Moulin a Vent Clos des Thorins 2019

Chateau des Jacques - Louis Jadot

Moulin a Vent Clos des Thorins 2019

voluminös & kräftig
tanninreich
fruchtbetont
95–96+
100
2
Gamay 100%
5
rot
14,0% Vol.
Trinkreife: 2022–2046
Verpackt in: 12er
3
Lobenberg: 95–96+/100
Parker: 93+/100
6
Frankreich, Burgund, Beaujolais
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Moulin a Vent Clos des Thorins 2019

95–96+
/100

Lobenberg: Moulin à Vent ist wahrscheinlich der lagerfähigste Cru im Beaujolais. Der Name dieser Einzellage kommt vom nordischen Gott Thor, ein Powerwein auf steinigem Untergrund eben. Granitboden, Südexposition, Power, Langlebigkeit. Tiefe und reiche Weine kommen aus diesen speziellen Lagen. Preislich völlig unter Wert geschlagen, denn ein guter Moulin à Vent ist locker im Mittelfeld der Premier Cru des Burgunds anzusiedeln. Die Weine können viele Jahrzehnte lagern und verbessern sich dabei. Ganz häufig habe ich Vergleichsproben gemacht mit 30 bis 40 Jahre alten Beaujolais Cru, die locker im Bereich von viel höher klassifizierten Burgundern mithalten konnten. Moulin à Vent hat im Gegensatz zu vielen anderen Crus auch eben sehr viel Muskeln, sehr viel Power. Die Tannine sind üppig, aber sie sind natürlich reif und weich, speziell in den Jahren 2018 und 2019. Der Wein präsentiert sich mit reichlich, aber total feinen und samtigen Tanninen. Wie ich schon sagte: Ein Powerwein. Hell im Glas. Wie üblich für einen Beaujolais mit leicht bläulichen Reflexen. Die Nase: Berauschend nach schwarzer Kirsche. Etwas Cassis, darunter aber auch etwas Blaubeere. Feine süße Würze, etwas helle Lakritze oder besser etwas Süßholz. Veilchen und Rosenblätter. Hohe Intensität an Frucht und Aromatik im Mund. Die Augen ziehen sich sogar ein bisschen zusammen. Der Wein hat Säure, aber total weiche Weinsäure, nichts Spitzes. Länge, Salz, Kreide, Kalkstein. Ein Supercharmeur mit viel Druck und Fleisch in der Mitte. Aber selbstverständlich ist es Gamay. Niemals in der Jugend zu verwechseln mit einem Pinot Noir. Erst nach Jahrzehnten nähern sich diese beiden Weine an. Ein berauschend schöner Moulin à Vent. Fast dramatisch in seiner Ausdruckskraft. Viel frische Zwetschge, Cassis und Veilchen. Etwas schwarzer Pfeffer dabei, leichte Schärfe, Piment. Ein generöser Wein. 95-96+/100

93+
/100

Parker über: Moulin a Vent Clos des Thorins

-- Parker: One of the more tightly wound wines in the range is the 2019 Moulin-à-Vent Clos des Thorins, a medium to full-bodied, taut and concentrated wine evocative of plums, raspberries, rose petals, orange rind and potpourri. Built around lively acids and fine but youthfully chalky tannins, this will reward a bit of patience. In this respect, it breaks a run of unusually approachable renditions of the Clos des Thorins in recent vintages. 93+/100Cyril Chirouze and his team at the Château des Jacques have turned in another terrific performance at the Château des Jacques. This was a protracted harvest that began on September 10 with whites and lower-lying parcels (where yields were reduced by frost) and continued in fits and starts from three weeks, following the maturity of the estate's different parcels. The result is wines that are in a sense paradoxical. Ethereal and perfumed, with vibrant fruit flavors and melting tannins, they're more delicate and subtle than the 2018s, exhibiting much of the charm of a cooler vintage, yet they are nevertheless marked by the sunny, dry conditions, which manifest themselves in above-average alcohol levels. If 2018 set a new standard for oak integration at this address, 2019 immediately surpasses it: Site and cépage are front and center—perhaps because even the 'parcellaire' bottlings saw 30% tank maturation—and any overt oak influence appears to be a thing of the past. Everything reviewed here comes warmly recommended, and it's clear that under Chirouze's direction, the Château des Jacques is, without wishing to indulge in hyperbole, entering a new golden age.

Mein Winzer

Chateau des Jacques – Louis Jadot

Louis Jadot war einer der ersten und wichtigsten burgundischen Investoren in Beaujolais. Seit 1996 ist Château des Jacques bereits im Besitz der Familie, reiner Privatbesitz, nicht Teil des Imperiums. Heute wird das elitäre Weingut von Cyril Chirouze als Verwalter geführt.