Sylvain Pataille

Marsannay Clos du Roy 2018

strukturiert
seidig & aromatisch
frische Säure
96–97
100
2
Pinot Noir 100%
5
rot
13,0% Vol.
Trinkreife: 2023–2047
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 96–97/100
6
Frankreich, Burgund, Cote d'Or
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Marsannay Clos du Roy 2018

96–97
/100

Lobenberg: Alle Weine bei Sylvain entstehen in biodynamischer Weinbergsarbeit, Handlese mit kleinsten Erträgen, alles macht der Großmeister höchstpersönlich. Alles wird im Holz mit Rappen spontanvergoren danach Ausbau im überwiegend gebrauchten Barrique. Erster Umzug und erste Schwefelung nach einem Jahr. Das ist die einzige Lage in Marsannay, die die Chance hat demnächst ein Premier Cru zu werden. Auch wenn ich persönlich La Montagne ob seiner intensiven Kirschfrucht und Expressivität wohl den schönsten Pinot bei Pataille finde, so attestiere ich dem Clos du Roy mehr Größe, der Wein hat mehr Wucht, mehr Körper am Gaumen. Das ist stilistisch irgendwo zwischen einem großen Wein aus Gevrey-Chambertin und Morey-Saint-Denis angesiedelt. Auch die erdige Würze erinnert an Morey. Auch im Clos du Roy werden zu 100% unentrappte Ganztrauben vergoren. Von einem reinen Kalkstein, allerdings mit rötlicher Färbung von etwas höherem Eisenanteil geerntet, das macht die Reichhaltigkeit dieses Weins aus. Nach zwei Metern Tiefe folgt dann reine Kreide, das sorgt dann für die Eleganz. Der Clos du Roy ist vielleicht nicht so sehr Everybody’s Darling wie La Montagne aber insgesamt so multi-komplex, tief und würzig ob dieser vielschichtigen Bodenformation. Und gleichzeitig ist er elegant und reich. Der Wein kommt so üppig und voluminös daher, hat aber dennoch samtige Tannine. Aber der Clos du Roy braucht das Holz und die Rappen, um diese Wucht wegzustecken. Das alles macht ihn dann am Ende zum hochkarätigsten Marsannay von Sylvain. Da kommt einfach so unglaublich viel, das ist so reichhaltig, so drückend und schiebend. Auch Terroirausdruck und Nachhall sind völlig anders als beim La Montagne. Der Nachhall hier hat Wucht, Intensität und Druck. Der Wein zeigt nicht nur satte, reiche, süße Kirsche, sondern auch ein bisschen Blut und eine an Moos erinnernde, erdige Tiefe. Ein kleiner Bonnes Mares Touch in dieser Reichhaltigkeit. Ein Wein bei dem ganz klar wird, dass er ohne Rappen und Biodynamie ein bisschen zu dick und wuchtig würde. So zeigt er eben diese immense Komplexität und ist ein fast großer Marsannay. Jetzt bin ich gespannt auf den Ancestral aus den ältesten Reben, ob der diesen Wein noch toppen kann. 96-97/100

Mein Winzer

Sylvain Pataille

Sylvain Pataille gehört zu einer jungen Generation Winzer, die sich seit Beginn dieses Jahrtausends mit Träumen und Visionen und extrem hoher Einsatzbereitschaft auf den Weg zur Spitze machen. Er ist DER Newcomer aus Marsanny, mit einem Önologie- und Weinbaustudium in Beaune und Bordeaux. […]

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