Der Aufstieg des Spätburgunders in Baden ist spektakulär, nicht nur am Kaiserstuhl.

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Bernhard Huber

Baden

e

Cuvée

a

Lobenberg 96 / 100

t

Trinkreif: 2019–2031

Malterdinger weiß VDP Ortswein trocken 2017
  • 18,00 €

Ab-Hof-Preis

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Holger Koch

Baden

e

Chardonnay 100%

a

Lobenberg 95–96 / 100

t

Trinkreif: 2022–2036

Chardonnay *** Selectionswein Großes Gewächs trocken 2019
  • 25,00 €

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Bernhard Huber

Baden

e

Chardonnay 100%

a

Lobenberg 95 / 100

t

Trinkreif: 2016–2033

Chardonnay Sekt Blanc de Blanc Brut nature Flaschengärung 2011
  • 25,00 €

Ab-Hof-Preis

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Hanspeter Ziereisen

Baden

e

Chardonnay 100%

z

voll & rund
mineralisch

a

Lobenberg 95 / 100

t

Trinkreif: 2020–2032

Chardonnay Hard trocken 2017
  • 26,80 €

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Reinhold und Cornelia Schneider

Baden

e

Chardonnay 100%

z

voll & rund
frische Säure
mineralisch

a

Lobenberg 94+ / 100

t

Trinkreif: 2020–2033

Chardonnay *** Spätlese trocken 2018
  • 12,00 €

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Holger Koch

Baden

e

Chardonnay 100%

a

Lobenberg 93–94 / 100

t

Trinkreif: 2021–2030

Chardonnay Herrenstück trocken 2019
  • 14,00 €

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Johner

Baden

e

Cuvée

z

exotisch & aromatisch
niedrige Säure

a

Lobenberg 91–92 / 100

t

Trinkreif: 2020–2025

Weißburgunder & Chardonnay 2018
  • 16,00 €

Ab-Hof-Preis

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Hanspeter Ziereisen

Baden

e

Chardonnay 100%

a

Lobenberg / 20

t

Trinkreif: 2020–2032

Jaspis Chardonnay trocken 2017
  • 69,80 €
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Weinregion Baden

Politisch bildet Baden mit Württemberg eine Einheit. Weinbaulich gibt es diese Einheit nicht. Ja, Baden selbst ist alles andere als ein einheitliches Weinanbaugebiet. Es hat die Form eines schmalen, parallel zum Rheingraben verlaufenden Gürtels, auf dem mindestens sieben verschiedene Weinanbaugebiete liegen, die weder geografisch noch innerlich zusammenhängen: Badische Bergstrasse, Kraichgau, Ortenau, Breisgau, Kaiserstuhl, Tuniberg, Mark­gräflerland.

Dazu kommen Bereiche, die fernab des Rheins weit verstreut im Hinterland liegen und ebenso gut den benachbarten Anbaugebieten Franken, Württemberg oder der Hessischen Bergstrasse zugeschlagen werden könnten: etwa das Taubertal oder der Bodensee um Meersburg. Doch die Väter des Deutschen Weingesetzes waren keine Freunde der Differenzierung. Sie glaubten, mit weinbaulichen Großgebilden die Vermarktung des deutschen Weins zu fördern und zu erleichtern. So schufen sie das weinbauliche Monstrum Baden, eines jener Großgebilde, wie es sie unter den europäischen Weinbaunationen praktisch nur in Deutschland gibt: viel zu groß, viel zu heterogen, viel zu unübersichtlich, sich teilweise selbst fremd. Zwar ist dieses Großgebilde in verschiedene Bereiche unterteilt, aber keine der Unterzonen hat das Rechtauf eine eigene Herkunftsbezeichnung, wie es in Frankreich und Italien gang und gäbe ist.

Individuelle Leistung

Kein Wunder, dass Baden als Wein­land inter­national bedeu­tungs­los ist. Wenn ein badischer Wein mal außerhalb Deutsch­lands wahr­genommen wird, dann nur aufgrund der indi­vidu­ellen Leis­tung ein­zelner Winzer. Eine kollektive Identität gibt es in Baden nicht. Die Marke „Badischer“ existiert nur in der Wer­bung.

Der über­regionale Wein­handel und die deutschen Wein­trinker sind, wenn sie ins Badische blicken, denn auch nicht auf das gesamte Anbaugebiet fokus­siert, sondern nur auf einzelne Bereiche. Zum Beispiel auf den Kaiserstuhl. Dieser sich aus der Rheinebene erhebende Vulkankegel westlich von Freiburg repräsen­tiert zwar nur ein gutes Viertel der badischen Rebfläche, doch kommen aus keinem anderen Bereich Badens so viele inte­ressante und hochklassige Weine.

Der Kaiser­stuhl ist das Gebiet mit der höchsten Sonnen­schein­dauer in Deutsch­land. Die Meteo­rologen haben 1740 Sonnen­scheinstunden im Jahr gezählt. In dieser Klima­nische gedeihen seit jeher Rotweine: satte, vollmundige Spät­burgunder, die im Holz­fass – auch dem klei­nen – ausgebaut werden und ziemlich lang­lebig sein können. Die klare Frucht und die fein­stoff­liche Minera­lität dieser Spät­burgunder hat in den letzten Jahren auch Rot­wein­trinker außerhalb der Region über­zeugt, deren Zunge an franzö­sischen Burgundern geschult ist. Ein Beispiel dafür sind die Weine von Reinhold und Cornelia Schneider sowie von Karl-Heinz Johner.

Bei aller Begeisterung über die Roten wird aber gern übersehen, dass am Kaiserstuhl letztlich mehr Weiß- als Rotweinreben stehen: neben dem Müller-Thurgau (der in Baden meistens Rivaner heißt) vor allem Weißburgunder und Grau­burgunder. Diese beiden Weine gelingen auf den Lehm- und Löss­böden besonders gut und gehören zu den Besten ihrer Sorte in Deutschland. Sie faszinieren durch ihre Stoffig- und Vielschichtigkeit, sind aber gleich­zeitig von einer feinen Säure durchzogen, die ihnen wie ein Herkunftsstempel aufgedrückt ist. Auch Chardonnay passt gut zum Kaiserstuhl. Dass all diese Weine durchgegoren sind, versteht sich heute von selbst. Der lieblich ausgebaute Grau­burgunder, der früher unter der Bezeichnung „Ruländer“ mal eine gesuchte Spezialität am Kaiser­stuhl war, ist heute eine aussterbende Weinspezies.

Früher war der Weißweinanteil Badens noch wesent­lich höher. Allein Müller-Thurgau bedeckte 1975 ungefähr die Hälfte der Rebfläche. Auf Raten der Experten des badischen Weinbauverbandes wurde wenig später die folgenschwere Empfehlung ausgesprochen, ihn durch Spätburgunder zu ersetzen.

Heute wären viele Winzer froh, wenn sie ihre weißen Reben behalten hätten. Denn Spät­bur­gunder ist ein Überschussprodukt geworden. Er steht teilweise in Lagen, die für diese Rebsorte wenig geeignet sind und nur magere, ausdrucks­lose Weine hervorbringen.

Spätburgunder und Gutedel

Trotzdem ist der Aufstieg des Spätburgunders in Baden spektakulär, nicht nur am Kaiserstuhl. Eben­falls in den Fokus der Freunde des badischen Weins gerückt ist der nördlich von Freiburg lie­gende Breisgau mit den Rotwein-Enklaven Heck­lingen, Malterdingen und Mundingen, sowie das südlich von Freiburg liegende Mark­gräferland. Die sonnenbeschienenen Hänge des Süd­schwarz­walds sind die Heimat des Gutedel, eines leichten, milden Weißweins, der in den Landgasthöfen und Weinkneipen zwischen Bad Krozingen und Weil am Rhein wie Mineralwasser getrunken wird. Dass im

Rhein wie Mineralwasser getrunken wird. Dass im Mark­gräfler­land auch Rotwein wächst, im Zweifels­fall sogar ein sehr guter, liest man eher selten, obwohl der Spät­burgunder den Gut­edel inzwischen an Reb­fläche fast eingeholt hat. Beide Weine diffe­rieren – vom Farb­unterschied abgesehen – in einem Punkt allerdings deutlich: Der Gut­edel wird (praktisch) nur in der Region getrunken, der Spät­burgunder dagegen in ganz Deutsch­land. Übrigens: Wer sich von der Güte beider Weine überzeugen will, sollte einmal in die Weine von Hanspeter Ziereisen hinein­schnuppern. Dieser boden­ständige Winzer, der in Efringen im äußersten südlichsten Zipfel des Mark­gräfler­lands zu Hause ist, erzeugt sie in bestechender Qualität.


Schaffen und denken

Natürlich gibt es auch in den nördlichen Bereichen Badens sehr gute Weine: beispielsweise an der Badischen Weinstrasse bei Leimen, bei Sulzfeld im Kraichgau, bei Neuweier und Bühlertal südlich von Baden-Baden und bei Durbach. Überall dort ist der Riesling der wichtigste Weißwein. Er besitzt zwar nicht die spielerische Eleganz der Moselweine, kann aber ebenfalls sehr filigran und mineralisch ausfallen.

Rund 80 Prozent des badischen Weins kommen von Genossen­schaften. Ihre starke Stellung hat mit einer Eigenart der Badener zu tun. Es drängt sie, jedes freie Stück Land zu bebauen, möglichst mit einem Haus, wenigstens aber mit Reben. Auf diese Weise gibt es viele Nebenerwerbswinzer, die in anderen Berufen arbeiten, am Feierabend aber gerne in ihren Weinberg gehen um sich dort einen Zusatzverdienst zu verschaffen. Die Trauben liefern sie brav bei der Genossen­schaft ab. Die weinbau­lichen Kennt­nisse sind gering, ihr Ehrgeiz nicht übermäßig groß. Die schwä­bischen Nachbarn, den Badenern sowieso in herz­licher Abnei­gung ver­bunden, haben nur Spott für sie übrig: Der Württem­berger schafft, der Badener denkt, aber es kommt wenig dabei raus, sagen sie. Das Urteil ist insofern unfair, als manche kleine und mittlere Genossen­schaft in Baden, besonders am Kaiser­stuhl, trotz­dem Weine im Sortiment hat, die genauso gut oder besser als die der privaten Konkurrenz sind. Zwei­tens ist das Urteil falsch. Es kommt nämlich eine Menge raus, weil sich die Auszahlungssätze der Genossenschaften sehen lassen können.