Marsannay L'Ancestrale

Sylvain Pataille

Marsannay L'Ancestrale 2018

strukturiert
seidig & aromatisch
frische Säure
98–100
100
2
Pinot Noir 100%
5
rot
13,5% Vol.
Trinkreife: 2025–2051
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 98–100/100
6
Frankreich, Burgund, Cote d'Or
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Marsannay L'Ancestrale 2018

98–100
/100

Lobenberg: Alle Weine bei Sylvain entstehen in biodynamischer Weinbergsarbeit, Handlese mit kleinsten Erträgen, alles macht der Großmeister höchstpersönlich. Alles wird im Holzgärständer spontanvergoren danach Ausbau im zu einem kleinen Teil neuen Barrique. Ohne Zugabe von Schwefel ausgebaut. 100% Ganztraubenvergärung. Der L’Ancestrale stammt aus drei verschiedenen Plots jeweils von den ältesten Reben des Weinguts, gepflanzt in den 1930er Jahren. Das sind klar definierte Abschnitte innerhalb der Lagen, zuletzt gelesen, jedes Jahr die selben Plots. Die Triebspitzen werden hier nicht geschnitten, sondern man lässt sie wachsen und wickelt sie nur, so wie auch P.J. Kühn im Rheingau das in einigen Parzellen macht. Die Nase des besten Marsannay, den es gibt, zeigt eine unglaublich rauchige Würze, nicht vom neuen Holz, sondern vom Terroirabdruck dieser unglaublich alten Reben. Auch hier kommen wie beim Clos de Roy Erinnerungen an Bonnes Mares und Morey-Saint-Denis auf. Blut und Schwarzkirsche, ein bisschen Sauerkirsche darunter, reife Zwetschge, viel Feuerstein und Kalkstein, Veilchen, etwas Flieder. Sicherlich die komplexeste Nase der Rotweine von Sylvain. Ich erwartete die große Wucht im Mund und bekam auch die große Wucht im Mund, aber gleichzeitig die unendliche Feinheit. Die Tannine sind total geschliffen aber trotzdem extrem präsent, das Ganze ist adstringierend, der Mund zieht sich zusammen. Eine so hohe rot- und schwarzfruchtige Intensität, alles Richtung Kirsche laufend. Aber auch tolle Säure zeigend, Frische, grandiose Frucht und alles wieder im Feuerstein endend. Langer, steiniger Nachhall, da kommt auch ein wenig Maulbeere und Holunder. Die ganze Zunge wird belegt, alles ist salzig. Marsannay - dieser Ort, der fast übergeht in die Stadt Dijon und noch nördlicher gelegen ist als Bonnes Mares bringt nun seit über 10 Jahren tolle und inzwischen auch große Weine hervor. Diese Komplexität der Biodynamie, der uralten Reben und der so eigenwillig behutsamen Arbeit von Sylvain Pataille zeigen sich im Ancestrale. Das gehört zu den großen Weinen des Jahrgangs und man muss sich nicht scheuen, genau wie beim Clos de Vougeot von Eugenie, hier die Höchstnote zu ziehen, denn viel besser geht es nicht im Burgund. Für mich ein grandioser Wein! 98-100/100

Mein Winzer

Sylvain Pataille

Sylvain Pataille gehört zu einer jungen Generation Winzer, die sich seit Beginn dieses Jahrtausends mit Träumen und Visionen und extrem hoher Einsatzbereitschaft auf den Weg zur Spitze machen. Er ist DER Newcomer aus Marsanny, mit einem Önologie- und Weinbaustudium in Beaune und Bordeaux. […]

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