dem Realitätscheck stellen. weiterlesen


Boden und Zeit. Marc Tempé

Boden und Zeit. Marc Tempé

Vieles aus dem Elsass war mir bis dato persönlich zu süß, bis auf einmal ein Winzer namens Marc Tempé meine Wege kreuzte und ich aus dem Schwärmen nicht mehr raus kam. weiterlesen

Diese Liste gilt bis heute und hat sich nur einmal verändert, als Mouton-Rothschild neben Lafite-Rothschild, Latour, Margaux und Haut-Brion in die Spitze der Premier-Grand-Cru-Classé-Güter aufgenommen wurde. Die Klassifizierung betrifft das Médoc auf der linken Seite der Gironde mit den Ortschaften Pessac-Légonan, Pauillac, Saint-Estèphe und Saint-Julien. Die bedeutende Appellation Saint-Émilion, auf der rechten Seite der Gironde gelegen, verfügt über eine eigene Klassifizierung mit den vier Gütern Ausone, Angélus, Cheval Blanc und Pavie an der Spitze. Das ebenso bedeutende Pomerol mit Weingütern wie Pétrus, Evangile, Clinet oder Latour a Pomerol ist so klein und exklusiv, dass es keiner Klassifizierung bedarf.


Reblaus-Katastrophe, Neuanfang und ein Blick in die Champagne

Die Ausbreitung de Reblaus, die mit amerikanischen Rebstöcken nach Europa kam, hat Frankreich Ende des 19. Jahrhunderts hart getroffen. Ganze Landstriche mussten gerodet werden, und Anbaugebiete wie das Jura haben sich bis heute nicht davon erholt. Allein dort wurden 90 % der Anbaufläche vernichtet und ebenso viele autochthone Rebsorten. Auch das Bordelais musste sich völlig neu sortieren, und es hat eigentlich bis in die 1980er Jahre gedauert, bis dieser Prozess abgeschlossen war. Mit dem Jahrgang 1982 und dem Auftreten von Robert Parker jun. begann der Wiederaufstieg von Bordeaux – qualitativ wie preislich. Einen ähnlichen Aufstieg hat auch die Champagne gemacht. Zwar war der Schaumwein schon im 17. und 18. Jahrhundert äußerst begehrt, doch auch hier haben Krisen und nicht zuletzt die Kriege im 20. Jahrhundert für Verwerfungen und bittere Armut gesorgt. Das Alleinstellungsmerkmal des besonderen Terroirs und ein konsequentes Marketing haben jedoch seit 1950 für anhaltenden Erfolg gesorgt. Zunächst wurden die großen Häuser und Marken wie Veuve Cliquot, Moët & Chandon, Louis Roederer, Taittinger oder Bollinger bekannt und haben eine große Marktmacht gewonnen. Doch seit ca. zwanzig Jahren trauen sich immer mehr kleine und unabhängige Häuser und Winzer, einen ganz anderen Stil in eigene Flaschen zu füllen und zu vermarkten. Häuser wie Gimonnet, Agrapart, Clouet oder Moncuit sind damit äußerst erfolgreich. Andere Häuser wie Pol Roger haben es nie anders gemacht.

Geheimtipp Loire und
Aufbruch im Süden

Wenn man sich mit den Weinen beschäftigt, die am Mittellauf der Loire bis zur Mündung in den Atlantik entstehen, dann kann man nur schwer nachvollziehen, dass die Region eigentlich immer noch ein Geheimtipp ist. Man kennt natürlich Pouilly-Fumé und Sancerre und Namen wie Didier Daguenau oder Vacheron mit ihren Sauvignon blancs. Doch schon die dortigen Pinots sind weitgehend unbekannt. Noch deutlicher wird es, wenn man Chenin blancs oder Cabernet Franc im Glas hat. Im Vouvray und Saumur, im Anjou, Chinon und Bourgeuil entstehen markante Weine, oft biologisch oder biodynamisch erzeugt und von einer Qualität, die dringend größerer Aufmerksamkeit bedarf.

Dies galt lange auch für die Weine, die von der Nordrhône an abwärts entstehen. Der Süden Frankreichs hat einen großen Sprung gemacht. Syrahs aus Cornas oder Saint Joseph, der Côte Rotie oder Hermitage sind äußerst begehrt, die südlichen Cuvées aus Gigondas, Vaqueras oder Rasteau haben einen sehr guten Ruf. Das Gleiche gilt für Rotwein und vor allem Rosé aus der Provence und die satten, fruchtigen Cuvées aus dem Languedoc und Roussillon. Gerade dort, wo lange Zeit der Massenanbau die Qualität definierte, haben sich Regionen und Gemeinden wie Pic Saint Loup oder Calce neu erfunden. Betriebe wie Gauby, Daumas Gassac oder Grange des Pères sorgen dafür, dass immer mehr junge, experimentierfreudige Winzer in die Region kommen und von der Vielfalt an Böden und Kleinklimata profitieren. Das Spitzensegment des französischen Weinbaus, das man in Bordeaux, Burgund und in der Champagne findet, ist längst bekannt und abgesteckt. Doch das macht nur einen Bruchteil des französischen Weinbaus aus. Darunter gibt es bis heute eine ganze Welt zu entdecken. Mit dem Generationswechsel, einer größer werdenden Offenheit und einer starken Hinwendung zu nachhaltigen und ökologischen Prinzipien ist das Weinland Frankreich so interessant wie vielleicht nie zuvor.