Ein neuer Wein von Usseglio. Benannt nach den 13 Aposteln, die sinnbildlich für die 13 zugelassenen Châteauneuf-Rebsorten in diesem Wein stehen. Die Rebsorten werden nach und nach gelesen, jede zu ihrem perfekten Zeitpunkt. Bereits mit den ersten wird eine Mazeration angesetzt, dann kommen nach und nach alle Rebsorten rein bis zur letzten, was ungefähr 5 Wochen später ist. Das Ganze bleibt für knappe 3 Monate in einer gemeinsamen Mazeration in einer großen Tonamphore, worin auch der Ausbau stattfindet. Hoch intensive dunkelrote Frucht, die mit enorm konzentriertem, mediterranem Druck aus dem Glas schießt. Warmer Sandstein, dunkle Kirsche, Thymian, Valrhônaschokolade und süße Brombeere. Schwarzkirsche, Maulbeere, dunkle Waldbeeren, süße Cassis, blühender Thymian, Kakaopulver. Der Mund ist ein Traum in Seidigkeit, hier kommen wieder Kirschlikör, süße Herzkirsche, zerdrückte Erdbeere, dunkle Schokolade, feine Karamelle, die hier ja erstaunlicherweise nicht vom Holz kommen können. Unendliche Tanninmassen schieben sich durch den Nachhall, die Zunge wird in Gefangenschaft genommen, aber es ist so unglaublich geschliffen, fein, burgundisch, salzig. Das Zusammenspiel aller Rebsorten ist wirklich faszinierend, wie ein Orchester, jede Sorte gibt ihre Qualität dazu und am Ende entsteht ein Gesamtwerk, das so seidig, so geschliffen und harmonisch ist. Der Wein hört nicht mehr auf hinten raus, Salz, Tannin, dunkle Kirsche, alles rollt immer wieder hoch. Fast ein Richebourg in seiner Auslegung, ein atemberaubender Wein. Jung beeindruckend, aber sicher nochmal eine Dimension besser in 10 Jahren, wenn er diese immense Struktur verdaut hat.