Weißwein, Franken, 2016 Deutschland Rudolf Fürst

Riesling Bürgstadter Berg Erste Lage trocken 2016

Lobenberg: Dieser Wein war vorher Bestandteil des Centgrafenbergs, der dann geteilt wurde in einen Teil Großes Gewächs, sowie den anderen Teil, der jetzt in den Bürgstadter Berg fließt. Der Bürgstadter Berg ist also der Rahmen, in dem das Centgrafenberg GG liegt. Alles in extremer...

  • 18,00 €

0,75 l (24,00 €/l)

  • 30875H
  • Lobenberg 96+/100
    Gerstl 18+/20
  • Trinkreife: 2018 - 2030

Inkl. 19% MwSt.,
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Weißwein, Franken, 2016 Deutschland Rudolf Fürst

Riesling Centgrafenberg Großes Gewächs trocken 2016

Lobenberg: Natürlich steht auch der Centgrafenberg im Bürgstadter Berg. Ist also umgeben von der Ersten Lage. Früher war alles Centgrafenberg. Die Familie hat 6 Hektar an Rebfläche (Rot und Weiß zusammen) im Centgrafenberg. Es gibt in diesem Jahr aber nur 2500 Flaschen Großes Gewächs...

  • 38,00 €

0,75 l (50,67 €/l)

  • 30559H
  • Lobenberg 100/100
    Gerstl 20/20
  • Trinkreife: 2017 - 2051

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Rotwein, Franken, 2016 Deutschland Rudolf Fürst

Spätburgunder Bürgstadter 2016

Lobenberg: Dieser Wein kommt komplett aus Hanglagen. Bei Fürst wird zu Beginn immer eine Kaltmazeration von zwei bis drei Tagen durchgeführt, denn die unentrappten, völlig intakten Trauben werden in die Bütt gelegt. Danach wird das möglichst vorsichtig Entrappte darüber geschichtet,...

  • 19,50 €

0,75 l (26,00 €/l)

  • 34601H
  • Lobenberg 93/100
    Gerstl 19/20
  • Trinkreife: 2019 - 2033

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Rotwein, Franken, 2016 Deutschland Rudolf Fürst

Spätburgunder Centgrafenberg Großes Gewächs 2016

Lobenberg: Der Centgrafenberg besteht fast ausschließlich aus Burgundischen Klonen. Um 30 Jahre alt. Der Centgrafenberg ist einer der zwei GG-Lagen im Bürgstadter Berg. Neben ihm kommt auch der Hundsrück aus dieser Großlage. Das Prozedere ist ähnlich wie beim Ortswein. Die Besonderheit...

  • 55,00 €

0,75 l (73,33 €/l)

  • 34602H
  • Lobenberg 96-97/100
    Gerstl 19+/20
    Weinwisser 18/20
  • Trinkreife: 2021 - 2041

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Rotwein, Franken, 2016 Deutschland Rudolf Fürst

Spätburgunder Hundsrück Großes Gewächs 2016

Lobenberg: Die ältesten Reben des Weingutes, bis zu 50 Jahre alt. Inzwischen besteht der Wein aus 50 % französischen und 50 % deutschen Klonen. Der Weinberg ist insgesamt die Erste Lage Bürgstadter Berg, in der dann der Centgrafenberg und der Hundsrück liegen. Der Hundsrück ist der...

  • 125,00 €

0,75 l

  • 34604H
  • Lobenberg 98-100/100
    Parker 94-95/100
    Gault Millau 100/100
  • Trinkreife: 2021 - 2043

Dieser Wein ist limitiert und wird nur an angemeldete Kunden verkauft.

Weißwein, Franken, 2016 Deutschland Rudolf May

Silvaner Thüngersheimer Johannisberg Rothlauf Großes Gewächs 2016

Lobenberg: Der Wein verbleibt von der Spontanvergärung bis zur Füllung auf der Vollhefe im Beton-Ei. Naturgemäß, allein vom extrem hohen Rebalter, die größte Fülle aller May Weine in der Nase zeigend, aber zugleich auch die größte Feinheit. Verspielt, feine gelbe Birne, weißer Pfirsich,...

  • 36,00 €

0,75 l (48,00 €/l)

  • 30089H
  • Lobenberg 94-95+/100
  • Trinkreife: 2018 - 2034

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Rotwein, Franken, 2016 Deutschland Rudolf May

Recis Spätburgunder Retzbacher Benediktusberg Erste Lage 2016

Lobenberg: Von 20 Jahre alten Reben auf extrem kargem, steinigem Untergrund, reiner Muschelkalkboden. Nur französische Klone, Dijon 667 und 777, das sind die bekanntesten und bewährtesten Burgunder-Klone, auf Empfehlung von Paul Fürst gepflanzt. 25 bis 30 hl/ha Ertrag von sehr kleinen...

  • 38,00 €

0,75 l (50,67 €/l)

  • 38374H
  • Lobenberg 98+/100
  • Trinkreife: 2021 - 2040

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Weinregion Franken

Berühmt ist der Frankenwein zuerst wegen seines Aufbewahrungsgefäßes: eine flache, seitlich bauchige Flasche – der Bocksbeutel. Dieses unverwechselbare, angeblich dem Hodensack eines Schafbocks nachempfundene Behältnis ist das Markenzeichen für den Wein aus dem Frankenland geworden und die Franken sind stolz, dass ihnen das höchste europäische Gericht das Privileg der Alleinbenutzung (mit nur geringen Abstrichen) zugestanden hat.

Fränkisch-trocken

Ansonsten war die jüngere Geschichte Fran­kens wechselhaft. Man könnte auch sagen: ein einziges Auf und Ab. Das hat mit dem Inhalt des Bocksbeutels zu tun. Vor 50 Jahren, als die süße Welle über Deutschland hereinbrach, waren die Franken als Wein­lieferanten in Deutschland abges­chrieben. Außer­halb der Region wollte niemand ihre Weine trinken. Sie waren zu sauer. In dieser Zeit schrumpfte die Reb­fläche fast um die Hälfte. Vor 30 Jahren, als der französische Chablis und elsäs­sische Edelzwicker in Deutschland Erfol­ge feierten – beides tro­cke­ne Weine – wendete sich das Blatt. Herb mit nicht mehr als vier Gramm Restzucker, so wünscht­en sich die Verbraucher plötzlich ihren Wein. Die als bedächtig und gemütlich geltenden Franken hatten ihn. Ob Silva­ner, Müller-Thurgau, Kerner, Rieslaner,

Rebstock mit Weingut von Sauer im Hintergrund

Riesling, Weißburgunder, Bacchus, Scheurebe auf dem Etikett stand, war gar nicht so wichtig. Hauptsache: „fränkisch-trocken“. Oder „erdig“, was deutlich besser klang als „herb“, obwohl es ungefähr dasselbe bedeutete.

Natürlich ließen sich die Winzer vom Main die unerwartete Wertschätzung ihrer Weine etwas kosten. Bald konnten sie sich rühmen, die höchsten Weinpreise in Deutschland zu erlösen. Doch der Erfolg machte einige von ihnen übermütig. Mehrere Ernten mit viel zu hohen Erträgen führten dazu, dass riesige Überschüsse produziert wurden. Die Qualitäten sanken, die Preise auch. Viele Weine schmeckten wässrig, besaßen kein Sortenaroma, waren plump. Als sich bei vielen 1999ern frühzeitig ein „untypischer Alterston“ entwickelte, sank die Nachfrage nach Bocksbeuteln auf ein historisches Tief. Das war 2002. Seitdem ist es mit der Gemütlichkeit vorbei. Die neue Generation von Winzern, die in vielen Betrieben die Verantwortung übernahm, hat begriffen, dass Franken keine Insel der Glückseligkeit ist. Ohne Ertragsdisziplin keine Zukunft. Die Qualitätsmoral duldet keine Kompromisse. Die etablierten Betriebe, die die Krise nicht verursacht hatten, sie aber spürten, wussten schon längst, dass Franken sich im Wettbewerb mit den anderen deutschen Weinanbaugebieten nur würde behaupten können, wenn die Qualitätsschraube angezogen wird. Mehr noch: wenn neben der Qualität die Spezialität des Frankenweins herausgestellt wird. Franken als zwar warmes, aber immer wieder von rauhen Winden und Spätfrösten, im Sommer auch von Trockenheit heimgesuchtes Anbaugebiet bringt von Natur aus eigenwillige, manchmal kantige Weine hervor, die vielleicht nicht die Allerfeinsten im Lande, aber immer herzhaft, delikat und ausgesprochen authentisch sind.

Leicht, unkompliziert, saftig

Schon vor der letzten Krise hatte sich der Fokus zumindest der seriösen fränkischen Winzer verschoben. Das viel zu große Rebsortiment war gestrafft worden, Neuzüchtungen der Hacke zum Opfer gefallen. Nur Müller-Thurgau, Scheurebe und Bacchus haben überlebt. Letztere, weil der Wein gern lieblich ausgebaut wird und viele junge Leute ihn so lieben. Außerdem ist er bei den zahlreichen Weinfesten der Region in dieser Geschmacksrichtung ein preiswerter, unverzichtbarer Zechwein. Die Scheurebe hat sich als hochwertige Alternative zu den zahllosen Sauvignons erwiesen, mit denen andere Anbaugebiete Deutschland derzeit überschwemmen. Die Müller-Thurgau, die 1976 noch fast die Hälfte der fränkischen Anbaufläche bedeckte, ist zwar in den Außenbereichen des weit verzweigten Anbaugebiets, in denen der Anbau hochwertiger Sorten zu risikoreich ist, unverzichtbar. Wo aber Silvaner und Riesling reif werden und gute Qualitäten hervorbringen, wurde der Müller-Thurgau drastisch reduziert. Außerdem wurde ihm ein neues Geschmacksprofil verordnet: leicht, unkompliziert, saftig, mit glasklarer Frucht, teilweise auch als Secco vinifiziert oder in Cuvées eingebunden. Nach diesem „Downgrading“ wird der Wein wieder getrunken, wozu allerdings auch ein neuer Name beigetragen hat: „frank & frei“. 16 Winzer der jüngeren Generation haben sich diesen Begriff schützen lassen.

Renaissance des Silvaners

Der Ehrgeiz, zu zeigen, dass Wein aus Franken nicht schlechter ist, als Wein aus anderen Weinanbaugebieten, hat die Winzer vom Main glücklicherweise nicht verleitet, überall Riesling zu pflanzen. In Franken bringt diese Sorte nur in Spitzenlagen gute Ergebnisse und auch da ist es schwer an die besten Rieslinge von Mosel und Rhein heranzukommen. Die Franken sind auf Weißburgunder ausgewichen, der bei ihnen nicht schlechter gelingt, als in der Pfalz oder in Rheinhessen. Vor allem aber konzentrieren sie sich auf Silvaner. Diese urfränkische Sorte, die zu Zeiten des Neuzüchtungsbooms sträflich vernachlässigt worden und im Anbau dramatisch zurückgegangen war, erlebt seit Jahren eine erfreuliche Renaissance. Ziel ist es, die Weine aus dieser oft als rustikal beschriebenen Rebsorte feiner zu machen, sie zu straffen,

nicht zu breit werden zu lassen und sie mit einer knackigen Säure auszustatten. Das ist gelungen. Franken ist heute das führende Silvaner-Anbaugbiet in Deutschland. Das Spektrum reicht von herrlich trinkigen Kabinett­weinen, die vor Frische vibrieren, bis zu hochfeinen Spätlesen und Großen Gewächsen, die in den ersten Jahren vielleicht noch etwas bedächtig wirken, jedoch enorm langlebig sind und eine ungeheure Finesse entwickeln können. Prototyp dieses Silvaners sind die Weine von Horst Sauer und seiner Tochter Sandra aus dem Escherndorfer Lump. Mit den „erdigen“ Silvanern von einst haben sie nichts mehr zu tun.

Unzusammenhängendes Weinanbaugebiet

Franken ist ein unzusammenhängendes Weinanbaugebiet. Es reicht von Aschaffenburg im Westen bis über Schweinfurt hinaus. Luftlinie: knapp 100 Kilometer. Das Zentrum liegt im „Maindreieck“ bei Würzburg. Auf den Muschelkalkböden von Dörfern wie Thüngersheim, Randersacker, Sommerhausen, Frickenhausen, Sulzfeld, Dettelbach, Nordheim, Escherndorf, Volkach wachsen extraktreiche Silvaner und Rieslinge mit salzigen Geschmacksnoten und feinem Säurenerv. Die oft liebevoll gepflegten Ortskerne dieser Dörfer mit ihren teilweise noch lehmverputzten Fachwerkhäusern bezeugen, dass man bei aller Moder­nität hier die alten Werte hochhängt und nicht den süßen Melodien des Kommerzes folgt. Nicht zu vergessen die Weinmetropole Würzburg mit ihrer berühmtesten Lage, dem Stein und ihren drei großen Gütern Bürgerspiertal, Juliusspital, Hof­keller. Sie geben in Franken traditionell den Ton an, haben in den letzten Jahren aber manchmal Mühe, mit dem ungestüm nach vorn drängendem Nachwuchs Schritt zu halten.

Ein zweites, wichtiges Zentrum des Weinbaus liegt an den Hängen des Steigerwalds bei Iphofen, Rödelsee und Castell. Dort bestehen die Böden nicht aus Muschelkalk, sondern aus schwerem Gipskeuper. Entsprechend stoffiger fallen Silvaner und Riesling dort aus. Dieser Bereich ist so anders, dass er eigentlich eine eigene Herkunftsbezeichnung verdient hätte. Gleiches gilt für den westlichen Teil Frankens, wo der Muschelkalk langsam in Buntsandstein übergeht. Im Homburger Kallmuth bei Lengfurt, der steilsten und wärmsten Lage Frankens, ist er noch vom Muschelkalk überlagert. Doch schon wenige Kilometer weiter mainabwärts bildet er den alleinigen Untergrund. Diese warmen Böden, vor allem um Miltenberg und Bürgstadt, sind der perfekte Untergrund für Spät- und Frühburgunder. Von dort kommen denn auch die besten fränkischen Rotweine.