Trispol Negre 2021

Mesquida Mora: Trispol Negre 2021

BIO

Zum Winzer

94+
100
2
Callet 42%, Cabernet Sauvignon 40%, Syrah 18%
5
rot, trocken
13,0% Vol.
Trinkreife: 2024–2036
Verpackt in: 6er
9
fruchtbetont
niedrige Säure
saftig
seidig & aromatisch
3
Lobenberg: 94+/100
6
Spanien, Mallorca
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Trispol Negre 2021

94+
/100

Lobenberg: Gereift für ein Jahr in einer Kombi aus neuen und gebrauchten französischen und amerikanischen Eichenfässern. Extrem dunkles Rubinrot. In der Nase leicht rauchig, Schwarz-Kirsche, Kirschlikör, Tabak und dunkle Schokolade mit einem Hauch Lakritze. Man wird tief ins Glas gezogen. Im Mund erst mal mit Druck und viel Kraft. Dann entfalten sich langsam die Aromen, Schwarzkirsche, Veilchen, Gewürzkuchen und eine feine pfeffrige Spur. Die Tannine sind fein eingebunden, der Körper ist rund, aber nicht zu voluminös. Immer wieder zeigen sich neue Aspekte, kommen neue Aromen um die Ecke. Das hat schon Tiefgang und macht gleichzeitig viel Spaß beim Trinken. Die Callet gibt burgundische Feinheit, der Freund und Nachbar 4kilos lässt grüßen. Gute Länge und feine floralen Rückaromen. Toller Mallorquiner. 94+/100

Jahrgangsbericht

Der Winter 2020/2021 brachte zwischen Dezember und März sehr viel Regen und Schnee, auch etwas Frost. Die Böden waren vor dem Austrieb der Reben mit ordentlichen Wasserreserven gefüllt – ein guter Start in den Jahrgang 2021. Die Blüte verlief bis auf kleine Verrieselungen ziemlich normal, kein Frost, kein Mehltau. Dann folgten nach einem trockenen Mai noch vor der Blüte große Regenmengen im Juni. Nach der Blüte begann ein sehr trockener, warmer, teils heißer Sommer. Hitze- und Trockenstress waren die Folge, die Reben machten ab Mitte August total dicht, um sich zu schützen. Die Beeren waren zu diesem Zeitpunkt dickschalig und kerngesund, Sorge bereitet aber die phenolische Reife, die durch den Stillstand der Reben nicht erreicht werden konnte. Dieses Phänomen gab es in allen Regionen der nördlichen Hälfte Spaniens, also in allen Topregionen. Von Anfang September bis zum 25. September gab es einige Tage satten Regen. Durch die neue Wasserversorgung setzten Photosynthese und Reifung sofort ein. Ab dem 25. September war es trocken, extrem sonnig und warm, nachts sanken die Temperaturen deutlich. Fünf traumhafte Wochen mit großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nach und hochintensiver Sonne folgten. Diese große Kühle, ja Kälte der Nächte, nach dem letzten Regen vom 25. September, gilt als der Schlüssel zu diesem großen, reifen und zugleich frischen Cool-Climate-Jahrgang. Das Ergebnis waren überall hochgesunde, dickschalige Beeren mit sattem Tannin und hoher Säure vor der Lese im Herbst. Die Weine sind weniger extremreif und immens als 2019, aber deutlich aromatischer und reifer als 2018, mit einer Frische, die ihresgleichen sucht.

Mein Winzer

Mesquida Mora

Barbara Mesquida möchte aus dem Weingut Mesquida Mora ein Refugium für biologischen Anbau, Tier und Mensch schaffen. Der Wein ist ihr schon jetzt gelungen.

Trispol Negre 2021