Marsannay Village

Sylvain Pataille

Marsannay Village 2017

seidig & aromatisch
frische Säure
94–95
100
2
Pinot Noir 100%
5
rot
13,0% Vol.
Trinkreife: 2021–2037
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 94–95/100
Pirmin Bilger: 18/20
Gerstl: 18/20
6
Frankreich, Burgund, Cote d'Or
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Marsannay Village 2017

94–95
/100

Lobenberg: Alle Weine bei Sylvain entstehen in biodynamischer Weinbergsarbeit, Handlese mit kleinsten Erträgen, alles macht der Großmeister höchstpersönlich. Alles wird im Holz spontanvergoren danach Ausbau im überwiegend gebrauchten Barrique. Die Weine von Sylvain Pataille haben sich, seit ich mit ihm zusammenarbeite, doch nochmal deutlich gewandelt. Die biodynamische Arbeitsweise, die hier vor knapp 10 Jahren eingeführt wurde, nachdem zuvor schon biologisch gearbeitet wurde, tut ihr übriges. Dazu mehr Ganztaube und Spontanvergärung. Die Vinifikation erfolgt vorsichtiger, der Rappenanteil ist erhöht, wir sind hier ganz klar auf dem Weg mehr in Richtung Naturwein. Er setzt auch viel weniger Schwefel ein, vor allem niemals vor der Gärung, sondern erst nach einem Jahr Ausbau. All dies führt dazu, dass die Weine zu weitaus größerer Komplexität gelangen. Seine Weine waren noch vor fünf Jahren sehr viel vordergründiger fruchtig, zugänglich, sehr lecker, im Stil fast ein wenig an Top-Beaujolais erinnernd. Das hat sich erheblich gewandelt, wir sind jetzt so hintergründig mit dieser Expression von Frucht, Rappen, Spontanvergärung und Terroir. Das muss nicht heißen, dass jeder Genießer diesen Schritt mitgeht, denn die Weine werden dadurch anspruchsvoller. Was die Weine sich aber behalten ist diese für Pataille und Marsannay so typische, expressive Kirschfrucht. Rote, süße Kirsche, Sauerkirsche, auch Vogel-Kirsche, dazu kommt dann aber dieser massive Sponti-Touch. Noch dazu diese salzige, feuersteinige Kalkigkeit, auch ein Markenzeichen von Pataille. Ebenso eine wunderbare Frische und Würzigkeit hinter der warmen Frucht, total seidiges Tannin, nichts ist rau, nichts ist bäuerlich – alles komplex tänzelnd. 2015 gehörte noch eher zum klassischen Repertoire von Burgunder-Pinot Noirs, 2016 gab es so gut wie keine Menge, und 2017 sind wir angekommen im Paradies der Naturweine. Natürlich ist das auch typisch Pinot Noir, aber eben auch auf einem höheren Level angekommen ob der komplexen Terroirausdruckstärke und dieser Krautwürzigkeit. 94-95/100

18
/20

Pirmin Bilger über: Marsannay Village

-- Pirmin Bilger: Was für ein verführerischer Duft, welcher hier in die Nase tänzelt. Dieser Marsannay strahlt eine enorme Tiefe aus. Die rotbeerige Frucht hat diese unvergleichliche Eleganz, dieses betörende Bouquet. Der Wein ist so unglaublich fein und hat doch so viel Geschmack. Es ist die pure Harmonie, welche hier im Glas ist. So etwas kann nur Pinot Noir - für mich ist dies ein ideales Beispiel in Sachen Eleganz bei gleichzeitger Geschmacksexplosion. Zum Abgang hin offenbaren sich immer mehr würzige Komponenten. Ich bin schwer beeindruckt von diesem Marsannay. 18/20

18
/20

Gerstl über: Marsannay Village

-- Gerstl: Der strahlt so eine faszinierende Ruhe aus, mit diesem köstlichen Duft in der Nase, vergisst man irgendwie alles um sich herum, alles wirkt so natürlich, irgendwie schlicht und doch unglaublich tiefgründig, komplex. Ein Traumtänzer am Gaumen, die köstliche Extraktsüsse, verbindet sich ideal mit der feinen Fruchtsäure, das ergibt diese einzigartige Harmonie, dieses sinnliche Erlebnis, eindrücklich, wie der seine verschwenderische Vielfalt so schliche und unkompliziert wirken lässt. 18/20

Mein Winzer

Sylvain Pataille

Sylvain Pataille gehört zu einer jungen Generation Winzer, die sich seit Beginn dieses Jahrtausends mit Träumen und Visionen und extrem hoher Einsatzbereitschaft auf den Weg zur Spitze machen. Er ist DER Newcomer aus Marsanny, mit einem Önologie- und Weinbaustudium in Beaune und Bordeaux. […]

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