Famille Perrin / Chateau de Beaucastel: Vinsobres Les Hauts de Julien 2016

Famille Perrin / Chateau de Beaucastel: Vinsobres Les Hauts de Julien 2016

Limitiert

Zum Winzer

Syrah 70%, Grenache 30%
rot, trocken
14,5% Vol.
Trinkreife: 2021–2031
pikant & würzig
seidig & aromatisch
strukturiert
Lobenberg: 97+/100
Jancis Robinson: 17,5/20
Frankreich, Rhone, Chateauneuf du Pape
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Vinsobres Les Hauts de Julien 2016

97+
/100

Dieser Hautes de Julien ist eine Parzellenselektion der ältesten Reben aus dem normalen Vinsobres »Les Cornuds«. Vinsobres liegt sehr hoch, die Weinberge befinden sich auf 350 Metern. Durch diese kühle Höhenlage gerät die Syrah fast wie an der Nordrhône. 70 Prozent Syrah, 30 Prozent Grenache. Die Syrah wird nicht entrappt, sondern als Ganztraube in den offenen Holzgärständer gebracht. Obendrauf wird die komplett entrappte Grenache gepackt. Die Syrah wächst in Vinsobres wahrscheinlich am allerbesten von allen Appellationen des Südens. Nur hier bringt sie so eine grandiose Frische und nicht, wie so häufig im Süden, eine plumpe Ausrichtung. Nach der spontanen Vergärung erfolgt der Ausbau auf der Vollhefe in Holzfudern, Tonneaux und auch im Barrique, zum Teil sogar neu. Der Hautes de Julien geht natürlich mit diesem hohen Syrahanteil und einem kleinen Teil neuem Holz durchaus in die Richtung eines Hermitage. Vinsobres ist die Top-Gemeinde für Syrah an der Südrhône, die immer schon einen Touch Nordrhône-Eleganz in den Weinen hat. Der Untergrund an diesem Standort ist kompletter Kalksteinfelsen, darüber eine moderate Lehmschicht. Hier gibt es keinen Sand. Und so haben wir, wie schon erwähnt, eigentlich eine Nase des Nordens. Vinsobres ist ein absoluter Ausnahmefall an der Südrhône, der der Syrah diese unvergleichliche Feinheit, Frische und Verspieltheit verleiht. Sehr viel schwarze Frucht, sehr reich, sehr dicht und dennoch ungemein fein. Brombeere mit Zigarrenkiste, Kaffee, ganz viel dunkle Pflaume, aber auch viel schwarze Kirsche. Blumig, Flieder, sehr viel Veilchen, darunter ein bisschen Mango, Orangenabrieb, Waldboden. Die Nase ist schon eine kleine Sensation und man würde sie kaum an die Südrhône packen. Im Mund kommt dann eindeutig der Jahrgang 2016 durch. Wir haben eine elegante, aber dichte Wucht. Kraft und Feinheit treffen aufeinander. Die Struktur ist nun nach 10 Jahren schön abgeschmolzen und die Tannine sind samtig-rau nur noch ganz zart im Hintergrund spürbar und unterlegen die süße, tabakige Beerenfrucht. Das ist jetzt kein Wein der erschlägt obwohl er unglaublich dicht ist, aber er hat diese bestechende Säurefrische darunter, die alles trägt. Ja, wahnsinnig frisch. Aber nichts ist spröde, alles ist dicht und lang. Das ist ein Blockbuster, ohne jemals weh zu tun und ohne jegliche Schwere. Das Ganze endet salzig auf schwarzer Frucht mit gleicher Intensität wie im Angang. Bleibt lange haften. Er ist jetzt nach 10 Jahren in einer wunderbaren Trinkreife angekommen, kann aber auch noch ein paar Jahre liegen. So schick, so fein. Bestenfalls leicht angekühlt genießen.

17,5
/20

Jancis Robinson über: Vinsobres Les Hauts de Julien

Definite new oak influence giving vanilla on the nose, and raspberry ripple ice-cream fruit. Chewy tannin, great concentration and strong oak spice throughout the palate. After their regular bottlings, the oak influence on this Sélection Parcellaires wine comes as a surprise – but the quality of fruit is impeccable.

Mein Winzer

Famille Perrin

Beaucastel ist ganz sicher seit Jahrzehnten der Primus inter Pares in der südlichen Rhone und einer der wenigen Betriebe, der für den roten Chateauneuf noch alle 13 zugelassenen Traubensorten verwendet.

Vinsobres Les Hauts de Julien 2016