Sylvain Pataille

Marsannay L'Ancestrale 2019

BIO

Limitiert

strukturiert
seidig & aromatisch
frische Säure
97–98+
100
2
Pinot Noir 100%
5
rot
13,5% Vol.
Trinkreife: 2027–2050
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 97–98+/100
6
Frankreich, Burgund, Cote d'Or
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Marsannay L'Ancestrale 2019

97–98+
/100

Lobenberg: Alle Weine bei Sylvain entstehen in biodynamischer Weinbergsarbeit, Handlese mit kleinsten Erträgen, alles macht der Großmeister höchstpersönlich. Alles wird im Holzgärständer spontanvergoren danach Ausbau im zu einem kleinen Teil neuen Barrique. Ohne Zugabe von Schwefel ausgebaut. 100% Ganztraubenvergärung. Der L’Ancestrale stammt aus drei verschiedenen Plots jeweils von den ältesten Reben des Weinguts, gepflanzt in den 1930er Jahren, überwiegend. Das sind klar definierte Abschnitte innerhalb der Lagen, zuletzt gelesen, jedes Jahr die selben Plots: Clos du Roy, Clémengeot, Les Ouzeloy. Die Triebspitzen werden hier nicht geschnitten, sondern man lässt sie wachsen und wickelt sie nur, so wie auch Lalou-Bize Leroy oder P.J. Kühn im Rheingau das in einigen Parzellen machen. L’Ancestrale zeigt fraglos die beeindruckendste Dichte und höchste Konzentration aller Weine. Sehr dunkle, hochreife Kirsche, Amarena, Blaubeere, Veilchen, Minze. Alles fein nuanciert, dicht zwar, aber nicht üppig. Man spürt dennoch, dass hier das reifste Lesegut der Domaine eingeht. Dennoch ist der Wein weit davon entfernt fett zu sein, er behält den Feinschliff und die Definition in der Frucht, zeigt eine ähnlich intensive Kreidigkeit wie Clos du Roy, der ja hier teilweise mit eingeht. Trotz hoher Reife und erdigen, graphitigen, pfeffrigen Elementen ist es ein Wein der Luft, er schwebt. Etwas Himbeere kommt dazu, ganz filigran und dennoch tief. Der Mund kommt dann mit geballter Kraft, wow, expressiv, drückend, Herzkirsche, hochreife Sauerkirsche, Himbeersüße. Fein gezeichnet, aber auf sehr charmante Art auch hedonistisch und einnehmend. So viel Frucht, Salz, Druck und Frische, dass das Wasser im Mund zusammenläuft. Trinkt sich wie eine Turboversion des genialen 2019er Clos du Roy. Hier ist es nun wieder so - was in 2019 häufiger der Fall war – dass die Frucht so viel Intensität und Druck hat, dass sie das nicht wenige Tannin dennoch beinahe völlig überstrahlt. Die Tannine sind hochreif und feinkörnig, aber werden von der Frucht einfach gänzlich überflügelt. Der Wein hat viel vibrierende Rotfruchtigkeit am Gaumen, die ich am Burgund so sehr schätze und am meisten liebe. Alles ist reif und satt, aber es wird nicht üppig, fett oder schwarzfruchtig. Dennoch ist es etwas mediterran in der Auslegung und der Struktur, weil eben alles anschmiegsam, umarmend und reich in der Frucht ist. Aber nicht zum Opfer der Spannung und Eleganz, noch immer sehr „pinoté“, wie die Burgunder zu sagen pflegen. 97-98+/100

Mein Winzer

Sylvain Pataille

Sylvain Pataille gehört zu einer jungen Generation Winzer, die sich seit Beginn dieses Jahrtausends mit Träumen und Visionen und extrem hoher Einsatzbereitschaft auf den Weg zur Spitze machen. Er ist DER Newcomer aus Marsanny, mit einem Önologie- und Weinbaustudium in Beaune und Bordeaux.