Weißwein, Nahe, 2008 Deutschland Schlossgut Diel

Riesling Sekt Brut Goldloch Flaschengärung 2008

Lobenberg: Dieser Sekt liegt 94 Monate auf der Hefe zur Flaschengärung und wird danach erst degorgiert. Die Lage Goldloch kommt mit einer klassischen Weinbereitung aus einem perfekten Sektjahr. Fein, mineralisch. 2008 ist schon als Weinjahr der legitime Vorgänger von 2016, also ein großes,...

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Weißwein, Nahe, 2009 Deutschland Schlossgut Diel

Sekt Brut Reserve Cuvee Mo Flaschengärung 2009

Lobenberg: Eine Cuvee aus Pinot Noir und Pinot Blanc. Auch 92 Monate auf der Hefe. Der Wein wurde vinifiziert im Barrique. Überwiegend gebrauchtes Holz. Dann die 92 Monate auf der Hefe in der Flasche. Jetzt haben wir das große Problem, dass Diel zwei grandiose 2008er Sekte vorstellt....

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Weißwein, Nahe, 2011 Deutschland Gut Hermannsberg

Jubiläums Riesling trocken Schaffer Wein 2013 2011

Lobenberg: Ein überaus würdiger und großartiger Schafferwein! Der 2011er Jubiläums Riesling vom Nahe Weingut Hermannsberg, der ehemaligen preußischen Staatsdomaine, besteht aus Teilen der Top-Parzellen, aus jüngeren Anlagen der Kupfergrube und des Hermannsberg. Nase: gelbe und grüne Birne,...

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Weißwein, Nahe, 2012 Deutschland Schlossgut Diel

Riesling Sekt Reserve Extra Brut Flaschengärung 2012

Lobenberg: Knackiger, sehr kühler Wein mit deutlichen Noten von Aprikose und Pfirsich in der Nase und im Mund. Dadurch bekommt der Sekt extrem viel Charme, macht viel Spaß. Schonende Kelterung der ganzen Trauben. Spontane Vergärung und mehrmonatige Lagerung mit Naturhefen im Edelstahltank....

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Weißwein, Nahe, 2013 Deutschland Emrich Schönleber

Riesling Auslese Monzinger Frühlingsplätzchen Goldkapsel (fruchtsüß) 2013

Lobenberg: Für mich ist der Halenberg die monumentalere Lage. Aber das Frühlingsplätzchen triumphiert, wenn es um Exotik und Verspieltheit geht. Und genau hier dreht die Lage richtig auf. Die Auslese aus 2013 hat genau den Säure-Kick, den man sich von einer fruchtsüßen Auslese wünscht. Die...

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Weißwein, Nahe, 2013 Deutschland Dönnhoff

Sekt Pinot Brut Flaschengärung 2013

Lobenberg: Viele Jahre habe ich versucht das Weingut Dönnhoff zu überreden den im Höllenpfad gewachsenen Pinot Noir abzufüllen, das war toller Stoff. Aber dann kam die Entscheidung doch für einen Sekt im Champagnerverfahren. 2013 als Erstling, ein großes Jahr für Rieslinge und Pinot Noir....

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Weißwein, Nahe, 2013 Deutschland Dönnhoff

Gewürztraminer Private Release trocken 2013

Lobenberg: Ein one shot Gewürztraminer aus dem Höllenpfad. Einfach so vorgefunden, einfach mal versuchen dachten sich Cornelius und Helmuth. 2013. Aber es war dann ganz wenig, nur 600 Flaschen aus früher Lese, Frische erhaltend. Was tun? Einfach lange aber zur frischen Richtung ausbauen und...

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Weißwein, Nahe, 2013 Deutschland Gut Hermannsberg

Riesling Sekt Extra Brut Kupfergrube (Versteigerungswein) Flaschengärung 2013

Lobenberg: Sekt ist die neue Domäne der deutschen und seit Mathieu Kauffmann 2013 von Bollinger zu Reichsrat von Buhl gewechselt ist, total en vogue. Aber wenn Gut Hermannsberg jetzt einen 2013er Sekt aus der Kupfergrube bringt, ist ja klar, dass dieser Wein schon vor vielen Jahren im...

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Weißwein, Nahe, 2014 Deutschland Schäfer Fröhlich

Sekt Pinot Blanc Brut Flaschengärung 2014

Lobenberg: Alte Reben reiner Weißburgunder bei Tim Fröhlich, das geht sonst in den "R". Die Fertigung erfolgt wie bei einem Weißburgunder. Spontan vergoren. Im Holz ausgebaut, und erst dann an Volker Raumland geliefert. Dort im Champagnerverfahren versektet. 18 Monate in der Flasche auf der...

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Weißwein, Nahe, 2014 Deutschland Dönnhoff

Riesling Kahlenberg trocken 2014

Lobenberg: Der Kahlenberg, wie schon 2013, zeigt eine extrem ausdrucksstarke schiefrige Nase. Etwas weniger laut, etwas sanfter als 2013. Auch der expressive, fruchtbetonte, steinige Mund durchaus etwas moderater und sanfter als im letzten Jahr. Erst hinten heraus, als Nachbrenner, zeigt...

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Weinregion Nahe

Die Nahe ist nur ein kleines Anbaugebiet, hat aber in den letzten Jahren die Weinwelt in größtes Erstaunen versetzt. Ein gutes Dutzend Winzer hat bewiesen, welch riesiges Potenzial an der Nahe schlummert. Lange Zeit war sie ein völlig konturloses Anbaugebiet, das wenig schmeichlerisch als „Probierstübchen Deutschlands“ bezeichnet wurde wegen der Vielzahl der Rebsorten, die man dort antraf. Heute ist das Rebensortiment stark geschrumpft mit dem Riesling als der klar tonangebenden Sorte in der Spitze.

DIE Nahe gibt es nicht

Im Vergleich zur Mosel ist der Anteil der trockenen Weine an der Nahe höher. Und anders als im Rheingau gibt es an der Nahe keine Riesling-Monokultur. Die Nobelrebe steht dort wirklich nur in den besten Lagen. Mit 27 Prozent ist ihr Anteil am Rebensortiment vergleichsweise gering. Zwei andere Weine, mit denen die Nahe brilliert, sind der Weiß- und der Grauburgunder. Sie fallen zwar nicht so stoffig aus wie ihre badischen Pendants, sind dafür aber geschmeidiger. Auch der Spätburgunder bringt in den wärmeren Bereichen des Anbaugebiets gute Qualitäten. Müller-Thurgau, Dornfelder und Silvaner werden jedoch häufiger angebaut, wobei die Vielfalt

der Stile und Geschmacksrichtungen immer wieder beeindruckend ist. Schaumwein- und Perlwein, Blanc de Noirs, liebliche Rot- und halbvergorene Weissweine, echte Hochgewächse und dilettantische Cuvées – es gibt kaum etwas, das im Anbaugebiet nicht produziert wird. Die Nahe ergibt Weine, die mit denen der benachbarten Anbaugebiete Mosel und Rheingau absolut auf Augenhöhe sind, sie manchmal sogar überstrahlen.

Die Nahe selbst ist ein Flüsschen, das im Hunsrück entspringt und bei Bingerbrück in den Rhein mündet. An vielen Stellen ist sie nur ein Bächlein, das munter durch Wiesen und Auwälder plätschert, während sich links und rechts steile Hänge und schroffe Felswände aufbauen. Ausgeräumte Landschaften, die von jeglichen Bäumen, Hecken, Feldgehölzen befreit wurden wie in Rheinhessen, gibt an der Nahe nicht, nicht einmal droben auf den Höhen des Hunsrück, wo der Wind kalt über die Äcker pfeift. Dass in den Weinbergen überall die Vögel zwitschern, gehört allerdings in den Bereich lokaler Schönfärberei. Die Nahewinzer sind weder Romantiker noch Ökofreaks. Nüchtern, aber nicht kühl – so könnte man sie beschreiben. Dass sie reihenweise Nistkästen in ihren Weinbergen aufhängen, ist nicht bekannt.

Schaffen & Feiern

Schiffbar war die Nahe übrigens nie. Die Eisenbahn wurde erst spät gebaut, die Autobahnen noch später. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war das Anbaugebiet so verrufen, dass die preussische Obrigkeit eingreifen und Ordnung schaffen musste. Die Weinberge wurden neu angelegt, der gemischte Satz abgeschafft, der reinsortige Anbau gefördert. Aber auch danach hinkte die Nahe noch lange hinter der allgemeinen Entwicklung hinterher. Während die Weine anderer Gebiete in Deutschland schon hell glänzten, mussten die Nahetäler einen großen Teil ihres Weins noch selbst trinken, was sie freilich ebenso gerne wie ausgiebig taten. „Schaffen und feiern“ seien ihre Hauptbeschäftigungen, heisst es kritisch in einem Amtlichen Vermerk des Kreises Kreuznach aus dem Jahre 1954. Und weiter:

„Ärztlicherseits wird behauptet, dass man hier solche Mengen Alkohol vertragen könne, die normalerweise gesundheitsschädlich wären. Doch konnte eine biologische Substanz, die eine Immunität gegen die Wirkungen des Alkohols herausgebildet hat, nicht gefunden werden.“

„Schenk reinen Wein ein“

Der Nahewein wurde noch bis weit in das 20. Jahrhundert hinein als „Rheinwein“ vermarktet. Präzise Grenzen hat das Gebiet erst 1971 erhalten, als das Deutsche Weingesetz verabschiedet wurde. Seitdem haben die Naheweine merklich an Bekanntheit gewonnen. Die Winzer waren aufgewacht. Ein zweiter Bereich befindet sich weiter landeinwärts an der oberen Nahe. Vor dem Dorf Monzingen fallen zwei steile Hänge ins Auge, die wie eine schiefe Ebene ins Nahetal abfallen: der Halenberg und das Frühlingsplätzchen, zwei von Blauschiefer und Quarzit geprägte Lagen, die hochmineralische Rieslinge hervorbringen – die Paradeweine des Gutes Emrich-Schönleber. Auch Schäfer-Fröhlich ist im Halenberg begütert.

Die bestockte Rebfläche ist zwar nur halb groß wie die der Mosel. Doch ist sie stark zersplittert und weit auseinandergezogen. Das Herzstück des Anbaugebiets ist die mittlere Nahe zwischen Bad Kreuznach und Schlossböckelheim. Der Untergrund besteht in diesem Bereich aus kleinschotterigem, schwarzgrauem Schiefer, der mal mit vulkanischem Gestein, mal mit rotem Porphyr oder mit Kalkgestein durchsetzt ist. Dort sind die besten Lagen der Nahe wie an einer Perlenkette aufgereiht: Bastei, Rotenfels, Kirschheck, Dellchen, Kafels, Hermannshöhle, Kupfergrube, Felsenberg. Aus diesem Bereich kommen zum Beispiel die Weine von Gut Hermannsberg und von Helmut Dönnhoff, teilweise auch von Schäfer-Fröhlich.

Verschiedene Bodenformationen sind prägend

Ein dritte großräumige Bereich liegt an der unteren Nahe zwischen Bad Kreuznach und Bingerbrück. Dort findet man sandig-lehmige Böden, die nichts anderes sind als verwitterter Grünschiefer mit Phylliten und Quarziten, wie sie auch auf der Rheingauer Seite zu finden sind. Von dort kommen die kräftigen Rieslinge des Schloßguts Diel, die mal spielerisch-fruchtig, mal kraftvoll, mal mineralisch-salzig ausfallen. Fleissig sind die Nahetäler übrigens immer noch, und gefeiert wird ebenfalls noch gern. Ihren Alkoholkonsum haben sie jedoch notgedrungen reduziert. Der Wein ist zu teuer geworden. Vom Preisniveau des Rheingauers ist er zwar noch ein kleines Stück entfernt, doch das Gefühl, etwas Wertvolles, ja Rares darzustellen, hat sich selbst bei den Durstigsten unter ihnen breit gemacht.

Natürlich ist ein kühles Anbaugebiet wie die Nahe auch für edelsüße Weine prädestiniert. Die Auslesen, Beeren- und Trockenbeerenauslesen stehen denen des Rheingau in nichts nach, sind allerdings filigraner und manchmal noch säurebetonter. Und die Eisweine sind im Zweifelsfall nicht minder grandios als die von der Saar. Allerdings können sie nicht so regelmäßig geerntet werden wie dort.