Marsannay Blanc La Charme aux Pretres

Sylvain Pataille

Marsannay Blanc La Charme aux Pretres 2018

voll & rund
frische Säure
mineralisch
97–100
100
2
Chardonnay 100%
5
weiß
13,5% Vol.
Trinkreife: 2022–2042
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 97–100/100
6
Frankreich, Burgund, Cote d'Or
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Marsannay Blanc La Charme aux Pretres 2018

97–100
/100

Lobenberg: Alle Weine bei Sylvain entstehen in biodynamischer Weinbergsarbeit, Handlese mit kleinsten Erträgen, alles macht der Großmeister höchstpersönlich. Es gibt keinerlei Maischestandzeiten. Das Ausgangsmaterial wird angequetscht und dann als Ganztraube auf der kleinen Korbpresse über mehrere Stunden gekeltert. Der Most geht dann ungeklärt, ungeschwefelt und unbearbeitet direkt zur Spontangärung. Erster Umzug und erste Schwefelung nach einem Jahr. Genau wie beim Marsannay Chardonnay Rose wurden die Stöcke für diesen Wein im Jahr 1949 angelegt, wir sprechen hier also über 70 Jahre alte Reben, auf Kalk- und Feuerstein stehend. Das ist schon spannend wie Pataille aus drei unterschiedlichen Lagen drei solcher Top-Chardonnay erzeugt mit dem Chardonnay Rose, dem Chapitre und dem Charme aux Pretres – allerdings immer von uralten Reben. Bei diesem Charme aux Pretres gibt es einen Hauch mehr neues Holz, der Wein hält auch Jahrzehnte. Er möchte hier ein bisschen mehr Druck und noch ein wenig mehr Struktur reinbringen. Zusätzlich zur Quitte und zum weißen Pfirsich und den typischen Sponti- und Kimchinoten kommt hier noch etwas Rauch hinzu. Ich persönlich weiß nicht welchen Wein ich spannender finde, alle drei sind so anders. Dieser Charme aux Pretres ist wahrscheinlich der erwachsenste und der klassischste Burgunder von allen dreien. Und dabei so unglaublich frisch mit dieser ganz raffinierten Fruchtkombination aus Grapefruit, Aprikose, Orangenzesten, Limetten, auch ein Hauch unreife Birne dazu und ganz viel Stein und Salz. Unendlich nachhallend, ein Chardonnay wie von einem anderen Stern. Vor allem ist das ein Chardonnay aus der Côte-de-Nuits und nicht von der Côte-de-Beaune, und dementsprechend weit davon entfernt mit einem Puligny, Chassagne oder Meursault verwechselt zu werden. Wer schon einmal die Gelegenheit hatte einen Comte de Vogue Blanc aus dem Musigny zu trinken, der weiß was ich meine. Diese nördlichen Chardonnay der Côte-de-Nuits können ganz faszinierend sein und bieten häufig ein immenses Trinkvergnügen mit ihrer wahnsinnigen Mineralität. Der Wein bleibt am Gaumen haften und geht nicht mehr weg, das ist ein großes Erlebnis. Für mich einer der großen Weißweine des Burgund aus einem überragenden Jahrgang. 97-100/100

Mein Winzer

Sylvain Pataille

Sylvain Pataille gehört zu einer jungen Generation Winzer, die sich seit Beginn dieses Jahrtausends mit Träumen und Visionen und extrem hoher Einsatzbereitschaft auf den Weg zur Spitze machen. Er ist DER Newcomer aus Marsanny, mit einem Önologie- und Weinbaustudium in Beaune und Bordeaux. […]

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